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S3-Leitlinie: Ein Up-Date für neue Behandlungspfade

Prof. Dr. Anlauf zum Experten für die Überarbeitung neuer Therapieleitlinien der Bauchspeicheldrüsenentzündung berufen.

Prof. Dr. Martin Anlauf.

Erneut ehrenvolle Reverenz für Prof. Dr. Martin Anlauf: Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) und die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS)  beriefen ihn jetzt zum Experten für die Überarbeitung der S3-Leitlinie „Akute und chronische Pankreatitis“. Gemeinsam mit Prof. Dr. Irene Esposito von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  und zahlreichen weiteren klinischen Vertretern wird sich der Pathologe dem Update dieser Leitlinie widmen, welche im deutschsprachigen Raum richtungsweisend sein wird in der Behandlung von akuten und chronischen Entzündungen der Bauchspeicheldrüse.Insbesondere die akute Pankreatis ist ein potentiell lebensbedrohliches Krankheitsbild, das Zeitfenster für Diagnostik und Therapie relativ kurz. Die chronische Pankreatitis hat meist einen langwierigen Verlauf und ist in vielen Fällen sehr schwierig sicher zu diagnostizierten. Von daher hat die der Erarbeitung der Leitlinien große Bedeutung. Die Fachgesellschaften setzten bei der Berufung der beiden Experten auf die Entwicklung neuer investigativer Diagnostik- und Therapiepfade sowie Behandlungsstrategien für dieses schwierige Krankheitsbild. “Das ist ein schönes Beispiel dafür, dass man auch an einem nicht universitären Standort einiges in Bewegung setzen kann“, kommentiert Prof. Anlauf seinen neuen wissenschaftlichen Auftrag. Die Empfehlungen der S3-Leitlinie werden sich an alle an der Diagnostik und Therapie beteiligten Facharztgruppen im ambulanten und stationären Bereich richten und sollen dazu dienen, eine optimale medizinische Betreuung der Patienten zu erreichen.Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass die Pathologie eine entscheidende Rolle in der Krankenversorgung und in der Qualitätssicherung der Medizin einnimmt. Therapiefortschritte in den verschiedensten Bereichen sind der ebenso umfangreichen wie detailliert-akribischen Spurensuche der Pathologen zu verdanken, welche insbesondere im Bereich der Tumortherapie als Partner der anderen medizinischen Disziplinen eine unverzichtbare Schlüsselrolle einnehmen. So wird zum Beispiel jede klinische Verdachtsdiagnose auf einen bösartigen Tumor durch eine Gewebsuntersuchung des Pathologen gesichert oder aber auch entkräftet. Patienten nehmen die Fachärzte für Pathologie  zwar selten direkt wahr – dennoch sind diese ganz elementar an ihrer Behandlung und Heilung beteiligt.Prof .Dr. Anlauf gehört dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) für Pathologie, Zytologie und Molekularpathologie an, welche dem St. Vincenz-Krankenhaus als eigenständiges Institut angegliedert ist und eng mit dem Onkologischen Schwerpunkt kooperiert. Seit 1989 ist die Praxis auf dem Schafsberg etabliert. Das Team betreut Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte sowohl aus der Region als auch aus benachbarten Kreisen und besteht aus insgesamt 14 Ärzten, die gemeinsam mit drei weiteren Instituten für Pathologie und Dermatologie innerhalb des mittelhessischen Netzwerkes für Pathologie eng zusammenarbeiten. 
Erst im vergangenen Jahr war Prof. Anlauf von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Mitautor eines onkologischen Standardwerks ernannt worden. Darin waren international geltende Standards in der Grundlagenforschung aller Tumore des menschlichen Körpers nach den verschiedensten Kriterien definiert worden. Der in Diez lebende Pathologe ist in seiner Funktion als Advisory Board Mitglied der Europäischen Gesellschaft für NET zudem Mitherausgeber der internationalen Leitlinien zur Diagnostik und Therapie von NET (Neuroendokrinen Tumoren). Darüber hinaus ist er Mitglied der S2-Leitlinienkommission NET der Deutschen Gesellschaft für Verdauungskrankheiten sowie im Beirat der AG Gastroenterologische Pathologie der Deutschen Gesellschaft für Pathologie und der Patientengruppe NET. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde Prof. Anlauf u.a. mit dem Rudolf Virchow Preis der Deutschen Gesellschaft für Pathologie sowie von der Europäischen Gesellschaft für Pathologie und der US-Kanadischen Akademie ausgezeichnet.