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„Alles gelingt nur im Miteinander“

Offizielle Amtseinführung von Dr. Patricia Schaub als Chefärztin der neuen Klinik für Gefäßchirurgie

Dass eine Frau einen Ritterschlag erhält, ist selten – das merkt man schon allein daran, dass es ganz offensichtlich keine genderkonforme Formulierung für diese Form der Anerkennung gibt. Nichtsdestotrotz wurden jetzt bei der offiziellen Einführung von Dr. Patricia Schaub als Chefärztin der neuen Klinik für Gefäßchirurgie diverse Ritterschläge erteilt: sie galten in erster Linie der neuen Chefärztin selbst und kamen aus berufenem Munde: Prof. Dr. Hardy Schumacher von der Klinik Hirslanden, einer renommierten Schweizer Privatklinik mit illustrem internationalen Patientenklientel, mehr als acht Jahre Chef von Dr. Patricia Schaub, bekannte vor zahlreichen Gästen aus Medizin und Pflege, Politik und Gesellschaft, dass er sich auch selbst von ihr operieren lassen würde: „Die höchste Ehre, die man als Chirurg einem Kollegen erweisen kann.“ Patricia Schaub komme aus der angesehensten Schule der Gefäßchirurgie. Sie habe von herausragenden klinischen Lehrern gelernt und von „sehr großen Künstlern der Gefäßchirurgie“ fachlich enorm profitiert. Gleichzeitig würdigte Schumacher auch das Fach der Gefäßchirurgie selbst: Es sei herausragende Pionierleistung der Medizin gewesen, die Menschen durch die Arbeit im Gefäßsystem zu behandeln ohne den Körperraum zu eröffnen zu müssen.

Auch Dr. Simon Classen, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum Hanau lobte seine frühere Leitende Oberärztin und bekräftigte den Ritterschlag des Schweizer Kollegen ausdrücklich. Frau Dr. Schaub sei eine ganz besondere Person: „eine fachlich kompetente Kollegin mit gutem Austausch, ein großer Kommunikator und liebevoll gegenüber denen, die sich ihr anvertrauen.“ Der Ärztliche Direktor des St. Vincenz-Krankenhauses, PD Dr. Joachim Hillmeier, zollte der neuen Kollegin höchsten Respekt: „Sie kamen von einer großen Gefäßchirurgie und haben sich nicht gescheut, hier mit einem kleinen Team zu starten“, so Hillmeier. Die Gefäßchirurgin sei am St. Vincenz bereits nach den ersten drei Monaten „super eingeschlagen.“

Das alles sind ungewöhnlich positive Schlagzeilen in Zeiten, in denen das Gesundheitswesen gebeutelt wird von gesundheitspolitischen Restriktionen – so konstatierte es auch Irmgard Busch, die stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates des St. Vincenz-Krankenhauses. Der Landkreis Limburg-Weilburg tanze in diesem Kontext offensichtlich ein wenig aus der Reihe. Denn während anderswo von Deckelung die Rede sei (Fachbegriff für die politisch verordnete Budgetbegrenzung), werde demgegenüber am St. Vincenz sogar noch erweitert, eine ganze Abteilung gegründet: „Eine wichtige medizinische Disziplin, die vorher als Unterabteilung unter Chefarzt PD Dr. Udo Heuschen geführt wurde, wird ausgegliedert und als eigenständige Hauptabteilung geführt.“ Ein Angebot, so Busch, das es in sechs benachbarten Landkreisen derzeit nicht gebe. Dabei sei dies angesichts des demographischen Wandels notwendiger denn je: „Die Menschen brauchen diese Versorgung direkt vor Ort und nicht erst in einer Stunde Anfahrtszeit,“ machte Irmgard Busch dem Auditorium die Bedeutung dieser Entscheidung deutlich: „Es war ein schwieriger Spagat, den wir aber für eine qualifizierte Versorgung der Menschen der Region gern gewagt haben.“

Ganz generell freute sich Irmgard Busch, die einzige Frau im Vincenz-Verwaltungsrat, über die weibliche Sicht im klinischen Alltag. Diese könne in vielerlei Aspekten zu anderen Perspektiven verhelfen, so Busch. Auch in dieser Hinsicht schwimme die Limburger Klinik ein wenig gegen den Strom. Denn wenn man auch in wenigen Monaten die hoch geschätzte Chefärztin der Anästhesie, Professor Dr. Bremerich, an ein Haus im Rhein-Main-Gebiet nahe ihres Wohnortes verlieren werde, so habe man mit Frau Dr. Neubauer-Saile, der Chefärztin der Gastroenterologie, und eben Frau Dr. Schaub immer noch einen recht respektablen Frauenanteil in der medizinischen Führungsriege aufzuweisen. Dem gesamten Mitarbeiterteam des St. Vincenz wünschte Irmgard Busch im fachlichen Miteinander mit der neuen Chefärztin neue Impulse und intensive, fruchtbare Zusammenarbeit „zum Wohle unserer Patienten und zum Wohle der Menschen dieser Region.“

Ein Gedanke, den Geschäftsführer Guido Wernert gern aufgriff: „Die medizinische Familie wächst und entwickelt sich für die Region“, so der Geschäftsführer. Hier vollziehe sich zukunftsorientierte Entwicklung auf solider Basis.

Die neue Chefärztin selbst hatte das letzte Wort – sie dagegen enthielt sich jeglicher Ritterschläge, sondern mahnte Bescheidenheit an: „Erfolg und Mißerfolg liegen ganz nah beieinander – deshalb macht mich die Position als Chefärztin nicht stolz, sondern demütig,“ bekannte die Gefäßchirurgin. Arzt sein und Mensch sein, Leben und Sterben – das Eine sei nicht ohne das Andere möglich, konstatierte Dr. Schaub. Ihre neue Aufgabe in Limburg beinhalte hohe Verantwortung im Blick auf Patienten und Personal, Therapie und Ökonomie. All dem gerecht zu werden könne jedoch nur gelingen, „wenn es ein Miteinander gibt.“