Aktionstag im Zentrum für Orthopädie und Traumatologie

Fünf Jahre ZOT: Moderne Orthopädie und Unfallchirurgie erleben, verstehen und ausprobieren

Wie entsteht aus einem instabilen Bruch wieder ein belastbarer Knochen? Was muss nach einer Hüft‑OP geschehen, damit man wieder sicher die Treppe schafft? Und was passiert hinter den Kulissen eines Traumazentrums?  Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt des Aktionstags, zu dem das Zentrum für Orthopädie und Traumatologie am Samstag, 5. September, von 11 bis 15 Uhr ins Limburger Krankenhaus einlädt. Fünf Jahre nach seiner Gründung zeigt das ZOT, wie moderne Orthopädie und Unfallchirurgie heute arbeitet: Vom präzisen Eingriff im OP über die ersten Schritte nach der Operation bis hin zur Rückkehr in den Alltag. Besucherinnen und Besucher können sich in kurzen, verständlichen Vorträgen informieren, Einblicke in die praktische Arbeit der Teams erhalten und mit den Fachleuten ins Gespräch kommen.

„Orthopädie ist heute weit mehr als Gelenkersatz“, sagt Dr. Stefan Roland, Chefarzt der Orthopädie. „Wir rekonstruieren, erhalten, stabilisieren mit Verfahren, die vor wenigen Jahren noch gar nicht gab. Viele Menschen wissen gar nicht, wie viel sich in der modernen Orthopädie verändert hat. Genau das möchten wir zeigen.“ Für Dr. Alexander Bode ist der Blick hinter die Kulissen entscheidend: „Viele sehen nur den Moment der Operation. Aber die eigentliche Qualität entsteht davor und danach in Diagnostik, OP‑Planung, Pflege, Physiotherapie und Reha. Unser Aktionstag zeigt, wie diese Bereiche zusammenarbeiten.“

Stündliche stattfindende Kurzvorträge

In vier Kurzvorträgen zeigen Chef‑ und Oberärzte des ZOT, wie sich die orthopädische und unfallchirurgische Versorgung in den vergangenen Jahren verändert hat. Sie nehmen die Besucherinnen und Besucher mit in die Geschichte des Gelenkersatzes und erklären, wie moderne Prothesen funktionieren und warum sie heute präziser eingesetzt werden können als je zuvor. Sie sprechen über Prävention im Kindesalter und darüber, wie früh sich Weichen für die spätere Gelenkgesundheit stellen. Eindrückliche Fälle aus dem Traumazentrum verdeutlichen, wie ein zertifiziertes Zentrum arbeitet, wenn jede Minute zählt. Ein weiterer Vortrag zeigt, wie Patientinnen und Patienten nach einem Gelenkersatz in der ambulanten Reha Schritt für Schritt wieder beweglich werden und welche Übungen den Einstieg in Alltag, Beruf und Sport erleichtern.

Praktische Einblicke und Mitmachaktionen

Neben den Vorträgen bietet der Tag zahlreiche Einblicke in die praktische Arbeit des ZOT. Im 360‑Grad‑OP‑Erlebnis können Besucherinnen und Besucher begleitet von Fachleuten, die einzelne Schritte erklären und Einblicke in die Abläufe geben, einen virtuellen Rundgang durch den Operationssaal machen. An Modellen demonstriert das OP-Team, wie Instrumente geführt werden, und lädt dazu ein, selbst eine Naht zu setzen. Die Physiotherapie zeigt, wie entscheidend die Zeit vor und nach einer Operation ist. Kurze Kraft‑ und Beweglichkeitsübungen zeigen, wie man sich vor einer Operation stärken kann, damit der Start in die Reha leichter fällt. Pflegefachkräfte demonstrieren, wie Patientinnen und Patienten nach einer OP mobilisiert werden und welche kleinen Handgriffe entscheidend sind, damit Bewegungen wieder sicher gelingen. Und wer Röntgenbilder mitbringt, kann sie mit den Fachleuten durchgehen und verstehen, was auf den Aufnahmen zu sehen ist.

Informationsstände über die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt

Rund um die Mitmachaktionen laden Infostände dazu ein, die Versorgung nach einer Operation aus verschiedenen Perspektiven kennenzulernen. Prothesen können aus nächster Nähe betrachtet werden, während Fachleute erklären, wie moderne Implantate konstruiert sind und warum sie heute präziser arbeiten als frühere Modelle.

Das Case Management zeigt, wie der Übergang aus dem Krankenhaus gelingt, welche Reha‑Formen infrage kommen und welche Unterstützung Patientinnen und Patienten zu Hause erhalten. Während das Rehazentrum Meuser über den Weg zurück in Bewegung und Alltag informiert.

Beim Aktionstag steht das gesamte interdisziplinäre Team für Gespräche bereit, gibt Einblicke in seine Arbeitsweise und zeigt, wie sich die Arbeit im ZOT in den vergangenen fünf Jahren verändert hat. „Wir haben in fünf Jahren viel aufgebaut und viel gelernt,“ sagt Dr. Bode. So beispielsweise die Zertifizierung als eines der wenigen Endoprothetikzentren der Maximalversorgung in Hessen oder die erneute Auszeichnung als Traumazentrum. „Darauf sind wir stolz. Und freuen uns darauf, unsere Arbeit einmal außerhalb des Klinikalltags zu zeigen,“ ergänzt Dr. Roland.

Das Wichtigste auf einen Blick

Aktionstag im Zentrum für Orthopädie und Traumatologie

Samstag, 5. September 2026 | 11.00 bis 15.00 Uhr
Krankenhaus Limburg | Auf dem Schafsberg

Kurzvorträge

11:30 Uhr - Gelenkersatz im Wandel: Vom ersten Implantat bis zur Hightech-Prothese
Dr. Stefan Roland | Chefarzt Orthopädie

12:30 Uhr - Frühe Warnsignale erkennen: Was Kinder für ihre Gelenke brauchen
Dr. Jürgen Fey | Leitender Oberarzt Orthopädie

13:30 Uhr - Einblicke ins Traumazentrum: Spektakuläre Fälle und moderne Versorgung
Dr. Alexander Bode | Chefarzt Traumatologie

14:30 Uhr - Wieder beweglich werden: Die ambulante Reha nach Gelenkersatz
Dr. Ansgar Bubenheim | Leitender Arzt Rehazentrum Meuser