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Jede Minute zählt: Aktionstag Schlaganfall in der WERKStadt

Wenn das Gehirn versagt, tickt die Uhr: Schlaganfall ein Notfall für die 112

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Aktionen, Fachvorträge, Risikotests + begehbare Organmodelle in der WERKStadt

 

Die Initiatoren des Schlaganfalltages, Chefärztin Dr. Patricia Schaub (Gefäßchirurgie) und Chefarzt Dr. Christoph Oberwittler (Neurologie).

Wird eine hochgradige Verengung der Halsschlagader diagnostiziert, sollte zeitnah operiert werden: „Diese Operation ist ein komplikationsarmer Eingriff, der Patienten vor den schlimmen Folgen eines Schlaganfalls sehr effektiv bewahren kann“, so Chefärztin Dr. Patricia Schaub.

Sehstörungen sind neben u.a. sprachlichen Einschränkungen und/ oder Halbseitenlähmung typische Symptome des Schlaganfalls.

Plötzliche heftige Kopfschmerzen, Schwindel, Gedächtnisschwund und Konzentrationsstörungen sind spezielle Anzeichen für die sog. Carotis-Stenose, eine Verengung der Schlagader, die ebenfalls zum Schlaganfall führen kann. Auch wenn die Symptome nur vorübergehend auftreten raten die Experten dringend zur medizinischen Abklärung, beispielsweise mittels Ultraschall- und/oder CT-Untersuchung.

Zeit ist Gehirn: Jedes Jahr erleiden rund 1000 Menschen im Kreis Limburg Weilburg einen Schlaganfall. Um über Risiken, Symptome und Warnzeichen zu informieren, organisiert die Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH gemeinsam mit dem Ärztenetz Piano wieder einen Aktionstag Schlaganfall: Am Mittwoch, 16. Mai 2018, von 10 bis 17 Uhr in der WERKStadt Limburg. Die wichtigste Botschaft des Tages: Jede Minute zählt, der Schlaganfall ist ein Fall für den Notruf 112. Denn den meisten Schlaganfall-Betroffenen können Ärzte helfen, wenn sie nach spätestens drei Stunden eine Stroke Unit (Schlaganfallakutstation) erreichen.

 Mit kurzen Impulsvorträgen rund um den Schlaganfall, Informationsständen und Risikotests sollen die Menschen der Region für den Blitzschlag im Gehirn sensibilisiert werden. Ziel ist es, dass sie Vorboten und  Risikofaktoren besser einschätzen und sich im Notfall richtig verhalten können. Mediziner und Pflegekräfte der Abteilungen Neurologie und Gefäßchirurgie, niedergelassene Ärzte sowie Mitglieder der Selbsthilfegruppe Schlaganfall werden informieren, wichtige Empfehlungen geben und zum persönlichen Gespräch bereit stehen. können Besucher des Schlaganfalltages ihr Risikoprofil bestimmen, Blutdruck und Blutzucker messen lassen, auch der Ultraschall der Halsschlagader wird angeboten. Gleich zwei Highlights gibt es zu besichtigen: Zwei begehbare Organmodelle werden aufgebaut, ein Gehirn- und ein Arterienmodell, welche sowohl von außen als auch von innen Einsichten in die Grundfunktionen von Arterie und Gehirn, aber auch die verschiedenen Krankheitsbilder der beiden Organe vermitteln. „Weil optisches und haptisches Wahrnehmen den Zugang zu komplexen Sachverhalten erleichtern, setzen wir dieses Mal auf besonders zeitgemäße Gesundheitsaufklärung. So hoffen wir, die komplizierten medizinischen Vorgänge und ihre Folgen besonders plastisch deutlich machen zu können,“ erläutern die Organisatoren Dr. Christoph Oberwittler, Chefarzt der Neurologie des St. Vincenz-Krankenhauses und die Chefärztin der Gefäßchirurgie, Dr. Patricia Schaub.

 Denn vielen ist nicht bewusst: Ein Schlaganfall kann jeden treffen – auch junge Leute und sogar Kinder. 280.000 Menschen in Deutschland trifft er pro Jahr. Und dann zählt eben jede Minute. Doch wann liegt ein solcher Notfall vor? Welche Soforthilfe ist im Ernstfall angesagt? Welche  Möglichkeiten der Therapie gibt es? Neben typischen Symptomen wie Seh- und Sprachstörungen und Halbseitenlähmung sind insbesondere plötzliche heftige Kopfschmerzen, Schwindel, Gedächtnisschwund und Konzentrationsstörungen Anzeichen für die sog. Carotis-Stenose, eine Verengung der Schlagader, die ebenfalls zum Schlaganfall führen kann. Auch wenn die Symptome nur vorübergehend auftreten, raten die beiden Chefärzte  dringend zur medizinischen Abklärung.

"Wer die Symptome wie halbseitige Körperlähmung, Sprachstörung, Gesichtsfeldausfälle oder Koordinationsstörungen kennt und sofort die 112 wählt, hat sehr gute Chancen, nicht nur zu überleben, sondern dank moderner Therapien ein ganz normales Leben ohne Behinderungen zu führen",  erläutern Dr. Oberwittler und Dr. Schaub. Die ersten drei Stunden seien entscheidend für das Überleben und auch die Lebensqualität danach. Durch rasches und richtiges Handeln könne die Prognose deutlich verbessert werden – frei nach dem Motto „Time is brain“ oder: schnelle Hilfe rettet Hirn. Doch das wissen immer noch viel zu wenig Menschen: „Wir begegnen jeden Tag Patienten, die nicht wissen, dass und bei welchen Symptomen sie sich unverzüglich an den Notruf 112 wenden sollten,“ so die beiden Organisatoren des Aktionstages. „Wer einen akuten Schlaganfall erleidet, profitiert von rascher und kompetenter Betreuung in einer sog. Stroke Unit, wie sie auch am St. Vincenz-Krankenhaus Limburg etabliert ist“, bekräftig Chefarzt Dr. Oberwittler. Viele Gründe also, warum das St. Vincenz-Krankenhaus regelmäßig gemeinsam mit dem Präventions- und Innovations-Ärztenetz „Pianorund um den Schlaganfall informiert. Bereits zum zweiten Mal wählen die Initiatoren für diese wichtige Aufklärungskampagne das größte Einkaufszentrum Limburgs, die WERKStadt.

 Kurzvorträge jeweils ab 11:00 und ab 14:00 Uhr: 

  • Wie verhindere ich einen Schlaganfall?
  • Wie erkenne ich einen Schlaganfall?
  • Wann wird ein Schlaganfall operiert?
  • Wann ist das Herz die Ursache für einen Schlaganfall?