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Garant für Kompetenz und Know How: 50 Jahre Weiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege

Sie sind der Jubiläumsjahrgang: Im 50.en Jahr des Bestehens der Weiterbildung für Anästhesie- und Intensivpflege am St. Vincenz haben jetzt sieben Gesundheits- und Krankenpfleger die zweijährige Weiterbildungsphase erfolgreich abgeschlossen. Die frisch examinierten Pflegefachkräfte kommen aus vier Kliniken der Region: Vitos Weilmünster, St. Josefs-Hospital Rüdesheim, Kreiskrankenhaus Weilburg und dem St. Vincenz-Krankenhaus Limburg.

Freude über das erfolgreiche Examen: Hartmut Hautzel, Leiter der Fachweiterbildung, Roland Sand, der Prüfungsausschußvorsitzende des Regierungspräsidiums Darmstadt, Dozent Marc Hartmann, und die Weiterbildungsteilnehmer:Innen: Zena Athman Schardt, Vitos Weilmünster; Nadine Hauschild, St. Vincenz Limburg, Kristina Zobel, St. Josefs-Hospital Rüdesheim, Ilyasse Werle, St. Vincenz Limburg, Martin Neziraj, St. Vincenz Limburg, Kimberly Kleemann, Kreiskrankenhaus Weilburg und Adriano Rathgeber, St. Vincenz Limburg.

Generelles Ziel der Weiterbildungsmaßnahme ist es, Schlüsselkompetenzen und berufliche Expertise für eine fachgerechte, patientenorientierte Intensivpflege von Patienten auf Intensivstationen und Anästhesiebereichen bis hin zur Wiederbelebung zu erlangen. In den zwei Weiterbildungsjahren waren die Teilnehmer:Innen in 1.800 berufspraktischen Stunden auf Intensivstationen der verschiedensten Fachgebiete, Intensivüberwachungs- und Intermediate Care-Stationen, Anästhesieabteilungen, Herzkatheterlaboren, Notfallbereichen oder Dialyseabteilungen eingesetzt. Gerade in diesen Bereichen ist die Kommunikation mit den Patienten häufig erschwert. Dennoch ist es die Aufgabe des Pflegefachpersonals, die Patienten mit all ihren Problemen und Bedürfnissen als individuelle Persönlichkeiten im Pflegeprozess einzubeziehen. Hieraus resultieren besonders hohe Ansprüche an die Handlungskompetenz gerade dieser Pflegefachkräfte.

Während der praktischen Einsätze in den hochspezialisierten Abteilungen wurden die Teilnehmer:innen in 180 Stunden durch speziell ausgebildete Praxisanleiterinnen und -anleiter gezielt ausgebildet und trainiert. Damit sind die Absolventen für die interdisziplinäre Arbeit im therapeutischen Team bestens gerüstet. Die Kompetenzen solch spezialisierter Fachkräfte sind insbesondere in modernen Kliniken mit einem breit gefächerten Leistungsportfolio unverzichtbar – die Corona-Pandemie hat dies der Öffentlichkeit mehr als eindringlich vor Augen geführt.  

Nicht zuletzt deswegen stellt sich auch die Akademie für Gesundheitsfachberufe, die BILDUNGSWERKstadt St. Vincenz, breit auf: Zusätzlich zu der berufsbegleitenden  Fachweiterbildung werden parallel zwei weitere Fachweiterbildungen für Mitarbeiter:innen des Pflegebereichs angeboten: Die zweijährige Fachweiterbildung für Notfallpflege sowie die Weiterbildung zur/zum Praxisanleiter:in. Alle drei Fachweiterbildungen werden gemäß der Empfehlungen und Curricula der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG),respektive der Hessischen Weiterbildungs- und Prüfungsordnung für Pflegeberufe praktiziert, die BILDUNGSWERKstadt ist offiziell als Weiterbildungseinrichtung anerkannt. So waren im April sowohl die Kurse für die Intensiv- und Anästhesiefachpflege als auch für die Notfallpflege mit insgesamt 21 (jeweils 10 bzw.11) Teilnehmerinnen und Teilnehmern gestartet.

+++ 50 Jahre Fachweiterbildung am St. Vincenz ++++

Pflegerische Weiterbildungen haben eine lange Tradition am St. Vincenz-Krankenhaus: Schon 1972 wurde dort eine Weiterbildungsstätte für Anästhesie und Intensivpflege gegründet – eine Einrichtung, die seither Garant dafür ist, dass das Fachkrankenpflegepersonal der Region in den sich schnell entwickelnden Spezialbereichen der Anästhesie und der operativen wie konservativen Intensivmedizin jeweils nach dem neuesten Stand des medizinischen und pflegerischen Wissens weitergebildet wird. Als eine der ältesten Schulen Hessens in diesem Bereich bürgt die Einrichtung für differenzierte Qualifizierung in hochkomplizierten Berufsfeldern. „Die Anästhesie- und Intensivpflege ist zwar ein hochtechnisierter, aber auch ein hochsensibler Bereich. Hier sind ganz entscheidend auch soziale Kompetenzen gefragt: Kommunikations- und Teamfähigkeit, vernetztes Denken, Konflikt-, aber auch Entscheidungsfähigkeit. Das entsprechende Fachwissen ermöglicht angemessenes Handeln im Erfassen des Pflegebedarfs, der Beurteilung, Planung und Durchführung der Pflege“, so Hartmut Hautzel, der die Weiterbildungseinrichtung zunächst mit dem ehemaligen Chefarzt der Anästhesie, Dr. med. Wolfgang Meister, und seit dessen altersbedingtem Ausscheiden leitet. Nicht zuletzt würden psychosoziale Fähigkeiten geschult, um mit den existentiellen Erfahrungen des Lebens, denen man gerade in diesen Bereichen hautnah ausgesetzt ist, professionell umgehen zu können. Elementare Grundlage für diese Arbeit: „Ohne eine zentrale Orientierung am Menschen sind diese Kompetenzen gar nicht denkbar“, so Hartmut Hautzel.

Nähere Informationen unter folgender Adresse:

BILDUNGSWERKstadt St. Vincenz Weiterbildungsstätte für Anästhesie und Intensivpflege Holzheimer Straße 1, 65549 Limburg, E-Mail: h.hautzel@st-vincenz.deTel.: 06431 / 2858810