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Urologie wird Hauptabteilung - Rück- und Ausblick beim Neujahrsempfang der Krankenhausgesellschaft

Premiere! Dieser Tenor bestimmte den Neujahrsempfang der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz, der zum ersten Mal in den Räumen des neuen Talbaus stattfand - dem Gebäude, dessen Inbetriebnahme das Highlight des vergangenen Jahres war. Keine Frage also, dass dies auch thematischer Mittelpunkt des Abends war: „Hausintern unumstritten, politisch heftig diskutiert, verbal und rechtlich bekämpft, aber dennoch genehmigt und dennoch gebaut“ – so skizzierte der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates, Martin Richard, das Projekt. Wie auch Geschäftsführer Guido Wernert verwies er gleichzeitig auf eine wichtige Veränderung für das gerade begonnene neue Jahr 2019: Die Umwidmung der Belegabteilung Urologie in eine Hauptabteilung, für die erst vor wenigen Tagen ein Chefarzt gewonnen werden konnte, PD Dr. Steffen Alexander Wedel, bis dato Leitender Oberarzt am Katholischen-Karl Leisner-Klinikum Kleve.

Was haben wir erreicht in 2018, wo stehen wir, wo wollen wir hin, kurzum: Was wird uns bewegen in 2019? - hierüber sollten Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Vereinen, Verbänden und Selbsthilfegruppen beim Neujahrsempfang der Krankenhausgesellschaft informiert werden.

Erbaten den Segen Gottes für die MitarbeiterInnen der Krankenhausgesellschaft und gestalteten eine empathische ökumenische Andacht mit zahlreichen Ansätzen zum Nachdenken und Philosophieren über Lebenslinien, Lebenswege und das, was dem Leben Sinn, Richtung und Halt gibt: die evangelische Krankenhausseelsorgerin Claudia Gierke-Heinrich und Schwester Elisabeth Lenhoff.

Skizzierte erfolgversprechende Unternehmungen der Krankenhausgesellschaft für 2019 und liess keinen Zweifel an der dringenden Notwendigkeit zusätzlichen Parkraums: Geschäftsführer Guido Wernert.

Auch der neue Landrat des Kreises Limburg-Weilburg, Michael Köberle, war Gast des Neujahrsempfangs. Neben ihm Ex-Lions-CLub-Präsidentin Christine Zips (rechts) und Dr. Gundi Heuschen, Leiterin der Krankenhaushygiene am St. Vincenz.

Inspirierende musikalische Gestaltung: Benjamin Steil und Sebastian Scobel, Diplom-Jazzmusiker aus Köln, bereicherten den Neujahrsempfang auf hohem Niveau. Sie brillierten u.a. mit Eigenkompositionen sowie mit "Anthropology" - einer Komposition der beiden Bebop-Legenden Charlie Parker und Dizzy Gillespie. Benjamin Steil stammt aus der Region und ist seit über zehn Jahren musikalischer Leiter des Jazzclub Limburg. Steil und Scobel kennen sich aus diversen gemeinsamen Bandprojekten und sind beide gefragte Musiker in der europäischen Jazzszene.

Dass eine solch stetige Erweiterung des Leistungsspektrums in Symbiose mit der wirtschaftlichen  Führung einer Klinik keine Selbstverständlichkeit ist und immer schwieriger wird, darauf machten Richard und Wernert unmissverständlich aufmerksam: „Als gemeinnütziger Träger sind wir selbst verantwortlich für unsere Wirtschaftlichkeit und können nicht wie Universitätskliniken, kommunale oder Kreiskrankenhäuser auf Land oder Kommunen als „Paten“ zurückgreifen, welche Defizite abdecken“, so Martin Richard. Ungeachtet der sich immer weiter verschärfenden gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen konnte Geschäftsführer Guido Wernert weitere ermutigende Schritte aus den verschiedensten Unternehmungen der Gesellschaft vermelden. So verwies er auf die konstruktiven Verhandlungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung, auch die Notfallzentrale auf dem Schafsberg anzusiedeln: „Das ist unser Wunsch für 2019! Wir sind bereits gut vorangekommen und die Weichen sind gestellt“, so Wernert. Keinen Zweifel liess der Geschäftsführer auch an der dringenden Notwendigkeit zusätzlicher Parkplätze: Als  Haus, das sich permanent weiter entwickele, habe man  auch mehr Parkraum fest im Auge.
Darüber hinaus erwähnte er das Engagement der Krankenhausgesellschaft für die Ausbildung junger Menschen in Gesundheitsfachberufen: „Wir werden die Zahl der Ausbildungsplätze an unserer BILDUNGSWERKstadt in 2019 erneut steigern und haben die Zahl 200 dicht im Visier!“ Als Würdigung der geleisteten Arbeit und große Anerkennung für die Bemühungen am Standort Diez wertete Wernert die strategischen Überlegungen des Landes Rheinland-Pfalz, die jetzige Sektion Geriatrie am St. Vincenz-Krankenhaus Diez in der neuen Krankenhausplanung als eigenständige Abteilung auszuweisen (aktuell wird die Geriatrie unter dem Dach des Zentrums für Innere Medizin als Sektion geführt).
Ausdrücklich würdigten Guido Wernert und Martin Richard das Engagement der MitarbeiterInnen an allen drei Standorten: „Sie alle zeigen immensen Einsatz dafür, dass sich Patienten in Limburg, Diez und Hadamar wohlfühlen können und beste Behandlung erfahren.“ 

