Willkommen beim St. Vincenz Krankenhaus in Limburg

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Forum Gesundheit: die Themen der neuen Staffel unserer Vortragsreihe

Im September startet wieder das "Forum Gesundheit". Die gemeinsame Veranstaltungsreihe der Kreisvolkshochschule Limburg-Weilburg in Zusammenarbeit mit der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH und der Nassauischen Neuen Presse als Medienpartner will aktuelles medizinisches Wissen in allgemeinverständlicher Form einem breiteren Publikum nahe bringen. Der Besuch der Veranstaltung und das Parken im hauseigenen Parkhaus des Krankenhauses sind gebührenfrei.

Volkskrankheit –Osteoporose: Wenn die Knochen brechen

Referent: PD Dr. Joachim Hillmeier, Chefarzt Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie Termin: Mittwoch, 21.9.2011, 20:00 Uhr in den Konferenzräumen des St. Vincenz-Krankenhauses Limburg.

Die Osteoporose ist eine schleichende Stoffwechselerkrankung, an der heute in Deutschland bereits etwa fünf Millionen Menschen, vorwiegend Frauen, leiden. Die Osteoporose geht einerseits mit einem deutlichen Verlust an Knochenmasse, als auch mit einer Veränderung der Mikroarchitektur des Knochens einher. Hieraus resultiert eine verminderte Festigkeit und Belastbarkeit des Knochens mit daraus entstehenden Knochenbrüchen bei bereits kleinen Traumen. An der Wirbelsäule kann es bereits ohne ein Sturzereignis zu Brüchen mit Schmerzen und Fehlstellungen kommen.

In Deutschland leben etwa 1,7 Millionen Frauen und 0,8 Millionen Männer mit osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen. Es handelt sich keineswegs um eine harmlose Erkrankung. Die Lebenserwartung der Betroffenen nach derartigen Knochenbrüchen ist deutlich reduziert.

Entscheidend für den Verlauf der Erkrankung ist die frühe Diagnosestellung, eine richtige Ernährung, körperliche Aktivität, eine langdauernde medikamentöse Therapie und bei Knochenbrüchen eine schnelle und kompetente operative oder konservative Behandlung.

Die Divertikel-Krankheit

Referent: PD Dr. Erhard Siegel, Chefarzt Medizinische Klinik Gastroenterologie Termin: Mittwoch, 16. November 2011, 20:00 Uhr in den Konferenzräumen des St. Vincenz-Krankenhauses Limburg.

Die Prävalenz* der Divertikulose des Kolons (Dickdarm) hat in den westlichen Industrienationen in den letzten 100 Jahren massiv zugenommen. Als Hauptursache gelten die Änderungen der Ernährungsgewohnheiten und das zunehmende Alter der Bevölkerung. 20 bis 30 Prozent der Menschen mit Divertikel entwickeln eine klinisch relevante Erkrankung. Die zunehmende Alterung der Gesellschaft lässt für die Zukunft einen weiteren Anstieg der divertikelbedingten Erkrankungen erwarten. Als Risikofaktoren für die Entwicklung einer Divertikelkrankheit gelten neben dem Alter und einer ballaststoffarmen Kost eine langdauernde Immununterdrückung, die Einnahme von Schmerzmitteln wie nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) und Übergewicht.

* Prävalenz oder Krankheitshäufigkeit ist eine Kennzahl der Gesundheits- und Krankheitslehre und sagt aus, wie viele Menschen an einer bestimmten Krankheit erkrankt sind.

Bei der Divertikulitis ist neben einer verlässlichen klinischen Untersuchung und Bildgebung, die das Ausmaß der Entzündung und ihre Komplikationen erfasst, auch eine genaue Kenntnis des natürlichen Verlaufs der Erkrankung notwendig, um bei jedem Patienten eine differenzierte Entscheidung über das optimale Therapiekonzept zu ermöglichen. Die konservative Therapie besteht aus einer kalkulierten Antibiotikatherapie und – je nach Schwere des Krankheitsbildes – einer Einschränkung der oralen Nahrungszufuhr. Bei der chirurgischen Therapie der unkomplizierten, aber auch komplizierten Divertikulitis, werden in den letzten Jahren zunehmend laparoskopische Verfahren eingesetzt.

Wir werden Ihnen im Rahmen des VHS-Seminars einen umfangreichen Überblick über Diagnostik und die verschiedenen Therapiemöglichkeiten der Divertikelkrankheit vermitteln.