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Namensgeberin und Schutzpatronin, Verantwortung und Vorbild

Stiftung feiert Anna-Namensfest mit Gottesdienst und Segnung der neuen Skulpturengruppe. Anlässlich des Namenstages der Heiligen Anna weihte die Stiftung Sankt Anna Hadamar eine neue Figurengruppe mit der Schutzpatronin des Hauses, der Heiligen Anna, und der Gottesmutter Maria am Gesundheitszentrum St. Anna ein – sie stehen symbolisch für den eigentlichen Zweck des Ortes und der Einrichtung, die Gelegenheit geben sollen für Begegnung, Menschlichkeit und Zuwendung. Die St. Anna-Stiftung ist Trägerin des Hauses.

Segnete die neue Figurengruppe am Gesundheitszentrum St. Anna: Bezirksdekan Pfarrer Andreas Fuchs, der gleichzeitig auch stellvertretender Vorsitzender der Sankt Anna-Stiftung ist.

Zahlreiche Besucher und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Hadamar, Limburg und der Region nahmen an der Einweihung teil, darunter auch der Vorsitzende der Stiftung, Bürgermeister Michael Ruoff, der Ärztliche Direktor des St. Vincenz-Krankenhauses Prof. Dr. Thomas Neuhaus, Chefarzt Dr. Thomas Heß sowie Dr. Christian Barnikel und Dr. Heike Weber als Vertreter der im Gesundheitszentrum St. Anna niedergelassenen Ärzte.

