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Lichtblick und neuer Mittelpunkt

Cafeteria für Patienten, Mitarbeiter und Besucher imSt. Vincenz-Krankenhaus eröffnet

Limburg. „Wir sind in einer neuen Zeit angekommen“, meinte der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH, Rechtsanwalt Erwin Reuhl, anlässlich der Einweihung des jüngsten Bauprojekts am St. Vincenz-Krankenhaus, der Cafeteria für Patienten, Mitarbeiter und Besucher. Man habe den Umbruch gewagt und Raum geschaffen für Begegnung. Dies allerdings unter nicht zu unterschätzenden schwierigen baulichen Bedingungen: Auch wenn das Bauvorhaben mit 1400 cbm umbautem Raum und einer Fläche von 270 qm nicht unbedingt groß sei, habe es in technischer Hinsicht alle Beteiligten gefordert, meinte Architekt Willi Hamm. So wurde beispielsweise der gesamte Erweiterungsbau über vier freistehende Säulen im stark zerklüfteten Felsrelief des Schafsberges mit Hilfe von Einzelfundamenten gegründet. Auch in der Außenanlage wurden umfangreiche Baumaßnahmen nötig, um die Durchfahrt als Feuerwehrzufahrt zu erhalten, zudem sind über den neuen Glasaufzug zwei behindertengerechte Besucherparkplätze mit dem Erdgeschoß des St. Vincenz verbunden. Raumhohe Verglasungen ermöglichen wunderbare Ausblicke über Stadt, Dom und Landschaft. „Ungewöhnliche Situationen verlangen ungewöhnliche Lösungen“, meinte Hamm und bezeichnete die neugestaltete Cafeteria als „neuen Mittelpunkt des St. Vincenz“.

Die neue Wohlfühlatmosphäre für Patienten, Mitarbeiter und Besucher war der Krankenhausgesellschaft 1,3 Millionen Euro wert – eine Investition, die nicht nur optisch mit zahlreichen Vorteilen einhergeht: Es gibt mit rund 150 Sitzplätzen (80 im Erdgeschoß, 50 im als Galerie gestalteten Obergeschoß und 20 auf der Terasse) ein wesentlich besseres Platzangebot, auch die Öffnungszeiten wurden deutlich erweitert: werktags von 7 bis 19 Uhr, sonn- und feiertags von 8 bis 18 Uhr. Innovationen gibt es auch im Warensortiment: Free Flow und Front Cooking wurden mit der neuen Cafeteria im Vincenz eingeführt. Free Flow bedeutet Selbstbedienung, wie man es bereits aus Kaufhäusern kennt. Dies gilt für Flaschen, Getränke aus Zapfanlagen, Salate, Eis, Kaffee, Zeitschriften und Kioskbedarf bis hin zu warmen und kalten Gerichten. Front-Cooking bedeutet, daß frische Speisen auf einer Grillstation oder in einem Wok vor den Augen der Gäste zubereitet werden. Daß eine solche Einrichtung in einem Gesundheitszentrum als „rauchfreie Zone“ eingerichtet wird, verstand sich für die Krankenhausleitung von selbst. Geschäftsführer Horst Schneider dankte den Architekten, Fachingenieuren und Handwerkern für engagierte und termingerechte Arbeit. Dank galt aber auch den Mitarbeitern der Pforte, die lange Wochen nur unter großen Beeinträchtigungen ihrer Arbeit nachgehen konnten, sowie der technischen Leitung des Hauses, Ulrich Hassler und seinem Stellvertreter Wilhelm Huth. „Gut Ding will Weile haben“, meinte Schneider und verwies auf die lange Entstehungsgeschichte des Projekts. Schon 1993 habe es erste Überlegungen zur Optimierung der Angebote des Hauses für Patienten und Besucher, aber auch Mitarbeiter gegeben. Im Rahmen einer damals erstellten Prioritätenliste seien zunächst den Verbesserungen im stationären Bereich sowie der Arbeitsbedingungen Vorrang eingeräumt worden. Doch zur Zufriedenheit von Patienten und Mitarbeitern gehöre ein gutes Verpflegungsangebot in angenehmem Ambiente: „Dies war bereits 1993 unser Ziel“, betonte Schneider. Nach Besichtigung verschiedener Krankenhauscafeterien habe man erkannt, daß nur eine gemeinsame Cafeteria für Mitarbeiter und Patienten Sinn mache. Nach einjähriger Planungsphase, Baubeginn im August 2002 und Fertigstellung und Inbetriebnahme innerhalb des terminlich vorgesehenen Rahmens habe man nun die Vorraussetzungen für bessere Wirtschaftlichkeit und Refinanzierung der Investition geschaffen. Zudem gewinnt das Haus im Bereich der ehemaligen Personalcafeteria neue Räumlichkeiten für Fortbildungen und Veranstaltungen.

Daß die neue Cafeteria nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem auch in Blick auf Angebot und Ambiente ein absoluter Gewinn für das St. Vincenz-Krankenhaus ist, davon konnten sich zahlreiche Ehrengäste, darunter auch in Vertretung des Bürgermeisters der erste Stadtrat Dr. Heinrich Richard („ein schönes Erlebnis von Kreativität und Gestaltung“), auf Einladung der Krankenhausgesellschaft persönlich überzeugen. Die Patienten wurden in einer Life-Übertragung von TeleRadio St. Vincenz über die Eröffnungsfeierlichkeiten informiert.