Während bundesweit Kliniken über Defizite, Personalengpässe und das geplante GKV‑Spargesetz diskutieren, setzt der St. Vincenz Gesundheits-Verbund ein bewusstes Zeichen: Mit dem Richtfest für den neuen Hybrid‑OP am Standort Limburg bekräftigt der Verbund seinen Anspruch, die Gesundheitsversorgung auch unter schwierigen Rahmenbedingungen aktiv weiterzuentwickeln.
Katholische Krankenhäuser warnen vor konkreten Folgen des GKV‑Beitragssatzstabilisierungsgesetzes für die Versorgung in der Region
In einer gemeinsamen Pressekonferenz machen der St. Vincenz Gesundheits-Verbund und der St. Josefs‑Hospital Verbund mit ihrem Spitzenverband, der Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser (AKKH) auf die unmittelbaren Folgen der GKV-Sparreform vor Ort aufmerksam.
Viele Menschen erleben es schleichend: Das Knie oder die Hüfte schmerzt immer häufiger, alltägliche Wege fallen schwerer und selbst Ruhephasen bringen kaum noch Entlastung. Wann ein künstlicher Gelenkersatz sinnvoll wird, welche Verfahren zur Verfügung stehen und wie die Entscheidung für ein bestimmtes Implantat getroffen wird, beschäftigt dann viele Betroffene.
Der Schlaganfall gilt als eine der häufigsten und zugleich oftmals unterschätzten Notfallsituationen. Wie groß das Informationsbedürfnis ist, zeigte der „Aktionstag Schlaganfall“ am Samstag in der Limburger WERKStadt: Mehr als 500 Besucherinnen und Besucher ließen Blutdruck, Blutzucker oder die Halsschlagader untersuchen, informierten sich über ihr persönliches Risiko und suchten das Gespräch mit den Fachleuten.
Um über Risiken, Warnsignale und moderne Therapien aufzuklären, lädt der St. Vincenz Gesundheits-Verbund am Samstag, 9. Mai, von 10 bis 15 Uhr zu einem großen Aktionstag „Schlaganfall“ in die Limburger WERKStadt ein. Das Team um die Chefärzte der Neurologie, Sven Göbel und Christoph Kosok, und die Chefärztin der Gefäßchirurgie, Dr. Patricia Schaub, bietet ein vielfältiges Programm von Gesundheitschecks über Mitmachstationen bis hin zu Kurzvorträgen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
In den vergangenen Tagen wurde ein umfangreicher Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums bekannt, der massive Einsparungen im Gesundheitswesen vorsieht. Für die Krankenhäuser – und damit für die Menschen in der Region – hätte das weitreichende Folgen. Guido Wernert, Geschäftsführer des St. Vincenz-Verbundes fordert eine Kurskorrektur.