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„Nachhaltiges Wachstum als Grundpfeiler der Patientenversorgung“

Rückschau und Ausblick beim Neujahrsempfang der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz. Wir sind niemals am Ziel, sondern immer auf dem Weg“ – diese Worte des Hl. Vincenz von Paul standen wie ein Leitmotiv über dem Neujahrsempfang der Krankenhausgesellschaft. Worte, die dafür stehen, was in den Einrichtungen des Unternehmens oberste Maxime ist: Patienten auch in schwierigen Zeiten optimal zu versorgen, wie es der Verwaltungsratsvorsitzende der Krankenhausgesellschaft, RA Erwin Reuhl, nachdrücklich und unmissverständlich deutlich machte.

"Baby-Leo", das Bettchen im Vordergrund, verwies auf den Themenschwerpunkt und die eigentlichen Protagonisten des Abends: die Vorstellung des Teams der Kinderklinik.

Rück- und Ausblick auf ein bewegtes Jahr: der Ärztliche Direktor Dr. Thomas Heß, Verwaltungsratsvorsitzender RA Erwin Reuhl, Pflegedirektorin Martina Weich, das Chefarzt-Duo Dr. Doris Fischer und Prof. Dr. Alex Veldman, und Geschäftsführer Guido Wernert.

Impressionen vom Neujahrsempfang in der Vincenz-Cafeteria.

Sie gestalteten den Abend musikalisch: Judith Huba-Schimanowski am Violoncello und Dorottya Ujlacki an der Violine. Beide sind Instrumentalpädagoginnen an der Kreismusikschule Limburg tätig. Rege Konzerttätigkeit führt beide regelmäßig ins In- und Ausland.

 

 

Von Anfang an sei man dafür angetreten, die regionale Versorgung zu sichern und nachhaltig zu optimieren. Bestärkt wurde dies durch das 2012 gesetzte Ziel,  die Gesundheitsregion Limburg-Weilburg nachhaltig gemeinsam zu entwickeln und zu festigen. In diesem Kontext sei schwerlich einzusehen, warum es in der Kreispolitik ernsthafte Bestrebungen gebe, den Lahn-Dill-Kliniken Anteile des  Kreiskrankenhauses Weilburg zu übertragen. Die Verantwortlichen der Krankenhausgesellschaft nähmen diese Entwicklung mit Besorgnis zur Kenntnis und bedauerten, in diesem Kontext nicht einmal ernsthaft gefragt worden zu sein. „Das verstehen wir nicht“, so der Verwaltungsratsvorsitzende, der aber gleichzeitig das Gesprächsangebot gegenüber dem Landkreis und dem Kreiskrankenhaus erneuerte.
Optimale Patientenversorgung auch in schwierigen Zeiten – dieser Herausforderung stelle man sich im St. Vincenz und hierfür übernehme man in den verschiedensten Bereichen Verantwortung. Gerade deswegen sei es auch der schlimmste Vorwurf, mit Problemen, welche sich in diesem Kontext in der Vergangenheit ergeben hatten, nicht ernsthaft umzugehen. „Das schlichte Gegenteil ist der Fall“, konstatierte Reuhl. Damit spielte er auf Zeitungsberichte an, welche der Krankenhausgesellschaft im Bereich der Zentralsterilisation basierend auf einem drei Jahre alten Gutachten gewissenhafte Prüfung und Gewährleistung der Patientensicherheit absprechen. Dem stellte der Verwaltungsratsvorsitzende zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung und Optimierung entgegen, u.a. die Zertifizierung des Bereichs sowie die selbst initiierte, erneute unangekündigte Überprüfung durch die staatliche Aufsichtsbehörden. Zu keinem Zeitpunkt habe es ernsthafte Gefahr für Leib und Leben von Patienten gegeben, so Reuhl. Mit Nachdruck trat er dem in der Presse vermittelten Eindruck entgegen, nicht alles in der optimalen Fürsorge der Patienten getan zu haben: Bestmögliche Versorgung, engagierter Einsatz für optimale Bedingungen in Sachen Patientensicherheit – das sind wir Ihnen und uns schuldig“, betonte Reuhl. 

„Standortsicherheit, wohnortnahe Versorgung und viel Wandel hier wie da“

Der Ärztliche Direktor des St. Vincenz, Dr. Thomas Heß, nannte zur Veranschaulichung dieses Engagements eindrucksvolle Zahlen. So liege die MRSA-Infektionsrate des St. Vincenz gerade einmal bei 1,8 Prozent im Gegensatz zum Bundesdurchschnitt von acht Prozent. Auch Sicht der Medizin skizzierte er die zahlreichen Entwicklungsthemen der Krankenhausgesellschaft: Die St. Vincenz-Kliniken  Limburg und Diez führe man zunehmend zueinander, um die Vorteile der beiden Standorte zu nutzen. Davon profitierten beide Seiten: Diez bringe Limburg Raum für Erweiterungsmöglichkeiten, vorhandene Infrastruktur könne sinnvoll genutzt werden. Die Vernetzung mit Limburg bringe Diez langfristige Standortsicherheit und den Patienten wohnortnahe Versorgungsangebote: „Die Patienten können sicher sein, dass sie in beiden Krankenhäusern die gleiche medizinische Behandlung bekommen – damit hat sich das Angebot für die Menschen in Diez und Umgebung deutlich verbessert.“ Gerade die Zusammenführung der Fachbereiche Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie und Innere Medizin in standortübergreifende Zentren berge sehr viel Synergiepotential. „Von alleine macht sich das alles nicht“, betonte Heß. „Das ist ein Weg nicht ohne Steine, da es auch viel Wandel hier wie da bedeutet.“ Als besondere Meilensteine auf dem Weg der Krankenhausgesellschaft im vergangenen Jahr stellte der Ärztliche Direktor die Ansiedlung der Geriatrie in Diez und das Angebot der Pädiatrie (Kinderheilkunde) als Hauptabteilung in Limburg heraus. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin von einer Beleg- zur Hauptabteilung neu zu etablieren bedeute unendliche Aufbauarbeit bei gleichzeitig sofort vorhandener Nachfrage nach einer 100prozentigen Lösung: „Diesen Spagat müssen unsere beiden neuen Chefärzte der Pädiatrie und ihre gesamte Mannschaft, insbesondere die Pflege, im Moment vollbringen.“

