Am Mittwoch, den 14. Oktober 2026, ist die Zufahrt zum hinteren Parkhaus am Gesundheitszentrum auf dem Schafsberg wegen Bauarbeiten von ca. 07:00 bis 18:00 Uhr blockiert; die Parkflächen P1, P2 und die Parkplätze unter der Unterführung sind in dieser Zeit nicht nutzbar.

Max Stillger Stiftung spendet 25.000 Euro für die Geriatrie in Diez

Wenn Unternehmen und Stiftungen spenden, stehen ältere Menschen selten an erster Stelle. Umso größer ist die Freude am Diezer Krankenhaus des St. Vincenz Gesundheits-Verbundes: Die Max Stillger Stiftung unterstützt die Geriatrie mit 25.000 Euro. Von dem Betrag werden Deckenlifter angeschafft, die Patientinnen und Patienten sicher und schonend bewegen und zugleich die Pflegekräfte spürbar entlasten.

„Schön, dass an die Älteren gedacht wurde“

Dr. Cornelia Lippold, Chefärztin der Geriatrie, weiß, wie besonders diese Entscheidung ist: „Ältere Menschen sind bei Spenden häufig nicht die erste Wahl. Umso mehr berührt es uns, dass die Stiftung bewusst an unsere Patientinnen und Patienten gedacht hat.“

Die Geriatrie hat sich unter ihrer Leitung stark entwickelt. Als Dr. Lippold 2020 die Abteilung übernahm, wurden dort jährlich rund 400 Patientinnen und Patienten behandelt. In diesem Jahr sind es erstmals mehr als 1.000. Von den gut 100 belegten Betten im Diezer Krankenhaus entfällt inzwischen mehr als die Hälfte auf geriatrische Patienten.

Mehr Sicherheit für Patienten, mehr Entlastung für die Pflege

Deckenlifter sind fest installierte Hebesysteme, die über eine Schiene an der Zimmerdecke geführt werden. Mit ihnen gelangen Patientinnen und Patienten sanft und kontrolliert vom Bett in den Rollstuhl, ins Bad oder in den Therapiebereich. „Gerade Menschen mit eingeschränkter Mobilität haben oft Angst vor Stürzen oder Schmerzen beim Umlagern“, erklärt Dr. Lippold. „Ein ruhiger, sicherer Transfer gibt ihnen ein Stück Würde und Vertrauen zurück.“

Auch für das Team macht die Technik einen großen Unterschied: Körperlich belastende Hebevorgänge entfallen, das Risiko von Rückenbeschwerden und Verletzungen sinkt, und Situationen, die bisher zwei Pflegekräfte erforderten, lassen sich häufig allein bewältigen. „Die gewonnene Zeit fließt dorthin, wo sie hingehört: in die persönliche Zuwendung“, so die Chefärztin.

Diez wird zukunftsfest aufgestellt

Geschäftsführer Guido Wernert bedankte sich ebenfalls herzlich bei der Übergabe des symbolischen Schecks: „Diese Spende kommt zur richtigen Zeit, denn in Diez wird derzeit kräftig investiert.“ In den kommenden Wochen beginnt die Generalsanierung des Krankenhauses. Alle Stationen werden grundlegend modernisiert und erhalten modern ausgestattete Ein- und Zweibettzimmer mit eigenen Sanitärbereichen. Vor allem für geriatrische Patientinnen und Patienten entsteht so deutlich mehr Platz. „Wir sehen, wie stark der Bedarf an altersmedizinischer Versorgung in der Region wächst, und richten den Standort konsequent darauf aus“, betont Wernert.

Martin Richard, Vorsitzender der Stiftung St. Vincenz Hospital und ebenfalls in der Max Stillger Stiftung engagiert, ordnete die Bedeutung der Spende ein: „Als freigemeinnütziger Gesundheitsverbund finanzieren wir aus den regulären Mitteln das, was medizinisch notwendig ist. Vieles, was den Alltag von Patientinnen und Patienten erleichtert und die Mitarbeitenden entlastet, geht darüber hinaus. An dieser Stelle sind wir auf Unterstützung angewiesen.“ Die Stiftung setze sich dafür ein, diese Lücke zu schließen.

Regionale Unternehmen ziehen mit

Die Spendensumme kam über eine Aktion der Max Stillger Stiftung zusammen: Sie hatte Unternehmen aus der Region angeschrieben und vorgeschlagen, auf Weihnachtspräsente an Kunden und Geschäftspartner zu verzichten und den Betrag stattdessen zu spenden. Die Geriatrie in Diez ist eines von zwei Projekten, die aus den Erlösen gefördert werden. Die Idee dazu entstand im persönlichen Gespräch zwischen Max Stillger und Guido Wernert, denn die Stiftung begleitet Projekte des Verbundes seit Jahren.

„Die Resonanz zeigt jedes Mal aufs Neue, wie viel Verantwortung die Unternehmen in unserer Region übernehmen wollen“, sagt Max Stillger. „Ein Krankenhaus ist dafür ein besonders guter Zweck, denn hier kommt die Hilfe direkt bei den Menschen an, die sie am dringendsten brauchen.“