Nach der programmatisch-informativen Einführung blieb vor allem das gelungene Bauprojekt Talbau im Brennpunkt - auch symbolisch: Er stehe sinnbildlich für den Anbruch einer neuen Zeit, für Innovation und Moderne, hieß es. Wo genau die Kosten in Höhe von rund 30 Millionen geblieben sind, was diese Investition für die Medizin auf dem Schafsberg bringt und welche Neuerungen hier implementiert wurden, darüber wurden die rund 120 Gäste des Empfangs - Vertreter aus Politik und Gesellschaft, Vereinen und Verbänden, Selbsthilfegruppen – aus erster Hand informiert: MitarbeiterInnen, die bereits seit rund vier Monaten im Talbau Patientenversorgung leisten, nahmen die Besucher mit auf einen virtuellen Rundgang durch die einzelnen Fachbereiche. Ebenso authentisch wie detailliert informierten sie darüber, welche neuen Möglichkeiten der Talbau bietet und welche konkreten Verbesserungen im klinischen Ablauf sowohl für die Patienten, als auch die Mitarbeiter hier etabliert wurden. Mit viel Esprit und ingeniös moderiert durch den Ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Thomas Neuhaus, demonstrierten die verschiedenen Protagonisten die Benefits der jeweiligen medizinischen Disziplinen. Das Spektrum reichte von der enormen Verbesserung der Rettungswege, über optimierte Abläufe, mehr Raum und mehr Intimsphäre und Tageslicht in der Zentralen Notaufnahme über die neuen Möglichkeiten der radiologischen Diagnostik auf High-End-Level bis hin zu den großzügigen Aktivierungsbereichen für neurologische Patienten, den automatischer Lifter und den Wecklauf-Alarm für demente, desorientierte Patienten. Alles in allem die eindrucksvolle Demonstration eines schlüssigen und stringent umgesetzten Betriebskonzeptes, wie es insbesondere der Leiter des Notarztstandortes und Leiter der Zentralen Notaufnahme, Dr. Peter Sahmer, auf den Punkt brachte: „Bei diesem Bauprojekt ging es nicht nur um Steine und Mörtel, es ging um ein Gesamtkunstwerk!“

++++ Zahlen  +++ Daten ++++ Fakten ++++

Mit rund 1700 MitarbeiterInnen an den Standorten Limburg, Diez und Hadamar bleibt die Krankenhausgesellschaft größter Arbeitgeber der Region. Die Zahl der ambulanten Behandlungen sowie die Zahl stationär behandelter Patienten stieg auch im Jahr 2018 weiter: von 54.024 in 2017 auf 55.336 in 2018 (ambulante Patienten) und von 21.992 in 2017 auf 22.511 in 2018 (stationäre Patienten jeweils inclusive Geburten). Die Zahl der Geburten erhöhte sich von 1.421 auf 1.581. Auch die Zahl der Notfallpatienten stieg deutlich, sowohl in Limburg, als auch in Diez: von 29.718 auf 34.840 (Limburg) sowie von 6.950 auf 7.198 (Diez). Auch beim Umsatz ist ein Plus zu verzeichnen: von 103 Millionen Euro im Jahr 2012 bis  auf rund 147 Millionen Euro im Jahr 2018.