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Nikolausüberraschung für Vincenz-Kinder: Strick-Initiative sendet handgemachte Mutmach-Geschenke

„Kinder, stellt die Stiefel raus, morgen kommt der Nikolaus“, so heißt es im allseits beliebten Kinderlied von Rolf Zuckowski. Doch die kleinen Patient:innen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am St. Vincenz-Krankenhaus konnten ihre Stiefel in diesem Jahr weder putzen noch vor die heimische Haustür stellen. Dank der Strickgruppe „Gutes Tun von Netten für Nette“ wird ihnen dennoch ein schöner Nikolausmorgen beschert.

Voll gepackte Kisten mti selbstgestrickten Mutmachgeschenken nahm ein Team aus Ärzt:innen und Pflegerinnen stellvertretend für die kleinen Patient:innen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Empfang.

Mehrere vollgepackte Kisten mit allerlei gestrickten Mutmach-Geschenken brachte Annette Gebhardt, Initiatorin der Gruppe, kurz vor dem Nikolaustag auf dem Schafsberg vorbei und übergab sie einem Team der Kinderklinik. Mützen, Taschen, gestrickte Weihnachtsmänner und gehäkelte Oktopusse sollen den jungen Patient:innen eine Freude bereiten und Trost spenden. Auch wenn der Oktopus auf den ersten Blick nicht in die Reihe der weihnachtlichen Geschenke passt, so haben gerade diese Kraken für die kleinsten Patient:innen eine ganz besondere Bedeutung: Gerade bei Frühchen ist der Greifreflex besonders stark ausgebildet. Eingekuschelt in den Inkubator auf der Kinderintensivstation sorgen die gehäkelten Tintenfische dafür, dass sich Frühgeborene nicht an den Schläuchen, die sie mit Sauerstoff und Nahrung versorgen, festhalten oder daran ziehen. Denn das Ziehen an den Schläuchen ist nicht nur gefährlich, sondern auch schmerzhaft. Liegt ein Oktopus in greifbarer Nähe, können sich die Frühchen an den Tentakeln festhalten.

Das ärztliche und pflegerische Team der Kinderklinik dankte Annette Gebhardt, stellvertretend für alle Näher- und Strickerinnen, herzlich für ihr ehrenamtliches Engagement und versprachen, die Geschenke pünktlich am Morgen des 6. Dezembers an alle kleinen Patient:innen zu verteilen. So könnten sich die Kinder, gerade an diesem für sie ganz besonderen Tag, über eine kleine Überraschung freuen. Gebhardt war es ein besonderes Anliegen, Mutmachgeschenke die Limburger Klinik zu gestalten, denn die Initiative „Gutes Tun von Netten für Nette“ hat eine ganz besondere Verbindung zum St. Vincenz: Vor knapp zwei Jahren war Gebhardt hier selbst für längere Zeit Patientin. Gegen die Langweile fing sie damals an Mützen für Krebspatient:innen zu stricken. Ihre Entlassung aus dem Krankenhaus war für die in Ohren lebende Rentnerin dann aber kein Grund, ihr ehrenamtliches Projekt zu beenden. Ganz im Gegenteil: Sie konnte sich sogar noch breiter aufstellen. Inzwischen stricken, nähen und häkeln über 40 Frauen aus dem Goldenen Grund und Umgebung ein breit gefächertes Sortiment für verschiedene Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen im Rhein-Main Gebiet und Mittelhessen - alles ehrenamtlich und aus gespendeten, hochwertigen Materialien. Neben den jüngsten Patient:innen, werden Krebspatient:innen sowie Demenz- und Palliativpatient:innen von den engagierten Damen mit verschiedenen selbstgemachter Kuschelware  versorgt. Auch für Obdachlose und Bedürftige fertigen die „Guten“, besonders in der kalten Jahres Zeit, „warme Mützen, Schals und Decken an. „Wir stricken, nähen und häkeln mit Leidenschaft gerne für jeden, der Bedarf hat“, fasst Gebhardt den Kern ihrer Arbeit zusammen.