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Diagnose Diabetes! Und nun…? Forum Gesundheit thematisiert Symptome, Diagnostik und Therapie der Vokskrankheit Diabetes

Diabetes mellitus ist eine Volkskrankheit, Experten sprechen mittlerweile sogar von einer Diabetes-Epidemie. Für die Betroffenen stellen sich viele Fragen: Warum ist die Diagnose für mich wichtig? Was muss ich in meinem Leben ändern? Kann man Diabetes heilen? Was darf ich überhaupt noch essen? Muss ich jetzt Insulin spritzen? Diese Fragen sind Thema des nächsten Vortrags im Rahmen der Veranstaltungsreihe Forum Gesundheit am Mittwoch, 21. November 2018, um 18 Uhr in der Limburger Adolf-Reichweinschule. Antworten gibt der Leiter des Interdisziplinären Diabeteszentrums mit angeschlossener Diabetespraxis am St. Vincenz-Krankenhaus Limburg, Dr. Carsten Spies. Darüber hinaus wird er einen Ausblick auf moderne Mess- und Therapieverfahren (bspw. die unblutige Zuckermessung) geben. Der Referent ist Facharzt für Innere Medizin und Diabetologe DDG sowie Oberarzt der Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie, Diabetologie und Notfallmedizin am St. Vincenz-Krankenhaus.

Informiert im Rahmen der Veranstaltungsreihe Forum Gesundheit rund um das Thema Diabetes: Der Leiter des Interdisziplinären Diabeteszentrums mit angeschlossener Diabetespraxis am St. Vincenz-Krankenhaus Limburg, Dr. Carsten Spies.

Ein Diabetes mellitus besteht, wenn der Körper das Hormon Insulin nicht mehr produziert oder nicht mehr in der Lage ist, das produzierte Insulin effektiv zu nutzen. Ohne Insulin kann der Körper keine Energie aus dem Nahrungszucker gewinnen: der Zucker staut sich auf. Ein großes Problem ist die späte Diagnose: Fünf bis acht Jahre vergehen zwischen dem Eintritt der Zuckerkrankheit und ihrer Erkennung. Sie wird auch deshalb jahrelang nicht erkannt, weil sie schleichend beginnt und keinerlei Symptome verursacht. Dabei erhöht bereits die Vorstufe von Diabetes das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Nur durch frühzeitige Diagnostik und rechtzeitige Behandlung können Spätkomplikationen bei Diabetes verringert bzw. vermieden werden.
Auch wenn Diabetes besonders im Alter stark zunimmt: Er ist keine Alterskrankheit und auch kein unabwendbares Schicksal. Wird Diabetes mellitus rechtzeitig erkannt und optimal behandelt, können sich die Betroffenen gute Lebensqualität erarbeiten. Wird er aber nicht frühzeitig und konsequent therapiert, kommt es meist zu schweren Folgeerkrankungen. Daher setzt das Diabeteszentrum am St. Vincenz auf konsequente, zielorientierte Therapie. Ziel ist die integrierte ambulant-stationäre Behandlung und Information von Diabetikern unter Einbeziehung ihres sozialen Umfelds. Dabei setzt das Team unter Leitung von Dr. Carsten Spies auf ein verhaltenstherapeutisches Modell mit interaktivem Ansatz: ein Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe, in welchem der Patient eigenverantwortlich agieren lernt. Zentrales Element der Arbeit ist eine  frühzeitige, umfassende Schulung der Betroffenen.

HINTERGRUND:

Alle 90 Minuten erblindet ein Mensch, alle 60 Minuten wird ein Mensch dialysepflichtig, alle 19 Minuten ereignet sich ein Herzinfarkt oder eine Amputation: Alles in Folge von Diabetes. Weltweit gibt es mehr als 170 Millionen Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, in Deutschland gibt es rund sechs Millionen Diabetiker, die Dunkelziffer beträgt fünf Millionen. Vor allem ungesundes Essen und Mangel an körperlicher Aktivität werden Expertenmeinungen zufolge bis zum Jahr 2025 dafür sorgen, dass diese Zahl auf 300 Millionen ansteigt. In den industrialisierten Ländern ist Diabetes die führende Todesursache aufgrund kardio-vaskulärer Krankheiten (Herzinfarkt und Schlaganfall). Dies gilt ebenfalls für Erblindung und Sehbehinderungen bei Erwachsenen, Amputationen (soweit sie nicht von einem Unfall herrühren) sowie für Nierenversagen. Weltweit gibt es so viele Diabetes-Tote wie durch Aids. Damit liegt Diabetes auf Rang fünf der weltweiten Todesursachen.

Unter dem Motto „Medizin für Laien: Aktuelle Fachinformationen aus erster Hand“ will die Vortragsreihe „Forum Gesundheit“ aktuelles medizinisches Wissen in allgemeinverständlicher Form einem breiteren Publikum nahe bringen.  Veranstalter sind die Kreisvolkshochschule Limburg in Zusammenarbeit mit der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz und der Nassauischen Neuen Presse als Medienpartner. Der Besuch der Veranstaltung ist gebührenfrei. Es gibt diverse Parkmöglichkeiten:

  • Lehrerparkplatz der Adolf-Reichwein-Schule, Heinrich von Kleist Str. 14, Limburg.
  • Parkplatz der Peter-Paul-Cahensly-Schule/Kreissporthalle, Zeppelinstr. 39, Limburg.