Krönung eines mehrjährigen Zyklus: Der vierte Internationale Kongreß im Kampf gegen den Krebs Engagement für innovative Therapie-Methoden in der Tumor-Forschung
Es war der Abschluß, wenn nicht gar die Krönung eines dreijährigen Zyklus: Das vierte „International Symposium on Target Volume Definition in Radiation Oncology“, das am Wochenende (13. bis 15.Mai 2004) in Limburg zuende ging.
Referierte beim „International Symposium of target volume“: Prof. Dr. Ramon M. Cabanas, der Entdecker der Sentinel-Node-Procedure vom Department of Surgery am Victory Hospital New York (rechts), hier im Bild mit dem Organisator des Kongresses, Prof. Dr. Dr. Ion-Christian Chiricuta, dem Chefarzt des Instituts für Strahlentherapie am St. Vincenz-Krankenhaus.
Denn erstmals weltweit konnten auf dem Kongreß die neuesten Erkenntnisse über das Lymphsystem dreidimensional und anhand der aktuellsten Daten wissenschaftlicher Forschung der Fachwelt vorgestellt werden – eine Weltpremiere in Limburg! Die Zusammenfassung dieses interdisziplinären wissenschaftlichen Status Quo in der Krebsforschung stellte der Organisator des Kongresses, Prof. Dr. Dr. Ion-Christian Chiricuta, in Form eines Fachkompendiums vor, das auch als CD-Rom erhältlich ist. Unterstützung erfuhr der Chefarzt des Instituts für Strahlentherapie am Limburger St. Vincenz-Krankenhaus hierbei durch Prof. Dr. Anders Brahme und Sharif Qatarneh vom Karolynska Institut Stockholm.
Wohnten der Eröffnung des vierten Internationalen Anti-Krebs- Symposiums bei: Limburgs Erster Stadtrat Dr. Heinrich Richard und der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, Horst Schneider.
Ihre gemeinsame Beschreibung des Lymphsystems anhand der aktuellsten Daten ermöglicht künftig eine wesentlich gezieltere Diagnostik - Fachleute bescheinigen dieser Arbeit bahnbrechend neue Erkenntnisse über die Topographie der Lymphknoten im menschlichen Körper: „Wir müssen nun nicht mehr nach der Stecknadel im Heuhaufen suchen...“, so ein Kongressteilnehmer. Anhand der sog. Sentinel-Node-Procedure lässt sich zudem ein Primärtumor perfekt definieren. Prof. Chiricuta: „Die Methode ist so genau, dass man einzelne Tumorzellen suchen kann.“ Als besondere Ehre bezeichnete es der Organisator des Kongresses, dass der Entdecker dieser Methode, Prof. Dr. Ramon M. Cabanas (New York), erneut am Limburger Symposium teilnahm.
Die im Rahmen des Kongresses vermittelten grundlegend neuen Erkenntnisse von der Angiogenese über die Anatomie, die Entwicklung der lymphatischen Gefäßbildung bis hin zur klinischen Anwendung waren Grundlage für intensive wissenschaftliche Diskussionen, welche auch elementare Konsequenzen für therapeutische Maßnahmen nach sich ziehen werden. Thematisiert wurden die Lymphabflusswege der Haut, des gynäkologischen und des HNO-Bereichs, sowie von Lunge, Brust, Rectum und Prostata. Rund 70 Wissenschaftler aus elf Ländern nahmen an dem Kongreß teil, eine Klinik aus Klagenfurth entsandte gleich alle Ärzte einer Abteilung zum Limburger Symposium.
Ausgewiesene internationale Experten stellten in Limburg diverse investigative Therapie-Methoden vor. Hierzu zählen zu den o.g. Experten auch die japanischen Professoren Gen Murakami (Saporro) und Kazuyoshi Suga (Ube), Priv.-Doz. Dr. J. Schirren, Direktor der Thoraxchirurgie an den Horst-Schmitt-Kliniken Wiesbaden, Prof. Dr. J. Werner, Direktor der HNO-Klinik der Universität Marburg, sowie Priv.- Doz. Friedhelm F. Wawroschek (Oldenburg). Unterstützung erfuhr der Prof. Chiricuta in diesem Jahr auch durch den Chefarzt der Abteilung Allgemein-, Gefäß- und Visceralchirurgie des St. Vincenz-Krankenhauses, Priv.-Doz. Dr. Udo A. Heuschen, und dessen Frau Dr. Gundi Heuschen, die beide an der Universität Heidelberg sowie am Deutschen Krebsforschungsinstitut in Forschungsprojekten zur Tumor-Therapie involviert sind. Prof. Chiricuta: „Mit diesem Kongreß möchte das Institut für Strahlentherapie erneut demonstrieren, wie dringlich die Notwendigkeit eines Paradigmen-Wechsels in der Tumorbehandlung ist - ganz gleich, ob es sich um lokale Behandlungsformen (Chirurgie oder Strahlentherapie) oder um systemische Therapieformen (Chemo- und Hormontherapie) handelt.“ In wissenschaftlichen Fachkreisen wirbt das Team des Instituts für Strahlentherapie am St. Vincenz-Krankenhaus schon seit langem für innovative Methoden in der Krebstherapie. Insgesamt nahmen rund 500 Radioonkologen und Medizinphysiker aus 23 Ländern bislang an den Veranstaltungen in Limburg teil.
50 Wissenschaftler aus elf Ländern nahmen am Limburger Symposium teil. Insgesamt haben bislang rund 500 Radio- onkologen und Medizinpysiker aus 23 Ländern an dem von Prof. Dr. Dr. Ion- Christian Chiricuta organisierten Kongresszyklus teilgenommen.



