Aktive Mittagspause zur Rettung der Krankenhäuser
Erneut Protestdemonstration im St. Vincenz
Zahlreiche Mitarbeiter der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH haben heute, Dienstag, 18. November 2008, erneut einem Aufruf des Aktionsbündnisses zur Rettung der Krankenhäuser Folge geleistet und gegen die Unterfinanzierung der Kliniken protestiert. Im Rahmen einer „Aktiven Mittagspause“ protestierten die MitarbeiterInnen der Limburger Klinik massiv gegen den Referentenentwurf der Bundesregierung, der lediglich eine Teilfinanzierung der Forderungen der bundesdeutschen Kliniken beinhaltet. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Lage sei dieses Schmalspurkonzept nicht hinnehmbar, hieß es aus den Reihen der Limburger Mitarbeiter. Die eilfertige Antwort der Bundesregierung auf die überwältige Protestkundgebung im September trage den Forderungen von rund einer Million Krankenhausmitarbeitern bundesweit in keinster Weise Rechnung.

Nach wie vor bestehen diese u.a. auf der vollen Refinanzierung der Tarifsteigerungen und der 100prozentigen Finanzierung zusätzlicher Pflegestellen. Um ihren Forderungen besonderen Nachdruck zu verleihen hatten Ärzte, Pflegende und andere Krankenhausmitarbeiter auf ihre Mittagspause verzichtet und sich im Vorhof des St. Vincenz zu einer halbstündigen Protestaktion versammelt.
Ganz zufällige, aber durchaus nicht unfreiwillige Schützenhilfe bekamen sie dabei vom CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch, der sich anlässlich eines anderen Termins im Krankenhaus aufgehalten hatte. Im Gespräch mit dem Bundespolitiker machte insbesondere auch Krankenhausgeschäftsführer Klaus-Werner Szesik darauf aufmerksam, dass die Finanzierungslücke der Krankenhäuser von 6,7 Mrd. Euro mit dem Gesetzentwurf keinesfalls gedeckt wird. Nachbesserungen seien zwingend notwendig.



