Eine besondere Übung stand für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hünfelden auf dem Dienstplan. Die Veranstaltung war in zwei Teile gegliedert und bot den Teilnehmenden einen intensiven Einblick in die Abläufe der Notfallversorgung – von der technischen Hilfeleistung bis zur Behandlung im Schockraum.
Der erste Teil der Übung fand 04. Februar 2026 im Feuerwehrhaus statt. Dort referierte Dr. Thomas Martin, Oberarzt in der Abteilung für Anästhesie und operative Intensivmedizin sowie Leitender Notarzt des Landkreises Limburg-Weilburg am St. Vincenz Krankenhaus Limburg. Unter dem Titel „THVU, Rettungsdienst – und dann?“ erläuterte er anschaulich, welche Abläufe nach einer technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen folgen. Im Mittelpunkt stand die Frage, was nach der Übergabe des Patienten an den Rettungsdienst geschieht und wie die weitere Versorgung im Krankenhaus organisiert ist. Die Feuerwehrkräfte erhielten einen detaillierten Überblick über die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst, Notärzten und Klinikpersonal. In der anschließenden Fragerunde konnten zahlreiche praxisnahe Fragen geklärt werden. Gleichzeitig diente der Vortrag der inhaltlichen Vorbereitung auf die bevorstehende Besichtigung des Schockraums.
Am 18. Februar 2026 folgte die praktische Vertiefung im St. Vincenz Krankenhaus Limburg. Die Einsatzkräfte erhielten vor Ort einen direkten Einblick in die Abläufe eines Schockraumeinsatzes. Gezeigt wurde, wo der Patient mit dem Rettungswagen eintrifft und wie die strukturierte Übergabe an das Schockraumteam erfolgt. Schritt für Schritt wurde erläutert, welche Untersuchungen und Maßnahmen unmittelbar nach der Ankunft durchgeführt werden, wie Diagnostik und Stabilisierung ablaufen und welche weiteren Schritte – etwa Operation, Intensivstation oder Weiterverlegung – sich anschließen können.
Ergänzend erhielten die Teilnehmenden einen kurzen Einblick in die Zentrale Notaufnahme. Dr. Sven Anweiler stellte die organisatorischen Abläufe, die Triage sowie die Koordination der Patientenströme vor und beantwortete Fragen zur Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Klinikpersonal.
Die Übung verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig eine reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten ist – vom ersten Handgriff an der Einsatzstelle bis zur weiteren Behandlung im Krankenhaus. Mit dieser Fortbildungsmaßnahme stärkte die Feuerwehr Hünfelden nicht nur ihr Verständnis für die innerklinischen Abläufe, sondern auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Rettungsdienst und Klinik – ein wichtiger Baustein für eine bestmögliche Patientenversorgung.
Ein herzlicher Dank gilt dem Team des St. Vincenz Krankenhaus Limburg für die Möglichkeit dieser besonderen Übung und die offene, kollegiale Zusammenarbeit.
Theoretische Grundlagen: Dr. med. Thomas Martin erläutert im Feuerwehrhaus Hünfelden die medizinischen Abläufe nach der technischen Rettung.
Hautnah dabei: Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hünfelden lassen sich die hochmoderne Ausstattung und die strukturierten Abläufe im Schockraum des St. Vincenz Krankenhauses erklären.
Interdisziplinärer Austausch: Dr. Martin und die Mitglieder der Feuerwehr vor dem St. Vincenz Krankenhaus Limburg nach einer erfolgreichen Besichtigung von Schockraum und ZNA.