Willkommen beim St. Vincenz Krankenhaus in Limburg

Zum Seiteninhalt
Alternative Navigation (mit Tabulator und oder Zugriffstasten)

Die Seitennavigation:

 

Geschäftlicher Erfolg und Ethik im Gesundheitswesen – ein Widerspruch?

Prof. Dr. habil. Josef Wieland spricht auf Einladung der Krankenhausgesellschaft

Wirtschaftliche Kriterien und moralische Ansprüche scheinen schon von jeher in einem spannungsgeladenen und widerpruchsvollen Verhältnis zu stehen. Für die Ethik im Gesunheitswesen, vor allem, wenn es um ärztliche Leistungen und Pflegedienste geht, scheint dies in zugespitzter Form zuzutreffen. „Geschäftlicher Erfolg und Ethik im Gesundheitswesen – ein Widerspruch?“ ist Thema des Vortrags von Prof. Dr. habil. Josef Wieland, der am Donnerstag, 4. November 2004, um 19.30 Uhr auf Einladung der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH in den Konferenzräumen des St. Vincenz-Krankenhauses sprechen wird.

Der Referent ist Professor für Wirtschaftsethik an der Fachhochschule Konstanz und wissenschaftlicher Direktor des Konstanz Institut für WerteManagement. Der Preisträger des Max-Weber-Preises für Wirtschaftsethik wird sich im Rahmen seines Vortrags, der gleichzeitig auch inoffizielle Auftaktveranstaltung der Limburger Gesundheitstage ist, insbesondere mit der moralischen Problematik der Diskussion über die Zukunft des Gesundheitswesens in Deutschland beschäftigen. An Beispielen aus der Praxis wird Prof. Dr. Wieland aufzeigen, wie Krankenhäuser, Pharmaunternehmen und Ärzte bereits heute mit der moralischen Herausforderung der Gesellschaft an das Gesundheitswesen umgehen und welche Erfahrungen sie dabei gemacht haben.

Wieviel Ökonomie verträgt die Medizin? Diese Problematik wird der Direktor des Instituts für Wertemanagement, Prof. Dr. habil. Josef Wieland, am Donnerstag, 4. November 2004 im St. Vincenz-Krankenhaus beleuchten.

Die Stichworte der aktuellen Diskussion über die Zukunft des Gesundheitswesens scheinen sich alle um die gleichen zentralen Punkte zu drehen: Kosten senken, Leistungen privatisieren, Abläufe rationalisieren. Hinzu kommen immer wieder Skandale, die das Gesundheitswesen und den Glauben an die Integrität der dort Beschäftigten erschüttern.

Bei genauerem Hinsehen zeigt sich allerdings, daß nicht nur die finanzielle, sondern auch die moralische Grundlage des deutschen Gesundheitswesens auf einem wackligen Fundament steht: Die Frage, wie viel Solidarität man einander in Notlagen schuldig sei, habe sich längst gewendet in die Frage, welche Leistungen jedem Einzelnen zustehen. Die Frage, wie integres Handeln im Gesundheitswesen zu fördern sei, werde überhaupt nicht aufgeworfen. Dabei erbringe das Gesundheitswesen eine moralisch sensible Dienstleistung, die ohne die Legitimierung und Akzeptanz der Gesellschaft nicht erfolgreich sein kann. Prof. Wieland: „Wert und Werte, Wertschöpfung und Werteorientierung müssen da keinesfalls ein Widerspruch in sich selbst sein, sondern können und müssen füreinander Erfolgsbedingungen bilden.“