Ein „Schrittmacher für die Implantologie
Erstmals Master-Studiengang für Implantologie in Deutschland – wichtiger Baustein in Limburg angesiedelt.
Limburg. Die Deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI) und die Steinbeis-Universität Berlin haben gemeinsam den postgradualen und staatlich anerkannten Studiengang Master of Science in der Implantologie entwickelt und erstmals in Deutschland etabliert. Dies gab DGI-Präsident Dr. Dr. Roland Streckbein jetzt in Limburg bekannt. Abschluß des neuen Studiengangs ist der national und international renommierte akademische Grad „Master of Science in Oral Implantology“, vergleichbar einer fachärztlichen Disziplin. Der berufsbegleitende Studiengang startet im Frühjahr 2005, auch das Limburger St. Vincenz-Krankenhaus wird einer der Studienorte sein. Hier wird das Limburger Institut für zahnärztliche Implantologie eines von insgesamt 24 Studien-Modulen zum Schwerpunktthema knochenverbessernde Maßnahmen anbieten. Denn insbesondere die Verzahnung von Wissenschaft und Praxis als elementarer Auftrag der implantologischen Gesellschaft stand bei der Entwicklung des neuen Studiengangs Pate: „Die Absolventen werden von führenden Praktikern und Universitätskliniken im Netzwerk betreut und haben ohne Umwege den direkten Zugang zur wissenschaftlichen Seite des Fachs“, erläutert Dr. Streckbein das besondere Ausbildungskonzept. Dieser Level ist europaweit einmalig.
Werden am St. Vincenz-Krankenhaus einen Baustein für den neuen Master-Studiengang für Implantologie anbieten: Die Gründer des zahnärztlichen Instituts für Implantologie, Dr. Rainer Hassenpflug (links) und Dr. Dr. Roland Streckbein, der gleichzeitig Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie ist.
„Neue Konzepte, Ideen und eine rasante Weiterentwicklung prägen nicht nur die Implantologie selbst, sondern auch das Fortbildungsangebot der DGI“, konstatiert der in Limburg niedergelassene Zahnmediziner und Implantologe, der von Seiten der DGI bereits seit 1999 ein strukturiertes Fort- und Weiterbildungsangebot in Limburg durchführt. Diese bisherige, zertifizierte Fortbildung wird auf die Masters-Ausbildung angerechnet. Die Kapazität des Instituts für zahnärztliche Implantologie am St. Vincenz-Krankenhaus, welches Streckbein gemeinsam mit Dr. Rainer Hassenpflug (Diez) aufgebaut hat, steht dem neuen Studiengang zur Verfügung: „Der Master ist letztlich konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Fortbildungsbasis“, resümiert der Implantologe.
Besonders froh ist der DGI-Präsident über die Kooperation mit der staatlich anerkannten privaten Steinbeis-Universität. Bislang renommierte Adresse für den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie sei die Universität als Tochter der Steinbeis-Stiftung auch für den medizinischen Bereich ein besonders kompetenter Partner: Mit eben diesem Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis soll eine Tradition der Steinbei-Zentren beispielhaft der Zahnmedizin nutzbar gemacht werden. „Dieses Netzwerk zukunftsgerichteter Qualifizierungsangebote mit ebenso maßgeschneiderten wie praxisorientierten Ausbildungskonzepten - das hat einfach wunderbar zum Profil der DGI gepasst“, meint Dr. Streckbein.
Das Masters-Studium für die Implantologie dauert zwei Jahre, 30 Prozent des Lehrinhalts werden an der Steinbeis-Universität in Berlin, die übrigen 70 Prozent dezentral vermittelt werden. Das Angebot richtet sich an approbierte Zahnärztinnen und Zahnärzte mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung. Jedoch wird es hier nicht um Frontalunterricht gehen, wichtig war den Organisatoren vor allem die Realisation von Hospitationen sowie die Gewährleistung von Supervisionen als Begleitung praktischer Projektarbeit. Am Ende des Studiums müssen die Studierenden ihre Master-Thesis vorlegen, hierbei muß es sich um eine praxisorientierte, wissenschaftlich basierte Arbeit handeln.
Dr. Roland Streckbein: „Als größte Fachgesellschaft mit rund 4500 Mitgliedern ist die Deutsche Gesellschaft für Implantologie der Weiterentwicklung des Fachs besonders verpflichtet.“ Über die Realisation dieses lang ausgefeilten Konzeptes sei man nun besonders stolz: „Der Master-Studiengang wird zum Schrittmacher der Implantologie als einem der spannendsten Gebiete unseres Fachs werden.“
Weitere Informationen:
DGI-Sekretariat für Fortbildung/Steinbeis-Transfer-Institut Management of Dental and Oral Medicine, Bismarckstr. 27, 67059 Ludwigshafen Tel.: 0621/68 12 44 51, FAX: 0621/68 12 44 69



