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Unterstützung für die Ukraine: Medizinprodukte und Arzneimittel auf dem Weg nach Lwiw

Operative Vernetzung regionaler Unternehmen: Krankenhausgesellschaft St. Vincenz unterstützt Initiative des Tetra-Pak-Teams Limburg.

Der Krieg in der Ukraine eskaliert jeden Tag mehr. Die Solidarität mit den Menschen dort ist enorm – jeder möchte helfen, emotionale Verbundenheit und Wertschätzung zeigen und dem brutalen Angriffskrieg nicht tatenlos zuschauen. Neben den großen Hilfsorganisationen engagieren sich zahlreiche Unternehmen, jetzt auch die Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH: Spontan sicherte die Krankenhausleitung Unterstützung für eine Anfrage Leitender Mitarbeiter des Tetra Pak Standorts Limburg zu. Fünf Paletten mit Arzneimitteln und Medizinprodukten, speziell auf die Situation im Kriegsgebiet abgestimmt, werden heute, Donnerstag 10. März 2022, ins ukrainische Lwiw (Lemberg) transportiert.

Operative Vernetzung regionaler Unternehmen für die Menschen in der Ukraine: V.l.n.r.: Chefapotheker Christian Hacker, Einkaufsleiter Reiner Grundke, Borys Svanchow, der Vorsitzende des deutsch-ukrainischen Vereins Rhein-Dnipro, Logistikleiter Viktor Bondarenko, Werkstadtleiter Sergii Ulchenko, beide Tetra Pak Standort Limburg, und der Fahrer der mit dem Transport beauftragten Spedition Stähler.

Die Zentralapotheke des St. Vincenz ist regelhaft  auch für die Versorgung im Not- und Katastrophenfall gerüstet, jederzeit müssen entsprechende Mengen an Infusionslösungen und Notfallmedikamenten für solche Ausnahmesituationen verfügbar sein. Dass solche Medizinprodukte einmal für einen Krieg in Europa Verwendung finden könnten, diese Situation lag außerhalb jeglicher Vorstellungskraft. Jetzt setzten sich die leitenden Experten für Pharmazie und Logistik zusammen, um  sinnvolles Material für die medizinische Erstversorgung im Kriegsgebiet zu definieren: Chefapotheker Christian Hacker und Einkaufsleiter Reiner Grundke stellten diverse Produkte zusammen, die insbesondere auch für die Versorgung von Schussverletzungen benötigt werden: Infusionssysteme, Volumenersatzmittel für hohe Blutverluste, steriles Einmalbesteck, Kompressen und Wundreinigungsmaterial, aber auch blutstillende Arzneimittel, Schmerzmittel und Breitband-Antibiotika wurden auf insgesamt fünf Paletten auf den vom Tetra Pak-Team organisierten LKW geladen.

Beiden ist dies auch ein persönliches Anliegen: „Wir verurteilen den Angriff auf Freiheit und Menschenrechte in der Ukraine aufs Schärfste und freuen uns, in operativer Vernetzung mit Tetra Pak sehr gezielt helfen zu können“, so Hacker und Grundke. Vor allem die Tatsache, dass der Vertriebsweg über Tetra Pak gesichert ist, freut das Leitungsteam im Logistikzentrum MediLog.

Der Werksleiter der Tetra Pak-Produktion am Standort Limburg, Sergii Ulchenko, und Logistikleiter Viktor Bondarenko sind Ukrainer und unmittelbar von der fürchterlichen Tragödie in ihrem Land betroffen. Ihre  Familienangehörigen, wie Eltern, Brüder, Söhne und auch Freunde befinden sich zum Teil noch in Kiev und anderen gefährdeten Städten. Gemeinsam mit Borys Svanchow aus Altendiez, dem Vorsitzenden des deutsch-ukrainischen Vereins Rhein-Dnipro, organisieren sie die Lieferung der dringend benötigten Medizinprodukte  über sichere Transportwege in die Ukraine. Borys Svanchow: „Die dunkelste Stunde für die Ukraine und ganz Europa hat am 24. Februar 2022 begonnen. Russland hat ein blühendes, demokratisches Land angegriffen. Jeder, der nicht gleichgültig ist, kann sofort helfen.“ Jederzeit steht er zur Verfügung, um weitere Hilfsprojekte zu vermitteln und Unterstützungsangebote von Bürger:innen konkret umzusetzen. Weitere Informationen:

Rhein-Dnipro Deutsch-Ukrainischer Verein
Vorsitzender Borys Svanchov
Kontakt: 0178.176 20 75
IBAN: DE80577513101000378040
BIC: MALADE51AHR
PayPal: rheindnipro(at)gmail(dot)com
E-Mail: rheindnipro(at)gmail(dot)com