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Besondere Behandlungsphilosophie für schwerkranke Patienten

International große Resonanz auf Fortbildungsangebot des Limburger Instituts für Strahlentherapie.

Engagement lohnt sich – schlagkräftiger Beweis hierfür ist die mittlerweile sehr große Resonanz auf die Fortbildungskurse des Instituts für Strahlentherapie am Limburger St. Vincenz-Krankenhaus. Nachdem sich beim ersten Kurs zur Bestimmung des Zielvolumens vor fünf Jahren lediglich zwölf Teilnehmer einfanden, wurden dies im Laufe der Jahre stetig mehr: jetzt fanden sich wieder rund 70 Teilnehmer aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz im St. Vincenz-Krankenhaus ein, darunter auch zahlreiche Mitarbeiter aus Universitätskliniken.

„Zielvolumendefinition in der Radioonkologie“ lautete das Thema der von Chefarzt Prof. Dr. Dr. Chiricuta und seinem Team organisierten Fortbildung. Dass diese Thematik in Fachkreisen nunmehr auf solch große Resonanz stößt, ist Ergebnis der jahrelangen Überzeugungsarbeit des Professors, der diese Problematik zum Schwerpunkt seines wissenschaftlichen Wirkens gemacht hat. Mit gutem Grund: Denn eine genauere Anpassung der Strahlendosis an den Tumor bedeutet höchste Schonung des gesunden Gewebes bei gleichzeitiger Reduzierung der Nebenwirkungen auf ein Minimum.

Eine wissenschaftlicher Nachweis, der nach anfänglicher Skepsis seine Wirkung auf die Vertreter dieser medizinischen Disziplin nicht verfehlt hat – gleichzeitig ein unschätzbarer Benefit für die Patienten. So sind es mittlerweile bislang mehr als 200 Ärzte und Strahlentherapeuten, die in Limburg in dieser besonders exakten und ausgefeilten Bestrahlungstechnik geschult wurden. Das große Interesse daran wurde zudem durch die Ausrichtung einer internationalen Kongress-Reihe zum Thema forciert: seit nunmehr vier Jahren trifft sich im Rahmen der von Prof. Chiricuta organisierten Symposien das „Who-is-Who“ der Radioonkologie in Limburg.

Drei Tage wurde jetzt in Limburg über die besondere Problematik der Bestrahlung bei Mamma- und HNO-Karzinomen sowie von Tumoren des Zervix Uteri, des Rektums sowie von Pankreas und Magen referiert. Für jedes dieser Organe wurden detailliert Krankheitsbilder vorgestellt und diskutiert: Von der Anatomie über bildgebende Verfahren, von der Biologie, den Metastasierungswegen bis zum Behandlungsvolumen. Zusätzlich informierten die Diplomphysiker des Instituts für Strahlentherapie am St. Vincenz-Krankenhaus, Bernd Schicker und Uwe Götz, über die Bestrahlungstechniken, welche am Limburger Institut bereits in der täglichen Routine eingesetzt werden.

Aufgrund der nachweislichen Erfolge dieser von Prof. Chiricuta entwickelten Methodik werden derzeit erstmals international geltende Standarts für die Bestrahlung von dem Limburger Chefarzt festgeschrieben. Aufgrunddessen ist Chiricuta zunehmend im internationalen Einsatz: nachdem er in diesem Jahr von den jeweiligen nationalen medizinischen Fachgremien eingeladen worden war, schwedische und polnische Assistenzärzte in dieser Thematik auszubilden, wird er dies im nächsten Jahr auch in Spanien, Chile, Pakistan, Rumänien, Korea und China tun. Mittlerweile arbeiten auch zahlreiche Universitätskliniken nach den von Prof. Chiricuta entwickelten Leitlinien.