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Forum Gesundheit: Arthrose von Hüft- und Kniegelenk – Moderne Methoden des Gelenkersatz

Sich ungehindert bewegen zu können, bedeutet Lebensqualität. Doch mit zunehmendem Alter treten häufig Schmerzen in den stark belasteten Gelenken von Hüfte und Knie auf. Grund dieser Schmerzen ist häufig eine fortgeschrittene Arthrose. Verschiedene Ansätze zur Behandlung sowie unterschiedliche Operationstechniken und Prothesenmodelle wird PD Dr. Joachim Hillmeier am Mittwoch, den 11. September 2019, um 18 Uhr in der Aula der Adolf-Reichwein-Schule erläutern.

Der Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie Dr. Joachim Hillmeier referiert zum Thema „Arthrose von Hüft- und Kniegelenk - Moderne Methoden des Gelenkersatz “ im Rahmen des Forum Gesundheit.

Seinen Vortrag „Arthrose von Hüft- und Kniegelenk - Moderne Methoden des Gelenkersatz“ hält der Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie des St. Vincenz-Krankenhauses Limburg im Rahmen des Forum Gesundheit, der gemeinsamen Veranstaltungsreihe von Krankenhausgesellschaft St. Vincenz und Kreisvolkshochschule Limburg-Weilburg mit der Nassauischen Neuen Presse als Medienpartner.

Bei einer Arthrose handelt es sich um eine Verschleißerkrankung, die sich durch den allmählichen Verlust des Gelenkknorpels langsam entwickelt. Dies kann letztendlich durch das Reiben von Knochen auf Knochen in einer schmerzhaften Reizung des betroffenen Gelenks sowie in Muskelverspannungen und Kapselschrumpfungen resultieren. Etwa 13 Prozent aller Menschen über 60 Jahren leiden an einer Arthrose im Knie-, rund zehn Prozent im Hüftgelenk. In frühen Stadien der Erkrankung, so Dr. Hillmeier, können verschiedene Maßnahmen – wie Bewegungsübungen, Gewichtsreduktion, oder Injektionen ins Gelenk – dem Fortschreiten der Erkrankung entgegenwirken. Bei jüngeren Betroffenen können zudem arthroskopische Operationen und operative Achskorrekturen den Einsatz einer Prothese hinauszögern. „Erst nach Ausschöpfen all dieser Maßnahmen sollte eine Implantation künstlicher Hüft- und Kniegelenke diskutiert werden,“ so der Chefarzt.

In Deutschland werden jährlich etwa 150.000 künstliche Kniegelenke und über 200.000 Hüftgelenke implantiert. Somit stellt die operative Versorgung mittels eines künstlichen Gelenks einen der erfolgreichsten Eingriffe der orthopädischen Chirurgie dar. Ziel der Endoprothetik (künstlicher Gelenkersatz) ist die Erhöhung der Lebensqualität durch die Wiederherstellung einer schmerzfreien Gelenkfunktion. Wichtig dabei sei laut Dr. Hillmeier, dass diese Maßnahme individuell auf die Patienten abgestimmt werde. Je nach Alter, körperlicher Aktivität und Knochenbeschaffenheit der Patienten kämen verschiedene Implantate in Betracht. Der Gesamterfolg sei jedoch nicht nur von der Wahl des richtigen Implantats abhängig: Auch eine technisch korrekt durchgeführte Operation und die frühe Mobilisation der Patienten seien von entscheidender Bedeutung. Von daher werden bereits am Tag der Operation passive Bewegungsübungen mit dem neuen Gelenk durchgeführt und am Folgetag ein erstes Stand- und Gehtraining absolviert. Werden all diese Aspekte erfolgreich umgesetzt, liegen die Standzeiten bewährter Prothesenmodelle bei über 90 Prozent der Patienten bei 15 Jahren und länger.

Der Fokus des Vortrags wird auf detaillierten Informationen über die verschiedenen Prothesenmodelle, unterschiedlichen Operationstechniken sowie dem Ablauf der stationären Behandlung im St. Vincenz-Krankenhaus in Limburg und den notwendigen Reha-Maßnahmen liegen.

Unter dem Motto „Medizin für Laien: Aktuelle Fachinformationen aus erster Hand“ will die Vortragsreihe „Forum Gesundheit“ aktuelles medizinisches Wissen in allgemeinverständlicher Form einem breiteren Publikum nahe bringen. Der Besuch der Veranstaltung ist gebührenfrei. Es gibt diverse Parkmöglichkeiten:

  • Lehrerparkplatz der Adolf-Reichwein-Schule, Heinrich von Kleist Str. 14, Limburg.
  • Parkplatz der Peter-Paul-Cahensly-Schule/Kreissporthalle, Zeppelinstr. 39, Limburg.