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Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte am St. Vincenz entspricht höchsten internationalen Standards

„Das Allerwichtigste ist die Qualität der Aufbereitung des OP-Instrumentariums, denn nur so kann die Sicherheit der Patienten gewährleistet werden“, fasst Christine Löffert, Leiterin der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte am St. Vincenz-Krankenhaus Limburg, den Kern ihrer Arbeit zusammen. Dass höchste Qualitätsstandards in der Organisation und jedem Prozessschritt lückenlos gewährleistet sind, wurde jetzt auch von externen Experten bestätigt: Die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) am St. Vincenz wurde erstmals nach den strengen Anforderungen der EU-weiten Norm EN ISO 13485 zertifiziert. Durchaus ein Alleinstellungsmerkmal, denn von den rund 1.900 Krankenhäusern in Deutschland verfügt nur ein Bruchteil über diese Auszeichnung. Die Prüfer bescheinigten der AEMP, die Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten konsequent und einwandfrei umzusetzen.

Freuen sich nach drei anstrengenden Audit-Tagen über die Auszeichnung durch den Zertifizierungsgesellschaft RINA: das Team der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte.

Die Gesichter hinter den Masken: das Team der Abteilung für Sterilgutaufbereitung.

Ein Blick hinter die Kulissen der Sterilgutaufbereitung: jedes Instrument wird fachmännisch und mit kritischem Auge mehrfach während des Aufbereitungsprozesses untersucht.

Impressionen aus der Sterligutaufbereitung

Impressionen aus der Sterligutaufbereitung

Impressionen aus der Sterligutaufbereitung

Impressionen aus der Sterligutaufbereitung

Der professionellen Aufbereitung von Medizinprodukten kommt in der Patientenversorgung eine besondere Bedeutung zu, an die höchste Ansprüche gestellt werden: Operateure und vor allem Patienten müssen sich auf absolut keimfreie Produkte verlassen, denn die Qualität des Sterilguts wirkt sich direkt auf das Behandlungsergebnis und die Sicherheit von Patienten aus. Aus diesem Grund hat sich die Zentrale Sterilisations- und Versorgungsabteilung, wie sie damals am St. Vincenz noch hieß, bereits vor gut 20 Jahren erstmals der Überprüfung und Bewertung hoher  Qualitätsansprüche unterzogen und wurde damals als eine der ersten Sterilisationsabteilungen der Bundesrepublik nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert und seitdem kontinuierlich rezertifiziert.  

Die neue Norm beinhaltet zusätzliche, spezifische Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Aufbereitung von Medizinprodukten: Alle Instrumente müssen nicht nur steril, sondern auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Dafür ist jeder Handgriff, der in der Sterilgutaufbereitung getan wird, durch Qualitätsrichtlinien festgelegt und muss lückenlos dokumentiert werden. Mit Hilfe eines IT-gestützten Instrumentenmanagementsystems kann nicht nur genauestens zurückverfolgt werden, welcher Mitarbeiter wann was an welchem Instrument durchgeführt hat, auch kann frühzeitig reagiert werden, sollte es zu Auffälligkeiten während des Aufbereitungsprozesses kommen. Sobald etwas von den vorgegebenen validierten Verfahren abweichen sollte, blinken Alarmsysteme auf. In sofortiger  Konsequenz wird dann die gesamte Charge storniert und der Prozess komplett neu gestartet. Dass dies sehr selten der Fall ist, spricht auch für den hohen Qualifizierungsstand des Teams der AEMP. „Entscheidend für professionelle Aufbereitung von Medizinprodukten sind neben einer hochwertigen maschinellen und digitalen Ausstattung, auch komplexes Fachwissen der Mitarbeiter. Das Team der AEMP zeichnet sich durch hohes Fachwissen, Verantwortungsgefühl und Engagement aus“, so Pflegedirektorin Martina Weich. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter der Abteilung verfügt mindestens über eine entsprechende Weiterbildung zur/zum technischen Sterilisationsassistentin/-assistenten. Viele von ihnen haben sich darüber hinaus durch entsprechende Fachkundekurse weitergebildet.

Auch die Leitung der AEMP, Christine Löffert, lobt ausdrücklich die Leistung ihres Teams: „Diese Zertifizierung ist das offizielle und erfolgreiche Resultat akribischer Arbeit eines motivierten Teams. Ausnahmslos alle Kolleginnen und Kollegen war in den Prozess eingebunden und haben sich intensiv vorbereitet.“ Sämtliche Verfahrens- und Arbeitsanweisungen, Checklisten, Prozessbeschreibungen und Ausfallpläne wurden in Vorbereitung auf die Zertifizierung kritisch hinterfragt, überarbeitet oder neu angefertigt – eine mühsame Arbeit, bei der sie auf die Unterstützung von Diana Gros, Mitarbeiterin der Qualitätsmanagements, zählen konnten. Die Arbeit hat sich gelohnt: die Experten der Zertifizierungsgesellschaft RINA bescheinigten ein einwandfreies Qualitätsmanagementsystem für die Aufbereitung von Medizinprodukten und medizinischen Instrumenten.

Über die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte

Die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte hat eine Schlüsselfunktion für den gesamten Krankenhausbetrieb, ohne ihre Arbeit wäre die Diagnostik und Therapie in vielen Bereichen nicht möglich. Unter der Leitung von Christine Löffert bereiten zwölf technische Sterilisationsassistenten im Zweischichtsystem Medizinprodukte für die St. Vincenz-Kliniken Limburg/Diez, das Evangelische Krankenhauses Dierdorf/Selters und umliegende Arztpraxen auf. Jährlich werden hier über 3400 verschiedene Instrumenten-Sets gereinigt, desinfiziert, kontrolliert und sterilisiert. Trotz Unterstützung durch EDV-Systeme spielt Handarbeit in der AEMP nach wie vor eine entscheidende Rolle, beispielsweise wird jedes einzelne Instrument während des Aufbereitungsprozess mehrmals  kritisch von den Mitarbeitern unter die Lupe genommen. Erst nachem die Freigabe von den fachkundigen technischen Sterilisationsassistent:innen erfolgt ist, kann das jeweilige Sieb seine weitere Reise fortsetzen.