Zahlreiche Besucher und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Hadamar, Limburg und der Region nahmen an der Einweihung teil, darunter auch der Vorsitzende der Stiftung, Bürgermeister Michael Ruoff, der Ärztliche Direktor des St. Vincenz-Krankenhauses Prof. Dr. Thomas Neuhaus, Chefarzt Dr. Thomas Heß sowie Dr. Christian Barnikel und Dr. Heike Weber als Vertreter der im Gesundheitszentrum St. Anna niedergelassenen Ärzte. Im Rahmen des Festaktes segnete Bezirksdekan Pfarrer Andreas Fuchs, der zudem stellvertretender Vorsitzender der St. Anna-Stiftung ist, die beiden Skulpturen. Als Konzelebranten stand ihm sowohl bei der Einsegnung als auch beim anschließenden Festgottesdienst mit Pfarrer i.R. Dieter Lippert, der ehemalige Bezirksdekan, und der Franziskanerpater Bozo zur Seite. 
Die Heilige Anna sei Namensgeberin und Schutzpatronin des St. Anna Gesundheitszentrums und der St. Anna-Stiftung. „Ihrem Namen und ihrem Vorbild fühlen wir uns verpflichtet“, so Pfarrer Fuchs. Dies umfasse mütterliche Sorge, Erziehung, Bildung sowie ein Gefühl von „Familie und Heimat“ zu geben in dem Umfang, wie das im Gesundheitszentrum möglich ist. Bei der neuen Gestaltung des Außengeländes, so betonte er, sei es den Verantwortlichen der Stiftung wichtig gewesen, bereits auf dem Weg ins Gesundheitszentrum einen Platz zu schaffen, der zur Begegnung einlädt. In der Figurengruppe der Heiligen Anna als Mutter und der Heiligen Maria als ihrer Tochter werde dies deutlich. Gedacht sei der Platz als Begegnungsstätte für die verschiedenen Gruppen von Menschen, die dieses Haus mit Leben füllen: Menschen, die am St. Anna arbeiten, Menschen, die als Patienten herkommen und die Menschen, die hier in Wohngruppen und im Hospiz wohnen. Deshalb sei die Figurengruppe so platziert worden. Sie sollte nicht nur rollstuhlgerecht zugänglich sein, sondern auch den Bewohnern die Möglichkeit bieten, die beiden Heiligen stets im Blick zu haben. Die Figuren aus Eisen sind ein Werk des Bildhauers Karlheinz Oswald. Der in der Schweiz lebende Bildhauer stammt aus Rheinland Pfalz und hat zahlreiche Skulpturen des öffentlichen Raums kreiert, darunter auch Porträts bekannter Persönlichkeiten. Kunstkenner attestieren ihm „Figuren zwischen Wirklichkeit und Erfindung“: Von ihm stammt u.a. auch die Skulptur des Namenspatrons des Limburger Krankenhauses, des Hl. Vincenz. Darüber hinaus ist der Bildhauer den Limburgern durch die Skulptur „Der Tanz“ von 1990 bekannt, die in der Limburger Altstadt steht und die Freude der Limburger nach der überstandenen Pest im Mittelalter versinnbildlicht. Im Anschluss an die Einsegnung fand ein feierlicher Gottesdienst in der Krankenhauskapelle statt, der musikalisch vom Kirchenchor „Cäcilia Harmonie“ Niederhadamar gestaltet wurde, die Orgel spielte Frank Opper. 
Michael Ruoff, als Bürgermeister von Hadamar auch Vorsitzender der St. Anna-Stiftung, würdigte die Bedeutung des Hauses für die Region. „Im 190. Jahr seit Gründung der Stiftung begehen wir heute den Namenstag unseres Hauses“, so Ruoff. „Dieser Namenstag, den wir im letzten Jahr erstmals gefeiert haben, soll die Identität und Verbundenheit des gesamten Hadamarer Landes mit dem Gesundheitszentrum St. Anna stärken.“ Die Einrichtung biete Leistungen zur ambulanten medizinischen und pflegerischen Versorgung. Zudem seien hier das erste Hospiz des Landkreises Limburg-Weilburg etabliert sowie verschiedene Facharztpraxen und die Sozialstation des Caritasverbandes. „Mit insgesamt 17 Ärzten in neun Facharztpraxen sind heute hier mehr Mediziner angesiedelt als im ehemaligen Krankenhaus Hadamar.“ Mittlerweile würden auch andere Kommunen und der Kreistag erkennen, wie schwierig die ärztliche Versorgung in Zukunft auf dem Land wird. „Durch die Tätigkeit unserer Stiftung konnten wir hier im Herzen von Hadamar schon vor über zehn Jahren ein modernes MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) gründen, welches mittlerweile auch Praxen in Limburg führt.“  
Mit der Einweihung des ersten Bauabschnittes des neuen Außenbereiches, insbesondere mit der Figurengruppe der Heiligen Anna und der Gottesmutter, solle dokumentiert werden, dass es nicht nur darum gehe, ein Haus, eine Immobilie, mit einer guten Ausstattung und guten Ärzten zur Verfügung zu stellen, sondern auch für eine gute Atmosphäre und Möglichkeiten des Verweilens auf dem gesamten Gelände zu sorgen. Ganz im Sinne des Stifters Franz Gensler werde die katholische Stiftung an diesem Ort auch weiterhin das Geistliche, das Religiöse, aber auch die Solidarität fördern. Patienten, Bewohnern, Angehörige und Mitarbeiter sollen in dieser Hauskapelle aus dem Jahre 1706 Gelegenheit zur Besinnung und Ruhe bekommen - sowohl konfessions- als auch religionsübergreifend. Deshalb habe man im letzten Jahr mit der Renovierung der Kapelle begonnen und in einem ersten Bauabschnitt den Turm, das Dach einschließlich Tragwerk sowie Elektro- und Blitzschutz für bisher insgesamt 173.000 Euro Instandgesetzt. In einem zweiten Bauabschnitt folge die Innenrenovierung der Kapelle mit geschätzten 300.000 Euro Kosten. Vom Bistum habe man einen Zuschuss von 50.000 Euro für die Bauarbeiten bekommen, die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hadamar bewilligte für die Baumaßnahmen einen Zuschuss von 20.000 Euro. 
„Das alles tun wir, um im Sinne des Stifters zu helfen, dass die medizinische Versorgung und des Hospizes hier im ländlichen Raum sichergestellt wird“, so Ruoff weiter. Für all diese Maßnahmen, die nicht über die medizinischen Budgets abrechenbar sind, sei die Stiftung dringend auf Sponsoren und Förderer angewiesen. Aus diesem Grunde finde in diesem Jahr das erste St. Anna-Konzert in der Schlossaula statt: am Freitag, 18. Oktober, mit den Nice-Guys Eschhofen. Darüber hinaus plane man im Herbst einen Berufsbildungstag zur „Förderung des Interesses an Pflegeberufen.