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Eine Herzensangelegenheit: 1000 Euro für Kunsttherapie St. Vincenz

„Malen bringt Licht ins Dunkle, ins Bedrohliche. Es macht das Unbewusste sichtbar und damit beherrschbar.“ Diese Beschreibung von Kunsttherapie macht deutlich, warum ein solches Angebot auch in einer Akutklinik neben allen konventionellen therapeutischen Interventionen seine Berechtigung hat. Kunsttherapie als Angebot zur Krankheitsbewältigung für krebskranke Menschen zu fördern – dies war vor allem dem vor kurzem in den Ruhestand verabschiedeten ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse (KSK) Limburg, Otto Schönberger, eine Herzensangelegenheit. Norbert Kleinle, Schönbergers Nachfolger als Vorstandsvorsitzender, und Vorstandsmitglied Patrick Ehlen führen das Engagement Schönbergers weiter. Jetzt überbrachten sie im St. Vincenz-Krankenhaus Limburg einen Scheck in Höhe von 1000 Euro, mit dem ein Katalog mit Bildern finanziert werden konnte, welche bei der Kunsttherapie der Klinik entstanden sind.

Künstlerisches Wirken und Gestalten stellt nach Überzeugung der beiden Finanzmanager eine oftmals ganz neue, ungeahnte Kreativität und oftmals auch eine Befreiung dar. Beim „Eintauchen“ in die Kunst könnten Gefühle, Sehnsüchte und Träume ausgelebt, aber auch Kummer bewältigt und Trauer verarbeitet werden: „Vor diesem Hintergrund ahnen wir um die Bedeutung der Kunsttherapie“, sagten Kleinle und Ehlen bei ihrem Besuch im St. Vincenz. „Dies ist eine Hilfe, die man als Außenstehender nur schwer einzuschätzen vermag“, räumten beide ein. Aber man sei froh und dankbar, dieses Projekt und damit viele Betroffene unterstützen zu können.

Dr. Peter Scheler, Chefarzt der Frauenklinik und Leiter des Brustzentrums St. Vincenz, Privatdozent Dr. Thomas Neuhaus, Chefarzt der Onkologie, Geschäftsführer Klaus-Werner Szesik und last but not least Kunsttherapeutin Ulla Schroeder dankten den Vertretern der Kreissparkasse für die Unterstützung in diesem so sensiblen Bereich, der über das eigentliche Krankenhausbudget nicht finanziert werden kann.

Trotz mangelnder Abrechnungsmöglichkeiten hatte die Klinik, vor allem im Kontext mit der Einrichtung einer Palliativstation, das Angebot der Kunsttherapie mit Hilfe der Stiftung St. Vincenz-Hospital für alle onkologischen Patientinnen und Patienten nunmehr fest etabliert. Um dieses ganz besondere Angebot aufrecht erhalten zu können ist die Klinik jedoch nach wie vor auf externe Unterstützung angewiesen.

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Im Bild v.l.n.r.: Dr. Peter Scheler, Chefarzt der Frauenklinik, Geschäftsführer Klaus-Werner Szesik, KSK-Vorstandsvorsitzender Norbert Kleinle, KSK-Vorstandsmitglied Patrick Ehlen, Kunsttherapeutin Ulla Schroeder und Privatdozent Dr. Thomas Neuhaus, Chefarzt Onkologie und Palliativstation. Im Hintergrund einige Werke aus der kunsttherapeutischen Arbeit; sie waren Ende des vergangenen Jahres im Rahmen einer Sonderausstellung in den Räumen der Kreissparkasse Limburg zu sehen.