„Nelson Mandela hat Recht“

Prof. Dr. Alex Veldman, neben Dr. Doris Fischer Chefarzt der neuen Kinderklinik, verglich dies mit dem Start einer Rakete: „Wenn man sie zündet, muss sie auch fliegen.“ Man habe auf ein phantastisches Netzwerk der Belegabteilung zurückgreifen können. Gerade weil die Versorgung von Kindern dem Verwaltungsrat der Krankenhausgesellschaft so besonders wichtig sei, habe man dieses Angebot eben noch weiter ausbauen wollen – frei nach Nelson Mandela: „Es gibt kein ehrlicheres Bild der wesentlichen Werte einer Gesellschaft als die Art und Weise, in der die Kinder behandelt werden.“ Jedem Kind, das im St. Vincenz geboren werde, stehe seit Juli vergangenen Jahres rund um die Uhr ein Pädiater zur Seite. Seit dem 10. Juli 2017 habe man 795 Geburten betreut. Darüber hinaus habe man 630 kleine Patienten stationär und 1800 Kinder in der Notfallambulanz behandelt. Das Team, welches all das leistet, stellte Prof. Veldman im Bild vor. So stehen den beiden Chefärzten eine Oberärztin und sieben Assistenzärzte sowie 17 Krankenpfleger- und KinderkrankenpflegerInnen zur Seite. Besonderen Respekt zollte Veldman der Pflege: „Sie sind das Rückgrat der Kinderklinik, ohne die Pflege geht hier gar nichts!“ Gemeinsam, im Team von Medizinern und Pflegekräften, sei man auf dem von Vincenz von Paul skizzierten Weg unterwegs und nehme neue Ziele ins Visier, die sich möglicherweise im neuen Talbau verwirklichen lassen werden: etwa die Ambulanz für seltene Erkrankungen, der Aufbau einer Hämophilie-Ambulanz oder die kinderkardiologische Ambulanz. „Schwierige Wege und gewundene Pfade führen zu den schönsten Zielen“, meinte Veldman.

„Wir behandeln jetzt von Null bis Hundert!“

Für die außerordentliche Aufbauarbeit des pflegerischen Teams, sowohl bei der Versorgung der kleinen Patienten in Limburg als auch der geriatrischen Patienten in Diez, dankte Pflegedirektorin Martina Weich ganz besonders. „Wir behandeln nun von null bis hundert – das ist eine sehr große Herausforderung“, so die Pflegedirektorin. Damit dies auch in Zukunft gestemmt werden kann, löse die Krankenhausgesellschaft in 2018 ihr beim Neujahrsempfang vor einem Jahr geäußertes Versprechen ein, mehr für die Entwicklung des Pflegeberufs zu tun. Weich erläuterte den Umzug der Gesundheits- und Krankenpflegeschule, die am neuen Standort an der Holzheimer Straße in Limburg ab April auch einen zweiten Ausbildungskurs anbieten wird. „Dort wird es viele Möglichkeiten für junge Menschen geben, sich in pflegerischen Berufen weiter zu entwickeln“, betonte Weich.

Respekt und Anerkennung

Dass all diese Aktivitäten auf einer grundsoliden Basis stehen erläuterte Geschäftsführer Guido Wernert: „Zahlen, Umsatz sind nicht alles, aber sie zeigen die Entwicklung und das Leben einer Klinik.“ So habe man am St. Vincenz in den letzten sechs Jahren ein Umsatzwachstum von fast 50 Prozent zu verzeichnen: Gegen 103 Millionen im Jahr 2012 sei für 2018 mit um 146 Millionen Umsatz zu rechnen. Viele medizinische Angebote wurden zum Wohle einer bedarfsgerechten Versorgung platziert – bauliche und konzeptionelle Entscheidungen getroffen. Wernert sprach so von nachhaltigem Wachstum, welches diese Jahre geprägt habe. Damit gehe auch eine positive Entwicklung der Patientenzahlen einher: Hatten Diez und Limburg in 2016 gemeinsam noch 79551 Patienten aufzuweisen, so wuchs diese Zahl in 2017 auf 80.315 Patienten an. Dabei sei ein zunehmender Anteil ambulant behandelter Patienten zu verzeichnen. Konstanz und Kooperation seien die Basis dieser positiven Entwicklung, meinte Wernert. Dank zollte er denjenigen, die dies alles leisten: „Die Menschen, die hier rund um die Uhr an zwei Standorten sowie ambulant am Standort Hadamar für kranke Menschen im Einsatz sind, ganz gleich an welchem Platz, ihnen gilt unser besonderer Respekt und Anerkennung!“