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Künstliches Gelenk für Hüfte und Knie: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Orthopädie aktuell: Chefarztvortrag zu aktuellen Therapieoptionen bei Arthrose

 

 

Allen Unkenrufen zum Trotz: eine Operation bleibt die letzte aller therapeutischen Optionen bei arthrosebedingten Verschleißerscheinungen an Hüfte und Knie. Wenn aber alle therapeutischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, dann ist die Versorgung mit künstlichen Gelenken eine der erfolgreichsten Operationen der orthopädischen Chirurgie.

Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Fachgesellschaften und Chefarzt der Abteilung für Unfall- und Orthopädische Chirurgie mit einem Lehrauftrag an der Universität Heidelberg, seiner ehemaligen Alma mater: PD Dr. Joachim Hillmeier.

Früher oder später trifft es fast jeden: In Europa leiden ca. 13 Prozent der Bevölkerung über 60 Jahren an einer schmerzhaften Verschleißerkrankung des Kniegelenkes, rund zehn Prozent dieser Altersgruppe an einer Arthrose des Hüftgelenkes. Arthrose ist eine Volkskrankheit, die mit Schmerzen und teils starken Bewegungseinschränkungen einhergeht. Vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung der meist chronisch degenerativen Veränderungen sind nach wie vor zu wenig bekannt. Medienberichte, denen zufolge insbesondere in Deutschland zu viel operiert werde, verunsichern die Patienten zusätzlich. Medizinisch-fachliche Orientierung  in diesem Kontext bietet der Chefarzt der Orthopädie des St. Vincenz-Krankenhauses, PD Dr. Joachim Hillmeier, im Rahmen der Vortragsreihe Focus Gesundheit. „Arthrose von Hüft- und Kniegelenk – wann ist der richtige Zeitpunkt für ein künstliches Gelenk?“ lautet das Thema seines Vortrags am Dienstag, 11. September 2018, um 18.30 Uhr in der Adolf-Reichwein-Schule Limburg (Achtung: Im Veranstaltungsflyer Focus Orthopädie ist ein anderer Veranstaltungsort angegeben!). Ein besonderer Focus des Vortrags wird darauf liegen, welche Untersuchungen und diagnostischen Möglichkeiten einer Operation vorgeschaltet werden. Denn eine Operation ist für den Orthopäden die Letzte aller Möglichkeiten!
Die Krankheit macht sich unterschiedlich bemerkbar: Während die einen unter verschieden stark ausgeprägten Schmerzen an Hüfte oder Knie leiden und möglicherweise Deformationen an den Gelenken aufweisen, verläuft sie bei anderen wiederum relativ unbemerkt und fast symptomlos. Fest steht: Wenn sie einmal da ist, bleibt sie ein lebenslanger Begleiter. Aber mit den Beschwerden muss man sich nicht abfinden. So wird PD Dr. Hillmeier über die verschiedensten Behandlungsansätze und das abgestufte Vorgehen vor einer Operation informieren. Wenn aber diese sog. konservativen therapeutischen Optionen nicht greifen, dann allerdings ist die Versorgung mit künstlichen Gelenken eine der erfolgreichsten Operationen der orthopädischen Chirurgie. Sogenannte Endoprothesen (künstlicher Gelenkersatz) können zu deutlich verbesserter Lebensqualität verhelfen.
Gerade auf diesem Gebiet hat sich die Abteilung unter PD Dr. Joachim Hillmeier dank langjähriger Erfahrung  einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet: Die endoprothetische Versorgung aller großen Gelenke stellt mit rund 400 Implantationen pro Jahr einen besonderen Schwerpunkt des Orthopädie-Teams dar. Insbesondere dank der minimalinvasiven Operationstechniken profitieren die Patienten von deutlich früherer Mobilisation und geringeren postoperativen Schmerzen. Dank eines innovativen Reha-Konzepts erlangen die Patienten nach dem Eingriff schnell Beweglichkeit und kommen deutlich schneller wieder auf die Beine als noch vor wenigen Jahren. Ziel der orthopädischen Eingriffe ist die Erhöhung der Mobilität und damit vor allem der Lebensqualität durch die Wiederherstellung einer guten, schmerzfreien Gelenkfunktion.
Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei.