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Neue Leitung der Nephrologischen Abteilung

Mit dem altersbedingten Ausscheiden von Prof. Girndt zum 1.November 2003 hat der Verwaltungsrat der Krankenhausgesellschaft die Leitung der Nephrologischen Abteilung Dr. Stephan Walter übertragen, der bereits seit 1994 als Oberarzt in der Nephrologie tätig ist. Nach einem Studium an der Johannes Gutenberg – Universität in Mainz, wo er im Fach Neuropathologie zum Thema „Ultrastrukturelle Untersuchungen an dermalen Nerven bei lysosomalen Speicherkrankheiten“ magna cum laude promoviert hat und einem Ausbildungsjahr am Kemperhof in Koblenz hat er seine Tätigkeit in Limburg 1987 als Assistenzarzt der Medizinischen Klinik begonnen.

Nach Erlangung des Facharztes für Innere Medizin 1993 wechselte er endgültig in die Nephrologische Abteilung, in die er bereits im Rotationsverfahren Einblick gewinnen konnte. Nach Ablegen der Prüfung zur Teilgebietsbezeichnung Nephrologie übernahm er die Oberarztstelle der Nephrologischen Abteilung. In seine Zeit als Oberarzt fällt die Zusammenlegung der anfangs über das ganze Haus verteilten Nephrologischen Betten, die Planung und der Neubau der Dialysestation im sechsten Stock, die Einführung duplexsonographischer Verfahren zur Beurteilung der renalen Perfusion und von Dialyseshunt, kontinuierlicher Behandlungsverfahren in der Intensivmedizin und eines neuen zeitgemäßen EDV gestützten Dokumentationsverfahrens für die Dialyseabteilung - alles Projekte, die Dr. Walter maßgeblich mitgestaltet hat.

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit am Krankenbett hat der gebürtige Limburger eine Ausbildung zum Gesundheitsökonomen im Fernstudium absolviert und engagiert sich im Controlling vor allem bei der Einführung des neuen Entgeltsystems und der Optimierung der vorhandenen EDV.Als Herausforderung betrachtet er es, das schwerkranke, multimorbide Krankengut einer nephrologischen Abteilung auch unter den gegenwärtigen ökonomischen Zwängen optimal zu versorgen: „Monetik darf in einem christlich geprägten Haus nicht Ethik dominieren.“ Nach Ansicht des neuen Leiters der Abteilung wird auch in Nephrologie und Dialyse die Qualitätssicherung in den nächsten Jahren ein großes Thema sein. Die die Kostenträger hätten sich dem bereits angenommen, auch in der Nephrologie werde man sich dieser Entwicklung in größerem Umfang als bisher widmen müssen.

Dr. Walter ist 43 Jahre alt, wohnt in Freiendiez, ist verheiratet und hat zwei Töchter. In seiner Freizeit entspannt er sich beim Klavier- und Orgelspiel und erforscht in alten Archiven seine Familien- und Heimatgeschichte.

Ihm zur Seite gestellt ist als Oberärztin Dr. Jutta Thiemer, die ebenfalls ihre Ausbildung zur Nephrologin hier im Haus erworben hat.Sie wurde in Hanau geboren, absolvierte ihr Medizinstudium an der Johann-Wolfgang Goethe Universität Frankfurt und promovierte zum Thema „Antiarrhythmische Wirksamkeit und Bioverfügbarkeit von Propafenon“.

Nach Beendigung des Studiums begann Sie 1990 Ihre Ausbildung in der Medizinischen Klinik unseres Hauses, 1999 erhielt sie die Facharztanerkennung für Innere Medizin und erwarb 2002 die Zusatzbezeichnung Nephrologie. In ihren Freizeit beschäftigt sie sich mit klassischer Musik und Literatur.