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Kunst in Acryl: Ingrid Gerhard bringt Lebensfreude ins St. Vincenz

Lebensfreude – wem gönnt man sie mehr als den Patienten im Krankenhaus? Im vergangenen Jahr wurden allein 20.739 Menschen im St. Vincenz-Krankenhaus versorgt, so viel wie noch nie. Sie bekommen viel Besuch und da sind knapp 1.100 Beschäftigte, die keine leichten Aufgaben bewältigen. Ihnen allen etwas Lebensfreude ins Haus entgegenzubringen, das lag der Idee des früheren Chefarztes und Kunstfreundes Dr. Dieter Recken zugrunde, als er vor nunmehr 27 Jahren die Reihe „Kunst im Krankenhaus“ ins Leben rief.

Seitdem finden sich immer wieder kreative Frauen, Männer und auch Kinder, die Menschen im St. Vincenz an ihren Inspirationen teilhaben lassen. Jüngstes Beispiel ist Ingrid Gerhard. Die 46-Jährige aus Bendorf am Rhein, die seit 2002 mit ihrem Mann Klaus und zwei Kindern in Wallrabenstein lebt, hat ihre Lebensfreude nicht nur in Acryl gemalt. Die Autodidaktin versteht es ausgezeichnet, mit leuchtenden Farben ihre eigene Lebensfreude zum Ausdruck zu bringen.

„Lebensfreude, das ist mein Motto“, sagt sie, die mit Farben das Leben, die Natur und die Menschen verzaubern will. Seit vier Jahren nimmt Ingrid Gerhard mit weiteren Künstlern an dem Projekt „tArt-Orte“ teil, die eine ganze Region von Idstein und Hünstetten über Bad Camberg, Limburg und Runkel bis hin nach Weilburg die kulturelle Landschaft auf vielfältige Weise bereichern.

Nun haben der Förderkreis „Bildende Kunst Limburg e.V.“, der St. Vincenz-Verwaltungsrat gemeinsam mit der Stadt Ingrid Gerhard auf den Schafsberg geholt. Dort wurden sie, ihr Ehemann und die Besucher der Vernissage von der Kaufmännischen Direktorin Katja Streckbein begrüßt, die „Kunst im Krankenhaus“ als Beitrag zur Heilung der Patienten vorstellte. Hans-Joachim Krämer hieß alle namens des Förderkreises und der Stadt willkommen.

Kunst müsse nicht zwingend mit Auszeichnungen und hohen Preisen einhergehen wie jüngst bei der Versteigerung von Edvard Munch’s „Der Schrei“ für 120 Millionen US Dollar. Kunst liege immer im Auge des Betrachters, vieles lasse Raum für Interpretationen, so Klaus Gerhard in seiner Einführung. Jeder Einzelne sehe Kunst auf seine ganz individuelle Art und Weise. „Es ist aber auf jeden Fall eine Kunst, seine Gedanken, Eindrücke und Gefühle in Form und Farbe auszudrücken und somit Anregungen und Freude zu verteilen“, sagte Klaus Gerhard und bekräftigte: „Dies ist der Wunsch von meiner Frau.“

Sie lässt sich durch Urlaubserinnerungen, Zeitschriften und Fotos inspirieren. Sie lässt eindrucksvolle Landschaften, Menschen und Tiere, Blumenbilder und Szenerien entstehen und scheut auch nicht von maßgeschneiderten Arbeiten für die eigenen vier Wände ihrer Auftraggeber zurück. Auf diesem Weg gingen schon Werke der Lebensfreude in das europäische Ausland. Im St. Vincenz-Krankenhaus ist die Ausstellung von Ingrid Gerhard bis zum 27. März zu sehen.