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Update und Abstimmung: „Gemeinsam stark machen für Krankenhäuser im ländlichen Raum!“

Die Förderung der Krankenhäuser im ländlichen Raum ist ihr gemeinsames Anliegen: Frank Puchtler, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, und Guido Wernert, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH, stimmen sich regelmäßig eng ab wenn es darum geht, die Situation gerade der kleinen und mittleren Krankenhäuser zu verbessern. Anregungen und konstruktive Verbesserungsvorschläge aus dem St. Vincenz-Krankenhaus Diez finden so auch auf kurzem Dienstweg direkten Eingang in die Beratungen der Kreisgesundheitskonferenz des Rhein-Lahn-Kreises, die sich unter Leitung von Landrat Frank Puchtler den ständig wachsenden Herausforderungen der regionalen Kliniken offensiv annimmt. Ein Engagement, das künftig durch die Etablierung eines Kreisgesundheitsmanagers noch verstärkt werden soll, wie Puchtler dem Krankenhausgeschäftsführer erläuterte.

Die Interessen der Bürger:innen im Blick auf wohnortnahe, qualitativ hochwertige medizinische und pflegerische Gesundheitsversorgung haben bei den Beratungen dieses Gremiums absoluten Vorrang - gleichzeitig thematisiert die Konferenz die überbordenden stark reglementierenden Kriterien des Bundes für Krankenhäuser und Praxen.Daher ist dem Landrat die Perspektive aus der unmittelbaren Praxis wichtig: „Hier manifestieren sich viele vom Gesetzgeber geschaffene Fehlanreize: Neben der schon gewohnten Dauerbenachteiligung durch das Abrechnungssystem gesellen sich nun pandemiebedingt weitere Nachteile hinzu.“

Es seien gerade auch die kleinen und mittleren Häuser, welche großen Kliniken während der Pandemie den Rücken freihielten und eine wichtige Rolle im Versorgungsgeschehen einnähmen. Bei den Sicherstellungszuschlägen dürften sie nun nicht leer ausgehen, so Puchtler. „Gemeinsam machen wir uns stark für die Kliniken im ländlichen Raum“, konstatiert er übereinstimmend mit Geschäftsführer Guido Wernert. Als Anerkennung für die Leistungen der Grundversorgung plädierten beide für einen bundesweiten Solidarausgleich, der auch kleinere  Krankenhäuser einschließt. Eine klare Absage erteilten beide der teils bereits offen geführten Diskussion zu kalter Strukturbereinigung unter den Krankenhäusern auf dem Land: „Wir brauchen keinen ungesteuerten oder planwidrigen Strukturwandel, der bedarfsnotwendige Versorgungsstrukturen zerstört. Vielmehr müssen begrenzte Ressourcen sinnvoll genutzt werden,“ so Puchtler und Wernert.

Einig waren sich beide auch darin, dass sich Strukturen und Prozesse innerhalb der verschiedenen Sektoren und  Versorgungsbereiche grundlegend verändern müssen: „Wir brauchen Flexibilität und weniger Reglementierung, um Leistungsfähigkeit, Qualität und Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems auch künftig zu gewährleisten“. 

Nicht zuletzt die demografischen Entwicklungen seien hier herausfordernd und richtungsweisend zugleich. Eine Entwicklung, die man am St. Vincenz Diez klar erkannt und mit wegweisenden Strukturen beantwortet habe, bestätigte der Landrat. Es freue ihn, wie zielstrebig am St. Vincenz Diez Zukunft gestaltet und in enger Abstimmung mit dem starken Partner jenseits der Landesgrenze, dem St. Vincenz Limburg, nicht nur realisiert, sondern auch weiter entwickelt und voran getrieben werde. Diese enge Vernetzung und die Koordinierung aus einer Hand sei vorbildlich.