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Interdisziplinärer Workshop: Lebensqualität erhalten!

Niedergelassenen Ärzte und Kliniker diskutierten zum Schwerpunktthema „Palliative Optionen und vernetzte Betreuung beim metastasierten Mammakarzinom“

„Lebensqualität erhalten! Palliative Optionen und vernetzte Betreuung beim Metastasierten Mammakarzinom“ – unter diesem Schwerpunktthema trafen sich jetzt auf Einladung von Dr. Peter Scheler, Chefarzt der Frauenklinik des St. Vincenz-Krankenhauses, sowie PD Dr. Thomas Neuhaus, Chefarzt der Onkologie der Limburger Klinik, Gynäkologen und Allgemeinmediziner zu einem gemeinsamen Workshop.

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Dem therapeutischen Fortschritt der letzten Jahre sei es zu danken, dass die Überlebenszeiten beim Mammakarzinom, der häufigsten Tumorerkrankung der Frau, in Abhängigkeit von der Metastasenlokalisation und der Biologie des Tumors noch viele Jahre betragen könne, so der Tenor der Experten-Diskussion. Das gemeinsame Resümee: Insbesondere bei einer primär ossären Metastasierung sei die Prognose günstig. Drei Ziele sollten nach übereinstimmender Meinung der Teilnehmer therapeutisch besonders im Focus stehen: die Verhinderung tumorbedingter Komplikationen, die Verlängerung des Überlebens und der Erhalt der Lebensqualität.

Prof. Dr. Ingo Diehl aus Mannheim stellte in seinem Gastvortrag eine Vielzahl wichtiger, praxisrelevanter Aspekte in der palliativen Situation dar. Sanitätsrat Dr. Werner Harlfinger aus Mainz setzte sich in seinem Vortrag mit aktuellen Aspekten der Zusammenarbeit von Brustzentren und niedergelassenen Ärzten auseinander.

In der anschliessenden, teilweise lebhaften Diskussion wurden insbesondere Auswirkungen und Risiken des Paragraphen 116b aus Sicht der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen kritisch bewertet, ebenso die zunehmende Marktmacht von Klinikgruppen mit angeschlossenem MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum).

Ängste seitens der ambulant tätigen Kolleginnen und Kollegen, Krankenhäuser könnten mit Hilfe des §116b Patientinnen unter Umgehung der niedergelassenen FachärztInnen ambulant behandeln, wurden offen angesprochen und engagiert diskutiert.

Ein großer Konsens zwischen Klinikern und niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen liess sich vor allem hinsichtlich der von allen Beteiligten erkannten Notwendigkeit eines gemeinsamen, interdisziplinären und interprofessionellen Netzwerks zur Behandlung der Patientinnen ausmachen.