Sanierung im Dienst der Patienten
St. Vincenz saniert Bettenhaus Ost für mehr als 11 Millionen Euro.. Hessischer Sozialminister Stefan Grüttner überreichte den Fördermittelbescheid des Landes in Höhe von 7,1 Millionen Euro.
Zu einer qualifizierten medizinischen Versorgung in einem Krankenhaus gehört auch eine moderne Ausstattung. Nachdem das Bettenhaus West sich bereits im neuen Antlitz zeigt, soll nun die noch ausstehende Sanierung im Bettenhaus Ost folgen. Ab November geht es los. Am Ende der Baumaßnahme in etwa zwei bis drei Jahren werden alle Gebäude des Krankenhauses saniert sein. 11.185.000 Euro werden die Baumaßnahmen kosten. Das Land Hessen unterstützt die Sanierung mit Fördermitteln in Höhe von 7,1 Millionen Euro, den Rest finanziert das St. Vincenz aus Eigenmitteln.
Geschäftsführer Klaus-Werner Szesik begrüßte den hessischen Sozialminister Stefan Grüttner gemeinsam mit Dr. Christoph Oberwittler, Ärztlicher Direktor, und Erwin Reuhl, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH.
Die frohe Botschaft und den Fördermittelbescheid überbrachte der Sozialminister persönlich; über einen solchen Betrag entscheidet auch er nicht alle Tage. Es ist der siebte Bauabschnitt, der damit durch das Land gefördert wird, weitere Projekte habe man bereits im Blick. Der Minister würdigte die rege Bautätigkeit auf dem Schafsberg als Prozess von enormer Dynamik. Dies verdeutliche, dass das St. Vincenz nicht nur ein lokales Krankenhaus für Limburg ist, sondern eine erhebliche überregionale Bedeutung habe, auch hinsichtlich der großen Bandbreite im medizinischen Versorgungsangebot. Sein Einzugsbereich reiche über die Landesgrenze hinaus.
Anlässlich der Übergabe des Fördermittelbescheides des Landes Hessen würdigte Sozialminister Stefan Grüttner die umfangreichen Investitionen der Krankenhausgesellschaft in die Zukunft des St. Vincenz.
"Krankenhäuser sind die Kernzelle der gesundheitlichen Versorgung. Aus diesem Grund ist es wichtig, Krankenhäuser so auszubauen, dass sie ihre Zukunftsfähigkeit behalten", so Stefan Grüttner. Das Gesundheitswesen sei einer der größten wirtschaftlichen Bereiche mit vielen Arbeitsplätzen, die nicht davon bedroht sind, ins Ausland verlegt zu werden. Dies bezeichnete er als volkswirtschaftlich wichtigen Faktor. "Deshalb ist es notwendig, die Krankenhäuser in die Lage zu versetzen, ihre immer anspruchsvoller werdenden Managementaufgaben zu erfüllen, um den Betreib aufrecht erhalten zu können."
Sozialminister Stefan Grüttner überreicht den Fördermittelbescheid an Geschäftsführer Klaus-Werner Szesik und Erwin Reuhl, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH.
Erwin Reuhl, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH verwies darauf, dass seit 20 Jahren im Dienste der Patienten kontinuierlich auf dem Schafsberg gebaut werde, um eine moderne medizinische Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten und das Krankenhaus für die Anforderungen in der Zukunft zu rüsten. "Krankenhäuser stehen heute vielfach vor dem Problem, dass die vorhandenen Krankenhausbauten den heutigen Anforderungen nicht mehr standhalten", sagte Geschäftsführer Klaus-Werner Szesik. Wenn ein Krankenhaus nun die Möglichkeit habe, seinen Versorgungsauftrag mit einer Optimierung von Bettenstruktur, Stationsgröße und medizinischer Ausstattung zu verbinden, könne es mit Zuversicht in die Zukunft schauen. So habe man im März einen entsprechenden Fördermittelantrag gestellt, der jetzt bewilligt wurde. Im Einzelnen umfasst die Sanierung fünf Geschosse des Bettenhauses Ost: vom zweiten Untergeschoss bis zum zweiten Obergeschoss. Um Bettenkapazität zu gewinnen, wird mit dem ersten Untergeschoss begonnen.
Geschäftsführer Klaus-Werner Szesik stellte das Sanierungskonzept vom Bettenhaus Ost vor.
Im Zuge der Maßnahme entsteht eine neue Intensivstation mit vier Einzelzimmern, teilweise auch mit Schleusen für Infektionskrankheiten sowie vier Doppelzimmer. Dazu gehört auch eine Intermediate Care Station mit fünf Zweibett-Zimmern. Die chirurgische und die internistische Intensivstation werden dann auf einer Ebene liegen, die Vorgaben des Brandschutzes können durch die Umbaumaßnahmen deutlich besser umgesetzt werden. "Mit dem ersten Untergeschoss", so Klaus-Werner Szesik, "gewinnen wir eine außerordentlich attraktive neue Station mit besonders großzügigen Zimmern, die sogar über eine Art Wintergarten verfügen." Dies werde aus Eigenmitteln finanziert. "Durch den Bau dieser Station werden wir unsere Bettenkapazität künftig auch bei Umbaumaßnahmen im Plan halten können", fügte er hinzu. Nach der Sanierung werde es auf allen Stationen eine zentrale Administration geben, die Nebenräume werden mehr oder weniger gleich gestaltet: So werde es einen Sozialraum, einen reinen Arbeitsraum und zwei unreine Arbeitsräume geben, zwei Arztzimmer, eine Wartezone für Besucher und Patienten sowie einen Entsorgungsraum und Umkleiden geben. Alle Patientenzimmer sollen zukünftig mit einer Nasszelle ausgestattet sein mit begehbarer Dusche, Waschbecken und Toilette.
Im ersten Obergeschoss werden nach dem Umbau acht Zweibett- und sechs Dreibett-Zimmer bereit stehen, im Erdgeschoss sechs Zweibett- und acht Dreibett-Zimmer.
Das erste Untergeschoss wird elf Zweibett-Zimmer mit einer großen behindertenfreundlichen Nasszelle beherbergen. Im zweiten Untergeschoss wird die Physiotherapie eingerichtet mit zentraler Anmeldung, Massage- und Fangoräumen, Stangerbad sowie Gymnastikräume für Einzel- oder Gruppenbehandlung.
Darüber hinaus wird ein besonderer Trainingsraum etabliert mit Kardiogeräten und natürlich ein Büro, Sozialraum, Teeküche und Umkleiden für die Mitarbeiter. Die Bauarbeiten dazu beginnen im November 2011 und sollen etwa in zweieinhalb Jahren abgeschlossen sein.
Eindringlich warb auch Dr. Christoph Oberwittler, Ärztlicher Direktor am St. Vincenz, um Verständnis für die anstehenden und künftigen Baumaßnahmen. "Unser wichtigstes Ziel sind in medizinisch diagnostischer Hinsicht zufriedene Patienten. Baumaßnahmen auf dem Schafsberg dienen deshalb auch dazu, qualifizierte Mitarbeiter, die sich um die Patienten kümmern, für das Krankenhaus zu gewinnen."



