Willkommen beim St. Vincenz Krankenhaus in Limburg

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Die Geschichte des St. Vincenz-Krankenhauses

Unser Krankenhaus wurde im Jahre 1850 durch eine Stiftung des Arztes Dr. Anton Busch vom damaligen Limburger Stadtpfarrer Prof. Dr. Dr. Johann Baptist Diehl unter dem Namen St. Vincenz-Hospital gegründet. Die Krankenpflege wurde von zwei Barmherzigen Schwestern des heiligen Vincenz von Paul übernommen - und damit begann die Geschichte unserer Klinik. Durch verschiedene Baumaßnahmen hatte man in den Jahrzehnten seit 1850 versucht, das Krankenhaus zu vergrößern. Doch aufgrund der ständigen Raumnot suchte man nach Auswegen und erwarb nach dem Kriege auf dem Schafsberg ein Gebäude, das ursprünglich als Jugendheim gedacht war. Hier wurden im Jahre 1950 die baulichen Voraussetzungen zur Aufnahme eines Krankenhauses von 90 bis 100 Betten geschaffen. Notgedrungen trennte man die Innere Abteilung vom alten Hospital im Stadtzentrum ab und verlegte sie in das neue Krankenhaus auf dem Schafsberg.

Die Inbetriebnahme des Hildegardis-Hauses, wie die Klinik zunächst genannt wurde, erfolgte am 10. Oktober 1950. Die damals gehegte Hoffnung, die Krankenhausabteilungen bald wieder zusammenführen zu können, sollte für lange Zeit nicht in Erfüllung gehen. Sowohl für den Betrieb des Krankenhauses als auch für die Versorgung der Patienten brachte diese räumliche Trennung erhebliche Erschwernisse.

In den folgenden Jahren wurden weitere Abteilungen (Röntgenologie, Orthopädie, Kinderheilkunde) auf dem Schafsberg geschaffen. Doch die hierdurch erhoffte Minderung der Bettennot war nur für kurze Zeit spürbar. Schon bald musste man erneut nach Abhilfe suchen. Nach eingehenden Beratungen beschloss der Verwaltungsrat am 3. Dezember 1957 in Übereinstimmung mit der hessischen Landesregierung den Neubau eines Schwerpunktkrankenhauses in Anlehnung an die vorhandene Klinik auf dem Schafsberg. Dieses Krankenhaus wurde zwischen 1958 und 1972 in drei Bauabschnitten errichtet. Nach der Inbetriebnahme des Bettenhauses Ost wurde das Hildegardis-Krankenhaus abgerissen, ebenso das St. Vincenz Hospital am Huttig in der Innenstadt. Von nun an war das St. Vincenz-Krankenhaus ganz auf den Schafsberg umgezogen.

Es verfügt heute über 477 Betten, die sich auf 15 Kliniken/ Fachabteilungen verteilen. 1972 wurde dem Krankenhaus vom Hessischen Sozialminister die Auszeichnung "Hessenklinik" verliehen.

Die früher im Krankenhaus tätigen Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vincenz von Paul sind heute nicht mehr anzutreffen. Stattdessen sind seit 1991 Ordensfrauen der Kongregation der Schwestern von Nazareth aus Kerala in SüdIndien als Krankenschwestern im St. Vincenz-Krankenhaus tätig.

Basierend auf unserer 150jährigen Tradition des Engagements für den Patienten gilt für uns heute wie damals: Gerade im ganzheitlichen Bemühen um den Menschen, also im Zusammenwirken von Pflege und Medizintechnik, liegt der Schwerpunkt unserer Arbeit. Auch wenn umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen in einem Gesamtvolumen von rund 151 Millionen Mark das Bild unseres Hauses in den letzten fünfzig Jahren verändert haben - unsere Grundüberzeugung ist geblieben. Und so sind die getätigten Investitionen stets unseren Patienten, aber auch der heimischen Wirtschaft zugute gekommen. Dabei konnte die sinnvolle Nutzung neuer technologischer Möglichkeiten wenigstens ansatzweise zu einer Entlastung unseres stark beanspruchten Personals beitragen.

Aber nicht nur Veränderungen in der medizinischen Technik, sondern auch strukturellen Reformen gegenüber begegnet man auf dem Schafsberg aufgeschlossen. Hierzu gehört die Fusion des St. Vincenz-Krankenhauses mit dem benachbarten St. Anna Krankenhaus Hadamar im Jahre 2001. Eine zukunftsorientierte Entscheidung, die letztendlich der Sicherung und Stabilisierung des regionalen Versorgungskonzeptes dient. In diesem Zusammenhang sind moderne Organisationsstrukturen nicht nur ein Instrument der Qualitätsoptimierung, sondern zugleich unabdingbare Vorraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung des großen Strukturwandels, dem sich die Krankenhäuser im Rahmen der Gesundheitsreform zwangsläufig unterziehen müssen.

So übernahm am 1. Juli 2001 die Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH, mit Sitz in Limburg, die Führung des St. Anna-Krankenhauses, das sie seit Januar 2008 als ambulantes Gesundheitszentrum St. Anna weiterführt. Das Gesundheitszentrum St. Anna bietet eine qualifizierte ambulante medizinische Versorgung und eine pflegerische Versorgung für die älteren Menschen der Region. Gleichzeitig wird durch die angeschlossenen differenzierten Fachpraxen die medizinische Versorgung für den gesamten ländlichen Raum sichergestellt.

Über allen Denkansätzen zur Optimierung und Neustrukturierung des medizinischen Angebots steht jedoch nach wie vor die Prämisse: Medizin muss beim Menschen ansetzen. Ganz plakativ hatte man sich dies - in Form einer Werbekampagne - zum Start der Fusion auf die Fahnen geschrieben:

"Mit Herz und Technik für die Patienten" und "Für mehr Menschlichkeit und Nähe in der Medizin". Grundsätze, welche die Krankenhausgesellschaft und das St. Vincenz-Krankenhaus auch weiterhin begleiten werden...