Abteilung für Strahlentherapie und Radioonkologie
Die Abteilung für Strahlentherapie und Radioonkologie dient der überregionalen Versorgung von onkologischen Patienten durch den onkologischen Schwerpunkt. Die Strahlentherapie ist neben der Chirurgie und Chemotherapie eine der Säulen der Tumorbehandlung.
Für die Patienten werden in enger Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen individuelle, dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechende Behandlungspläne erstellt.
Die Strahlentherapie kann größtenteils ambulant durchgeführt werden. In speziellen Fällen z.B. bei gleichzeitiger Chemotherapie ist eine stationäre Betreuung in der Abteilung für Hämatoonkologie und Onkologie möglich.
Für die Durchführung von Bestrahlungen und zur kombinierten Radio- und Chemotherapie steht eine gemeinsame Station mit der Abteilung für Hämatologie und Onkologie zur Verfügung. Auf dieser Station können spezielle Therapieformen zur Reduzierung strahlenbedingter Nebenwirkungen angewandt und schwerkranke Patienten so versorgt werden, dass eine weitgehende Schmerzfreiheit erreicht wird. Dank der Aufrüstung des Linearbeschleunigers mit einem Multileaf-Kollimator können nun zehn Prozent mehr Patienten behandelt werden.
Die Abteilung für Strahlentherapie und Radioonkologie behandelt gemäß etablierten Therapiestandards und nimmt zusätzlich an nationalen Multicenterstudien teil. Durch den Einsatz moderner Planungs-, Bestrahlungssysteme wird die präzise Bestrahlung des Tumorgebietes bei gleichzeitig weitestgehender Schonung des gesunden Umgebungsgewebes ermöglicht. Als routinemäßige Behandlungsform wird die dreidimensional konformierende, stereotaktische (tumorkonforme) Bestrahlungstechnik eingesetzt - ein Verfahren, das eine möglichst genaue Anpassung der Strahlendosis an den Tumor und somit die bestmögliche Schonung des gesunden Gewebes wie auch eine Reduzierung der Nebenwirkungen auf ein Minimum gewährleistet.
Für diese Behandlungsphilosophie leistet das Team des Instituts auch in wissenschaftlichen Fachkreisen innovative Überzeugungsarbeit: vor allem durch die Ausrichtung einer internationalen wissenschaftlichen Kongreßreihe, die sich der Optimierung des Zielvolumens bei der Bestrahlung widmet. Rund 300 Radioonkologen und Medizinphysiker aus 23 Ländern nahmen bislang an den Kongressen in Limburg teil.
Behandlungsschwerpunkte:
- Postoperative Bestrahlung bei Brustkrebs
- Alleinige oder postoperative Strahlentherapie bei Prostatakrebs
- Radiochemotherapie bei Darmkrebs sowohl neoadjuvant (vor der Operation) als auch adjuvant (nach der Operation) sowie primäre Radiochemotherapie bei Enddarmkrebs (Analkarzinom)
- Primäre Radiochemotherapie oder postoperative Strahlentherapie bei Lungenkrebs
- Primäre Radiochemotherapie oder postoperative Strahlentherapie bei Tumoren im HNO-Bereich
- Radiochemotherapie bei Tumoren der Speiseröhre und des Magens
- Strahlentherapie bei gynäkologischen Tumoren
- Primäre, postoperative oder kombinierte Radiochemotherapie bei Hirntumoren
- Bestrahlung bei Erkrankungen lymphatischen Gewebes
- Alleinige oder postoperative Bestrahlung von Hauttumoren
- Palliative Bestrahlung bei Hirn-, Haut-, Knochen-, Weichteilmetastasen
- Strahlentherapie bei endokriner Orbitopathie (Morbus Basedow)
- Strahlentherapie vor Gelenkersatz (TEP) zur Verhinderung von Kalkablagerungen
Chefarzt:
Prof. Dr. Dr. Ion-Christian Chiricuta
Sekretariat:
Telefon 06431 / 292-4598
E-Mail:
ic.chiricuta@st-vincenz.de
Homepage
Oberarzt:
Sabine Spranger
Telefon:
06431/292-7591
E-Mail:
s.spranger@st-vincenz.de



