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Endspurt für den Talbau: Mit Riesenschritten auf der Zielgeraden – Verwaltungsrat besichtigte das große Bauprojekt

Bausteine von heute für die Medizin von morgen: unter diesem Motto steht das ebenso ambitionierte wie wichtige Bauprojekt der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz, der neue Talbau.

„Eine gute Investition in mehr Raum, mehr Komfort und bessere Entwicklungsmöglichkeiten für moderne Medizin“ – die Mitglieder des Verwaltungsrates der Krankenhausgesellschaft zeigten sich bei einem Besichtigungstermin auf der Baustelle begeistert über den Baufortschritt und die jetzt schon erlebbaren Eindrücke in das neue Herzstück des St. Vincenz. V.l.n.r.: Dekan Manfred Pollex, Hadamars Bürgermeister Michael Ruoff, der Ärztliche Direktor des St. Vincenz, Dr. Thomas Heß, Irmgard Busch, Verwaltungsratsvorsitzender RA Erwin Reuhl, die ehemaligen Bürgermeister Martin Richard (Limburg) und Hans Beresko (Hadamar), Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn, Staatsminister a.D. Karlheinz Weimer und Domkapitular Dr. Wolfgang Pax.

Genauer Blick ins Detail: Verwaltungsratsmitglied Irmgard Busch und Geschäftsführer Guido Wernert.

Akribische Vorbereitung auf den Tag X: Die Umzugs-AG für den neuen Talbau unter Leitung des Qualitätsmanagementbeauftragten Peter Voss.

Das Unternehmen verspricht sich viele positive Effekte von diesem Kraftakt: Von präziser medizinischer Kommunikation durch bauliche optimierte Bedingungen über vielen Verbesserungen in Ablauf und Betriebsorganisation bis hin zur direkten Vernetzung wichtiger Funktionseinheiten. Über den Stand der Bauarbeiten machte sich jetzt der Verwaltungsrat der Krankenhausgesellschaft ein Bild. Die Mitglieder des wichtigsten Gremiums des St. Vincenz überzeugten sich direkt vor Ort davon, dass hier Maßstäbe gesetzt werden für ein Krankenhaus der Zukunft mit kurzen Wegen und bestmöglicher medizinischer Versorgung: „Diese moderne Konzeption für zukunftsorientierte Medizin wird ganz erheblich zum Gesundwerden und Gesundbleiben der Menschen beitragen“, zeigten sich die Vertreter des Verwaltungsrates überzeugt. 

Von außen passiert zur Zeit relativ wenig, die Fassade ist in wesentlichen Teilen montiert, doch der Innenausbau läuft auf Hochtouren: Fast alle Gewerke sind vor Ort: Trockenbauer, Installateure und Elektriker, parallel laufen die Fliesenarbeiten, auch die Maler und Tapezierer sind bereits im gesamten Gebäude unterwegs. Zeitgleich sind die  Schreinerarbeiten in vollem Gang, die Fenster und die ersten Brandschutztüren sind bereits gesetzt, in den unteren Geschossen ist sind die Fachleute bereits an der Fertigmontage. Auch die Glasfassade der neuen Magistrale, des Übergangs vom Neubau zum Haupthaus mit seinen medizinisch-technischen Versorgungseinrichtungen, steht bereits vollständig. Beim Rundgang durch die Etagen bekamen die Verwaltungsratsvertreter schon einen guten Eindruck davon, wie es einmal werden wird: „Flur, Patientenzimmer, Arzt-Räume, Stützpunkte, Raumhöhen, Eingangszonen, Lichtverhältnisse… alles ist schon jetzt eindrucksvoll im Zusammenhang erlebbar", so das einhellige Statement. „Eine gute Investition in mehr Raum, mehr Komfort und bessere Entwicklungsmöglichkeiten für moderne Medizin“, konstatierten, die Verwaltungsräte.

„Die Baustelle ist absolut im Terminplan“, so Geschäftsführer Guido Wernert. Mitte Juli soll die offizielle Einweihung sein und Anfang August die von langer Hand akribisch geplanten Umzüge der einzelnen Bereiche stattfinden. Im Oktober wird dann die neue Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im dritten Obergeschoss des Talbaus einziehen. Etwa 24 Monate Bauzeit wird es bis dahin gebraucht haben, bis hier das neue Herzstück des Limburger Krankenhauses entstehen konnte. Die Baukosten für den Neubau betragen insgesamt rd. 30 Millionen Euro, das Land Hessen beteiligt sich mit einem Fördervolumen von 15 Millionen Euro an der Investitionssumme. Die Krankenhausgesellschaft St. Vincenz selbst investiert rund 14 Millionen Euro an Eigenmitteln in den Neubau.

Im neuen Gebäudekomplex werden zukünftig 18 neue Notfall-Behandlungsräume zuzüglich Wartezonen geschaffen werden (statt bisher elf) auf einer Fläche, die über viermal so groß ist wie bisher. Die Kapazität der Notaufnahme steigt somit um 70 Prozent. Zudem sind Untersuchungs- und Schockräume für Schwer-Unfallverletzte eingeplant. Darüber hinaus wird die neurologische Versorgung deutlich gestärkt werden: Zwei Geschosse sind für die Etablierung der Stroke Unit (der Schlaganfallakutstation) sowie der Neurologischen Abteilung vorgesehen. Zusätzlich wird im neuen Talbau eine weitere radiologische Einheit etabliert sein – eine Maßnahme, die sowohl für die Notaufnahme, als auch die Neurologie von elementarer Bedeutung ist.

Bislang war es aufgrund der schwierigen topographischen Lage gerade in der Notfallversorgung immer wieder zu Engpässen gekommen. Die extreme räumliche Enge erschwert reibungslose Prozessabläufe, zu Stoßzeiten müssen Notfallpatienten leider immer wieder auf dem Gang liegen. Auch bei der Zufahrt der Rettungsfahrzeuge kommt es immer wieder zu Behinderungen. Überlegungen zur Verlegung der Klinik oder für einen Neubau auf geräumigerem Gelände mit besseren Zufahrtsmöglichkeiten waren aus finanziellen Gründen nie eine Option: Dies könnte weder von der Krankenhausgesellschaft selbst, noch vom Hessischen Sozialministerium finanziert werden. Zur Entlastung der Verkehrssituation hatte die Krankenhausgesellschaft bereits ihre Krankenpflegeschule, den Bereich Logistik und die Zentralapotheke sowie Teile der Verwaltung ausgelagert. Vor zwei Jahren war am Limburger ICE-Bahnhof ein großzügiges Logistik- und Servicezentrum eröffnet worden.