Willkommen beim St. Vincenz Krankenhaus in Limburg

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Besonderer Blick durch ein individuelles Vergrößerungsglas:
Die Amerikanerin Sherie Haunzwickl stellt im St. Vincenz-Krankenhaus aus

Sie schätzt die einfachen Elemente, aus denen Natur besteht. Dinge, welche die meisten gar nicht mehr wahrnehmen, da man sie ständig sieht: Hände, die ein Weinglas halten beispielsweise. Oder eine einfache Holzbank, ein heruntergekommener Bahnhofswinkel, eine zerzauste Feder. Sherie Haunzwickl, Absolventin des New York Institute for Photography und Fotographin mit ganz besonderem Blick, stellt zur Zeit im Foyer des St. Vincenz-Krankenhauses ihre Werke aus. "Sichtweisen" lautet der Titel der Präsentation im Rahmen der Ausstellungsreihe "Kunst im Krankenhaus", welcher schon auf die besonders charakteristische Art und Weise der Künstlerin aus Chicago hinweist, Menschen und Dinge zu sehen, respektive in den Blickwinkel zu nehmen.

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Stellt in der Reihe "Kunst im Krankenhaus" aus: Sherie Haunzwickl, gebürtige Chicagoerin und Absolventin des New York Institute for Photography.

Dies tut sie sensibel, ja fast behutsam: "Die visuellen Elemente wie Formen, Beschaffenheit und das Wechselspiel von Licht und Schatten zu studieren, erfüllt mich mit großer Befriedigung", sagt Sherie Haunzwickl, die seit 1997 in Laurenburg lebt. "Nur wenn sich in meinem Kopf das fertige Bild zeigt, zücke ich die Kamera. Dieses Foto bearbeite ich dann im Computer so lange, bis es dem Bild in meinem Kopf entspricht", erläutert die Künstlerin. Zwischen der Ablichtung und der Bearbeitung können manchmal Jahre liegen – wie bei dem Bild mit der Bank: vor vielen Jahren nahm sie es in einem alten Bahnhof im Erzgebirge auf, aber erst vor kurzem stellte sie es fertig. Was ursprünglich ein wenig spektakuläres Farbfoto war, ist jetzt – in schwarz/weiß, bearbeitet und unter dem Titel "no one waits" – ein fast spektakuläres Objekt der Präsentation im St. Vincenz-Krankenhaus.

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Die Künstlerin im Gespräch mit Geschäftsführer Klaus-Werner Szesik.

Gerade das Bedürfnis, jenen flüchtigen Moment der Wahrnehmung der Dinge festzuhalten, sowie die Liebe zur Natur seien es gewesen, die ihr Interesse an der Fotographie geweckt habe. Sherie Haunzwickl: "Aus dieser anfänglichen Faszination entstand meine Art des künstlerischen Ausdrucks". Die Fotographie erzähle Geschichten vom Leben und Sterben, vermittle Einsichten, Freude und Schmerz: "Es erstaunt mich immer wieder, wie leicht Fotographie Emotionen auslösen kann oder auch Beziehungen herstellt. Wenn es mir gelingt, mit meinen Fotographien eine Ahnung meiner Vision zu vermitteln, diesen Blick durch mein Vergrößerungsglas, dann hat sich der Aufwand gelohnt", resümiert die amerikanische Künstlerin, die gleichermaßen Mitglied der Professional Photographers of America wie des Nassauer Künstler-Stammtisches und der LahnArtists ist. Was ihre Bilder so besonders macht? Das bringt wohl am besten ihr "Scout, Manager, Model und Sherpa", kurz: Ehemann Wolfgang Haunzwickl auf den Punkt: "Sehen Sie doch selbst! Lassen Sie die Bilder auf sich wirken. Betrachten Sie Struktur, Farben, Komposition und Aussagekraft. Ich bin sicher, dann sehen Sie es auch!"

Die Ausstellung ist noch bis zum 26.08.2011 rund um die Uhr im Foyer des St. Vincenz-Krankenhauses Limburg zu sehen. Nähere Informationen auch unter: www.naturesimagesphotography.com