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Bestätigung einer besonderenBehandlungsphilosophie

Strahlentherapeut am St. Vincenz zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Würzburg ernannt

Limburg. Zum außerplanmäßigen Professor an der Medizinischen Fakultät der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist jetzt der Leiter des Instituts für Strahlentherapie und Radioonkologie am St. Vincenz-Krankenhaus, Prof. Dr. Ion-Christian Chiricuta, ernannt worden. Diese Berufung ist auch die Bestätigung der Behandlungsphilosophie des engagierten Mediziners, der den Schwerpunkt seines wissenschaftlichen Wirkens vor allem der Definition des Zielvolumens bei der Bestrahlung gewidmet hat. Ein Verfahren, das eine äußerst genaue Anpassung der Strahlendosis an den Tumor und somit die höchste Schonung des gesunden Gewebes sowie eine Reduzierung der Nebenwirkungen auf ein Minimum ermöglicht.

Für dieses Verfahren, das er bereits in seiner Zeit als Oberarzt unter Prof. Dr. W. Bohndorf an der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie an der Universität Würzburg kennenlernte, leistet Prof. Chiricuta intensive Überzeugungsarbeit auch in wissenschaftlichen Fachkreisen: Vor allem durch die Ausrichtung einer internationalen Kongress-Reihe, die sich in Fachkreisen bereits erhebliches Renomee erworben hat: Rund 300 Radioonkologen und Medizinphysiker aus 23 Ländern nahmen an den beiden Kongressen in Limburg teil, der dritte wird am 29. /30. Mai 2003 in Limburg stattfinden.

Multiplikatoren für seine Behandlungsmethode findet er auch bei Schulungen zur Definition des Zielvolumens, die er in Polen und den baltischen Ländern, flächendeckend aber auch in Kuwait und der Türkei durchführte. In der litauischen Hauptstadt Vilnius ist er an einem Lehrprogramm zur Ausbildung universitärer Strahlentherapeuten beteiligt. Auf Einladung der schwedischen Gesellschaft für Radioonkologie wird Professor Chiricuta Schulungskurse für alle Strahlentherapeuten des Landes durchführen.

Möglich wird diese umfassende Überzeugungsarbeit vor allem auch durch ein bestens aufeinander abgestimmtes Team am Limburger Institut. So wurden gemeinsam mit den Medizinphysikern Uwe Götz und Bernd Schicker zudem drei Workshops speziell für Medizinphysiker und Ärzte organisiert. Wichtige Themen zur Bestrahlungstechnik von HNO-Tumoren, Mammakarzinomen und Karzinomen im Bereich des Beckens (Prostata- und Cervix-Uteri-Karzinom) wurden dabei behandelt. Der zuletzt organisierte Workshop zum Thema Bestrahlungstechniken beim Prostata- und Cervix-uteri-Karzinom wurde von 170 Teilnehmern aus dem deutschsprachigen europäischen Raum besucht.

Die Bestrahlungstechniken, die am Limburger Institut für Strahlentherapie routinemäßig eingesetzt werden, wurden bereits von vielen anderen Kliniken übernommen – auch ein Beleg dafür, dass dem Behandlungsniveau des Teams von Professor Chiricuta in medizinischen Fachkreisen höchstes Niveau bescheinigt wird. Die im letzten Jahr im Zuge einer großangelegten Spendenaktion erfolgte Aufrüstung des Linearbeschleunigers mit einem Multileaf-Kollimator, eine Investition von über 1,5 Millionen Mark, stellte die Behandlung am Institut auch aus rein technischer Sicht auf den modernsten Stand.