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Starker Start für kleine Helden - Frühe Geschichten zum Weltfrühgeborentag

Lukas Jamie wog 2250 Gramm, als er sechs Wochen zu früh zur Welt kam. Nicht viel mehr als sein Kuschelhase, der ihn von Beginn an begleitet hat. Wie er kommt jedes zehnte Baby zu früh auf die Welt. Behandelt und betreut wurde Lukas Jamie in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am St. Vincenz-Krankenhaus, wo das engagierte Team aus medizinischem und pflegerischen Fachpersonal unter Chefarzt Dr.* József Korcsik die betroffenen Familien mit großem Mitgefühl und Engagement unterstützt und die Achterbahnfahrten einer Frühchen-Reise hautnah miterlebt.

Das Team der Kinderklinik mit Chefarzt Dr. Joszef Korcsik (4.v.t.).

Um auf die Besonderheiten, Probleme und Sorgen von Frühgeborenen und ihrer Familien aufmerksam zu machen, wird jedes Jahr am 17. November der Weltfrühgeborenentag begangen – auch in der St. Vincenz-Kinderklinik. Dort wurden in diesem Jahr 147 Neugeborene behandelt, davon waren 29 Frühgeborene. 32 Babys hatten ein Geburtsgewicht zwischen 1.500-2.500 Gramm. Im Jahr zuvor waren es insgesamt 55 Frühgeborene. Das Neugeborene mit dem kleinsten Gewicht in 2022 wog 1.780 Gramm, in 2021 wog das Baby mit dem geringsten Gewicht gerade einmal 1.560 Gramm.

Die meisten Frühgeborenen kommen als sogenannte „späte“ Frühgeborene vermeintlich „nur“ wenige Wochen vor dem errechneten Termin zu Welt. Dennoch haben auch sie im Vergleich zu reif geborenen Kindern vermehrt mit Anpassungsproblemen und erhöhter Infektanfälligkeit zu kämpfen. „Die Probleme und Risiken für die weitere Entwicklung dieser Kinder werden nicht adäquat wahrgenommen – auch deshalb beteiligen wir uns am Weltfrühgeborenentag. Es ist richtig und wichtig, die Belange von Frühgeborenen und ihren Familien ins Blickfeld zu rücken“, so Chefarzt Dr.* József Korcsik.

Seit einem Jahr gibt es am St. Vincenz eine intensivmedizinische Einheit mit sechs Intensivplätzen, auf denen  Frühgeborene ab der 32. Schwangerschaftswoche und einem Geburtsgewicht von über 1500 Gramm invasiv behandelt werden können. Die Früh- und Neugeborenenversorgung wird in enger Zusammenarbeit mit der Frauenklinik durchgeführt und ist als „Perinataler Schwerpunkt“ klassifiziert. Bei Früh- und Risikogeburten oder auch bei unverhofft auftretenden geburtshilflichen Notfällen stehen  rund um die Uhr ein Arzt der Kinderklinik und eine Kinderkrankenschwester zur sofortigen Versorgung des Neugeborenen zur Verfügung.

Als die Initiatoren den Weltfrühgeborenentag im Jahr 2008 ins Leben riefen, wählten sie die Farbe Violett als universelles Symbol und Wiedererkennungsmerkmal. Eine gute Wahl, findet auch Chefarzt Dr. Korcsik: „Die violette Farbe symbolisiert Hoffnung, Glauben, Ermutigung und Mitgefühl – das passt perfekt zur Bedeutung und zur Botschaft dieses Tages.“ Auch die „frühe“ Geschichte von Lukas Jamie macht Mut, bestärkt ihn und sein Team in ihrem Engagement: Lukas Jamie ist heute zwei Jahre alt, seine große Leidenschaft sind Traktoren. Passend dazu ist auch sein Lieblingslied der Song vom kleinen roten Traktor. Auch Tiere findet er super – ganz besonders aber sein Kuschel-Schaf und seinen Kuschel-Hasen. Und den hat er mit seinem aktuellen Gewicht natürlich längst überholt: Er futtert am liebsten Erdbeeren und wächst und gedeiht überdurchschnittlich…

* Der Weltfrühgeborenentag hat die EFCNI, die European Foundation for the Care of Newborn Infants, gemeinsam mit verschiedenen Elterngruppen im Jahr 2008 ins Leben gerufen.
* dr. med./SZTE