Gesundheitsvortrag zum Thema Endoprothetik

03.06.26   |  Pressemitteilung

Viele Menschen erleben es schleichend: Das Knie oder die Hüfte schmerzt immer häufiger, alltägliche Wege fallen schwerer und selbst Ruhephasen bringen kaum noch Entlastung. Wann ein künstlicher Gelenkersatz sinnvoll wird, welche Verfahren zur Verfügung stehen und wie die Entscheidung für ein bestimmtes Implantat getroffen wird, beschäftigt dann viele Betroffene.

Viele Menschen erleben es schleichend: Das Knie oder die Hüfte schmerzt immer häufiger, alltägliche Wege fallen schwerer und selbst Ruhephasen bringen kaum noch Entlastung. Wann ein künstlicher Gelenkersatz sinnvoll wird, welche Verfahren zur Verfügung stehen und wie die Entscheidung für ein bestimmtes Implantat getroffen wird, beschäftigt dann viele Betroffene. Antworten auf diese und weitere Fragen gibt Dr. Stefan Roland, Chefarzt der Orthopädie am Krankenhaus Limburg, am Donnerstag, den 11. Juni 2026. Im Vortrag erläutert der Orthopäde anschaulich, wie sich die Endoprothetik in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat und welche modernen Möglichkeiten heute zur Verfügung stehen, um Schmerzen zu lindern und Beweglichkeit zurückzugewinnen. Der Vortrag findet um 18 Uhr im Limburger Krankenhaus statt und wird in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Limburg organisiert.

Arthrose zählt zu den weltweit häufigsten Gelenkerkrankungen. „Gelenkverschleiß betrifft vor allem ältere Menschen, kann aber auch Jüngere nach Verletzungen oder aufgrund genetischer Faktoren treffen,“ erklärt Dr. Roland. Bevor jedoch über eine Operation nachgedacht wird, stehen immer zunächst konservative Maßnahmen im Vordergrund: gezielte Physiotherapie, Schmerz‑ und Entzündungsmedikamente sowie gelenkschonende Alltagsanpassungen. „Wir loten mit den Patientinnen und Patienten immer zuerst aus, was sich ohne Operation erreichen lässt“, sagt der Chefarzt. Doch wenn Beschwerden trotz anderer Behandlungsansätze bestehen bleiben oder bereits Fehlstellungen sichtbar sind, führt häufig kein Weg mehr an einem operativen Eingriff vorbei. Moderne Implantate ermöglichen sowohl den teilweisen als auch den vollständigen Gelenkersatz an Hüfte, Knie oder Schulter. Auch die Befestigungstechnik spielt eine wichtige Rolle: Zementfreie Modelle wachsen im Knochen ein, während zementierte Varianten sofortige Stabilität bieten.

Welche Form des Gelenkersatzes geeignet ist, hängt unter anderem von Alter, körperlicher Konstitution, Knochenqualität und den individuellen Belastungsansprüchen ab. „Uns steht eine große Auswahl an Modellen zur Verfügung“, so Dr. Roland. „Auf Grundlage einer digitalen Röntgenaufnahme erstellen wir eine computerunterstützte Planung, um die passenden Komponenten bereits vor der Operation festzulegen. Die Entscheidung, welcher Gelenkersatz letztlich eingesetzt wird, treffen wir gemeinsam mit dem Patienten.“

Im Vortrag erklärt der Chefarzt anschaulich, welche Verfahren wann zum Einsatz kommen, welche Auswirkungen sie auf die Beweglichkeit haben und wie sich die Endoprothetik im Laufe der Zeit entwickelt hat. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen.

Unter dem Motto „Medizin für Laien: Aktuelle Fachinformationen aus erster Hand“ möchten die Kreisvolkshochschule Limburg-Weilburg e.V. und der St. Vincenz Gesundheits-Verbund medizinisches Wissen verständlich und praxisnah vermitteln.

Das Wichtigste auf einen Blick

Thema: Endoprothetik im Überblick – Wann ein künstliches Gelenk notwendig wird
Referent: Dr. med. Stefan Roland, Chefarzt Orthopädie ​​​​​​​
Termin: Donnerstag, 11. Juni 2026, 18.00 Uhr​​​​​​​
Ort: Krankenhaus Limburg, Auf dem Schafsberg | 65549 Limburg, Konferenzraum Katharina Kasper

Es wird um vorherige Anmeldung gebeten – entweder per E-Mail an ukm@st-vincenz.de oder telefonisch unter 06431 292 - 7113. Der Besuch der Veranstaltung und das Parken im vorderen Parkhaus sind für Teilnehmende kostenfrei.