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Neue Therapien gegen Inkontinenz und Senkungsleiden

„Gesund vor Ort“ zum Thema Harninkontinenz

Reduzieren sich Ihre sozialen Kontakte? Trauen sie sich nicht mehr zum Sport? Gehen Sie nicht mehr ins Theater oder Kino? Ziehen Sie sich in Ihre Wohnung zurück? Aus Scham vermeiden es viele Patientinnen oft, ein sehr spezielles Problem anzusprechen: die Harninkontinenz. Dabei leiden in Deutschland ca. fünf Millionen Frauen vorübergehend oder dauerhaft an Harninkontinenz und Blasenbeschwerden. Dazu zählt jede dritte Frau über 55 Jahre, aber auch jüngere Patientinnen, beispielsweise auch nach Entbindungen. Betroffene brauchen sich jedoch nicht mit diesem Leiden abzufinden. Gibt es schließlich heute viele effektive Behandlungsmöglichkeiten, dieser tabuisierten Krankheit zu begegnen. „Moderne Therapie der Harninkontinenz und Senkung“ lautet auch das Thema des nächsten Vortrags im Rahmen der Reihe „Gesund vor Ort“ am Donnerstag, 7. Dezember 2017 um 19 Uhr im Hotel Lahnschleife Weilburg. Dr. Winfried Obermeier, Leitender Oberarzt der Frauenklinik des St. Vincenz-Krankenhauses, informiert über die aktuellen Therapieoptionen. 

Harninkontinenz gilt aus den oben skizzierten Gründen immer noch als Tabu-Thema. Betroffene sind oft auf Windeln angewiesen, aus Sorge vor peinlichen Situationen reduzieren sich die sozialen Kontakte. Viele trauen sich nicht mehr zum Sport, verzichten auf den geliebten Kegelabend, gehen nicht mehr ins Kino, vermeiden Besuche bei Freunden und ziehen sich aus Scham völlig in die eigenen vier Wände, immer in der Nähe der eigenen Toilette, zurück. Häufig wird auch das Leben in der Partnerschaft empfindlich belastet. Selbst im engeren Bekanntenkreis trauen sich Betroffene oft nicht, das Problem anzusprechen und scheuen oft sogar davor zurück, sich einem Arzt anzuvertrauen. Schamgefühl und Ängste, insbesondere auch vor eventuell erforderlichen ärztlichen Maßnahmen, sind vielfach die Ursachen, aktuelle Behandlungsmöglichkeiten meist unbekannt. Umso wichtiger ist es, betroffenen Frauen die Scheu zu nehmen und über die modernen Möglichkeiten von Diagnostik und Therapie dieses Krankheitsbildes zu informieren. Denn mit Hilfe moderner Diagnostik und Therapie kann sehr gute Lebensqualität wiederhergestellt werden. Und hierfür muss nicht immer geschnitten werden: oft kann durch einfache konservative Maßnahmen das Leiden deutlich gelindert werden. Viele Kriterien müssen hierbei beachtet werden. Daher sind die richtige Diagnose und die Einleitung der dazu passenden Therapie von großer Bedeutung. Wird dennoch ein operativer Eingriff erforderlich, kann den Patientinnen mit  Hilfe von Netzimplantaten und neuartigen Zugangswegen sehr schonend und meist unter Vermeidung eines Bauchschnittes geholfen werden.

Betroffene, Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen, im Anschluss an den Vortrag ist Gelegenheit, auch ganz persönliche Fragen mit dem Gynäkologen zu diskutieren.