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Expertenpodium Herzwochen 2018: Herz aus dem Takt - Vorhofflimmern, eine bedrohliche Volkskrankheit

„Herz außer Takt – Vorhofflimmern und Gerinnungshemmung“ – unter diesem Motto stehen die bundesweiten Herzwochen vom 1. bis 30. November 2018. Im Rahmen der großen Aufklärungskampagne der Deutschen Herzstiftung veranstaltet die Kardiologie des St. Vincenz-Krankenhauses in Kooperation mit der der kardiologisch-internistischen Praxis Dr. Thiel am Mittwoch, 14. November 2018 um 18 Uhr in der Limburger Stadthalle eine Informationsveranstaltung mit kardiologischen Experten.

Initiator des kardiologischen Expertenpodiums im Rahmen der Herzwochen 2018: Chefarzt Prof. Dr. Stephan Steiner.

Allein in Deutschland leiden rund 1,8 Millionen Menschen unter Vorhofflimmern, jedes Jahr kommen Tausende hinzu. Während man diese Rhythmusstörung noch vor wenigen Jahren als „Schönheitsfehler des EKG“ abtat, weiß man heute: Vorhofflimmern ist eine ernst zu nehmende Herzrhythmusstörung, die unbemerkt und unbehandelt lebensbedrohlich für Herz und Gehirn werden kann - bis hin zu Herzschwäche und Schlaganfall. „Viele Patienten mit Vorhofflimmern klagen über einen erheblichen Verlust an Lebensqualität. Besonders dann, wenn sie nur zwischenzeitlich mal für ein paar Stunden oder Tage Vorhofflimmern haben und daher wissen, wie gut sich ein regelmäßiger Herzrhythmus anfühlt“, betont der Initiator des Limburger Expertenpodiums, Prof. Dr. Stephan Steiner. „Wir werden die Patienten darüber informieren, welche Therapie zur Beseitigung dieser Rhythmusstörung am besten geeignet ist und wie sie dadurch Lebensqualität zurückerlangen können.“ 

Vorhofflimmern kann das Herz schwächen und Schlaganfall auslösen

Ein lange Zeit bestehendes Vorhofflimmern kann zu einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) führen, welche die Leistungsfähigkeit erheblich der Betroffenen erheblich einschränkt und zu Einbußen an Lebensqualität führt. Die Experten des Limburger Podiums werden konkrete Antworten auf die Frage geben, was zu tun ist, um das Herz wieder leistungsfähiger zu machen. Aufgrund des unregelmäßigen Herzschlags können sich im Herz Blutgerinnsel bilden. Werden diese ausgeschwemmt und gelangen mit dem Blutstrom in den Kopf, verstopfen sie ein Hirngefäß. Je größer das verstopfte Gefäß, desto schwerer der Schaden – bis hin zum Schlaganfall. Welche Warnsignale gibt es und was muss man tun, damit es erst gar nicht dazu kommt? Warum sind in der Schlaganfallprävention gerinnungshemmende Medikamente („Blutverdünner“), die das Embolierisiko senken, so wichtig? All diese Fragen werden die Kardiologen beim Podium beantworten.

Vorhofflimmern kann tückisch sein

Tückisch ist, dass Vorhofflimmern bei über der Hälfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auftritt und dadurch lange Zeit unbemerkt bleibt. Nicht selten werden Patienten mit einer Herzschwäche oder einem Schlaganfall stationär aufgenommen und erfahren zum ersten Mal, dass ein Vorhofflimmern dafür verantwortlich ist. Das gilt verstärkt für ältere Patienten. Mit dem Alter steigt zugleich das Risiko für Vorhofflimmern. Die Herzstiftung wird deshalb in ihrer Kampagne nicht nur über Ursachen, Diagnose- und Therapieverfahren intensiv aufklären. „Wir wollen den Menschen die Bedrohlichkeit eines Schlaganfalls zeigen. Wir wollen sie ausführlich darüber informieren, was sie selbst tun können, um sich vor Vorhofflimmern und seinen Komplikationen zu schützen. Wir wollen ihnen aber auch ihre Ängste vor dieser Rhythmusstörung nehmen“, betont Prof. Dr. Dietrich Andresen, Vorstandvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Grundlage der Herzwochen ist die neue Experten-Broschüre „Herz außer Takt. Interessierte können auch unter www.herzstiftung.de den kostenfreien Newsletter der Stiftung mit zahlreichen Expertentipps renommierten Kardiologen, Herzchirurgen und Pharmakologen abonnieren.

Das Limburger Programm im Detail