Teamwork im Kampf gegen den Brustkrebs
Großes Interesse am Mammo-Infotag am St. Vincenz
Auf großes Interesse von interessierten Frauen und deren Angehörigen stieß am Wochenende der Informationstag zur Mamma-Diagnostik, den die Abteilungen für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und die Frauenklinik gemeinsam organisiert hatten. Rund 100 Besucher ließen sich aus erster Hand über die Anstrengungen des St. Vincenz-Krankenhauses im Kampf gegen den Brustkrebs, aber auch zum Stand des Mammographie-Screenings im Landkreis Limburg-Weilburg informieren.
Hierzu sprach der Programmverantwortliche Arzt für das Mammographie-Screening, PD Dr. Edgar Rinast, Wiesbaden. Er bezeichnete das St. Vincenz als wichtiges Standbein zur Abklärungsdiagnostik im Rahmen des Screenings für den Landkreis Limburg-Weilburg und bescheinigte dem Haus, auch im Blick auf die medizinitechnische Ausstattung hierfür bestens gerüstet zu sein: Mit der neuen stereotaktischen Mammographieeinheit zur Durchführung der schonenden stereotaktischen Vakuumbiopsie stehe am St. Vincenz eines der modernsten Geräte dieser Art zur Verfügung.
Der Chefarzt der Frauenklinik, Dr. Peter Scheler, informierte über den Patientinnenpfad zur Mamma-Diagnostik sowie über die Bemühungen seiner Abteilung, den Anforderungen für eine Zertifizierung zum Brustzentrum gerecht zu werden.
Hierzu zählen
- Frühzeitige Erkennung von bisher nicht entdecktem Brustkrebs
- Ambulante Sicherung der Diagnose
- Qualitätsgestützte und Leitlinienorientierte Versorgung von Frauen mit Brustkrebs durch ein interdisziplinär arbeitendes Expertenteam
- Permanente Verbesserung der Behandlungsqualität und der Patientenzufriedenheit
- Abstimmung der gesamten Behandlungskette auf die Bedürfnisse der Patientin
- Verbesserung der Lebensqualität der betroffenen Patientinnen
- Senkung der Sterblichkeit und Verbesserung der Überlebensrate von Patientinnen mit Brustkrebs
- Kontinuierliche Aufklärung für Frauen mit Fragen zu Brusterkrankungen
- Interdisziplinäre, individuelle Beratung der Patientin und Festlegung der weiteren Therapieschritte
- Vermeidung von unnötigen Krankenhausaufenthalten und Operationen.
Gemeinsam mit seinen Kollegen aus der Radiologie, Chefarzt Dr. Thomas Heß und Oberarzt Dr. Sebastian Eichinger, demonstrierte er den interessierten Besuchern die erweiterten Möglichkeiten der minimal invasiven Diagnostik sowie von Ultraschall und MRT (Kernspin).
"Unser Ziel ist ein Zentrum für Mammadiagnostik mit optimaler Qualitätssicherung in der Brustkrebsdiagnostik", betont Dr. Scheler. Die jetzt am St. Vincenz mögliche verbesserten Methoden zur Früherkennung könnten oftmals eine Operation überflüssig machen: "Die offenen Biopsien, die durch unsere neue, hochmoderne Diagnostik nunmehr möglich ist, wird vielen Frauen eine Behandlung im Krankenhaus ersparen", betont Scheler.
Die Anwendung besonders schonender Diagnose- und Operationsverfahren gehören nun ebenso zum Standard am St. Vincenz wie die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller an der Brustkrebsversorgung beteiligten medizinischen und pflegerischen Fachdisziplinen. "Wir arbeiten im Team gegen Brustkrebs", betont der Gynäkologe. Dazu zähle auch die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten. "Dies alles ist elementarer Bestandteil unseres fachübergreifenden Teamworks auf dem Weg zum zertifizierten Brustzentrum", betont Dr. Scheler. "Mit vereinten Kräften dem Krebs zu besiegen, das ist unser Ziel!"



