Untersuchungsspektrum
- Magnetresonanztomographie
- Mehrzeilen-Spiralcomputertomographie
- Konventionelle Röntgendiagnostik
- Ultraschalldiagnostik
- Angiographie (digitale Subtraktionsangiographie)
- Interventionelle Eingriffe
- Nuklearmedizinische Diagnostik
Magnetresonanztomographie
Magnetresonanztomografie (MRT; Tomografie von altgr. "Schnitt", "abgeschnittenes Stück", und "ritzen", "malen", "schreiben") ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Strukturen im Inneren des Körpers. Mit einer MRT kann man Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugen, die eine hervorragende Beurteilung der Organe und vieler Organveränderungen erlauben. Die Magnetresonanztomografie nutzt magnetische Felder, keine Röntgenstrahlen.
Ein synonymer Begriff ist Kernspintomographie, unter Medizinern zuweilen abkürzend Kernspin genannt. Dieser wird jedoch aufgrund der falschen Assoziation, dass Röntgenstrahlen involviert sind, heutzutage in Fachkreisen seltener verwendet. Die gelegentlich verwendete Abkürzung MRI stammt von dem englischen Fachbegriff Magnetic Resonance Imaging. Die funktionelle Magnetresonanztomografie wird fMRT bzw. fMRI abgekürzt.
Zum Untersuchungsspektrum der Abteilung zählen:
- MRT Gehirns:
- Schlaganfalldiagnostik
- Tumordiagnostik und -differentialdiagnose
- Diagnostik entzündlicher Veränderungen
- MRT der Wirbelsäule:
- Tumordiagnostik und -differentialdiagnose
- Entzündliche Veränderungen
- Diagnostik von Bandscheibenvorfällen
- Unklaren Frakturen, Knöchernen Läsionen
- Sonderform: MR-Myelographie
- Darstellung des Spinalkanale
- MR-Mammographie: Tumordiagnostik und -differentialdiagnose
- MRT des Abdomens:
- Tumordiagnostik und -differentialdiagnose.
- Spezielle Methodik zur Diagnostik aller abdominellen Organe: Leber, Pankreas, Nieren und Harntrakt, Nebennieren, Genitale
- Darmdiagnostik: insbesondere chronisch entzündliche Erkankungen
- Diagnostik der Gallenwege: MRCP
- Nichtinvasive Form der Gallen- und Pankreasgangdarstellung.
- MRT Untersuchungen von Gelenken und Extremitäten:
- Verletzung der Sehnen, Muskeln, Bänder etc
- Entzündliche Veränderungen (z.B. Rheuma)
- Unklare Frakturen
- MRT des Herzens:
- Funktionsdiagnostik bei der Koronaren Herzerkrankung
- Morphologie
- Klappenfunktion
- Blutflußverhältnisse
- MR-Angiographie: Gefäßdiagnostik bei Durchblutungsstörungen und Fragen der Gefäßmorphologie jeder Körperregion (arterielle Gefäße).
Computertomographie
Die Computertomografie (von altgriechisch tome Schnitt, gráphein schreiben; Abkürzung CT) ist die rechnergestützte Auswertung einer Vielzahl aus verschiedenen Richtungen aufgenommener Röntgenaufnahmen eines Objektes zur Erzeugung eines dreidimensionalen Bildes (Voxeldaten)
Die Computertomographie dient im Besonderen der Tumordiagnostik und dessen Verlaufskontrolle (Staging), präoperativen Frakturklassifikation und postoperativen Erfolgskontrolle, sowie zur Notfall Diagnostik (Akutes Abdomen, Unfälle, Lungenembolien, Aortendissektionen).
Mit der zur Verfügung stehenden 16-Zeilen-Technik lassen sich innerhalb kürzester Zeit große Körperabschnitte untersuchen und daraus multiplanare Rekonstruktionen, sowie 3-dimensionale Rekonstruktionen in allen Ebenen erstellen.
Im Prinzip ist die Untersuchung sämtlicher Körperregionen möglich:
- CT des Kopfes
- CCT nativ
- Schlaganfalldiagnostik (Ischämie)
- Bei Verdacht auf Blutung innerhalb des Schädels
- CCT nativ mit KM
- Tumor und Metastasen Diagnostik
- Nasennebenhöhlen
- Bei therapieresistener Entzündung DD Tumo
- Gesichtsschädel und Schädelbasis
- Kontrolle nach Unfall mit Fragestellung einer Fraktur
- Felsenbeinuntersuchung
- CT des Halses
- CT des Halses mit KM
- Tumorsuche und Kontrolle
- CT des Oberkörpers
- CT Thorax
- Tumordiagnostik von Lunge und Mediastinum
- Parenchymdiagostik bei Infiltraten, chonischen Lungenveränderungen. Virtuelle Bronchoskopie
- Angiographie der Aa. Pulmonales
- Bei spezieller Fragestellung nach Lungenembolie
In Vorbereitung:
- CT der Herzgefäße (Coronarangiographie)
- Diagnostik von Veränderungen der Herzkranzgefäße
- Nichtinvasive Alternative zum diagnostischen Herzkatheter
- CT des Bauches
- CT Abdomen
- Tumorsuche und Therapiekontrolle (Staging)
- Bei Verdacht auf Verhalt, Abszeß
- Abklärung von Verletzungsfolgen
- Leber CT
- Spezielle Tumordiagnostik der Leber
- Pankreas (Hydro-CT)
- Spezielle Tumordiagnostik des Pankreas
- CT des Dickdarms (HydroCT) mit rektaler Kontrastmittelgabe
- Bei Verdacht auf Tumoren, entzündlichen Veränderungen im Bereich des kleinen Beckens.
- CT des Skelettes
- Wirbelsäule (HWS,BWS,LWS,Steißbein)
- Diagnostik von Frakturen, Bandscheibenvorfall, Osteolysen
- Gefäßdiagnostik (CT-Angiographie)
- Angiographie der Bauchschlagader (Aorta)
- Verdacht auf Einriss der Wand (Dissektion)
- Präoperative Aneuyrysma Diagnostik
- Interventionelle Therapie
- CT gesteuerte Schmerztherapie (Facettengelenksblockade)
- CT gesteuerte Drainageneinlage bei Abszessen
- CT gesteuerte Biopsie zur Tumordiagnostik
- Und weitere CT-Untersuchungen / Eingriffe bei speziellen Fragestellungen
Angiographie
Angiografie bzw. -graphie nennt man die Darstellung von Blutgefäßen mittels Röntgenstrahlen. Hierzu wird ein Kontrastmittel, d. h. ein Stoff, der für Röntgenstrahlen kaum durchlässig ist, in das Blutgefäß injiziert. Auf dem Röntgenbild zeichnet sich dann der mit Kontrastmittel gefüllte Gefäßinnenraum ab. Das resultierende Bild nennt man Angiogramm. In der Medizinersprache wird das lange Wort Angiografie oft mit dem Wort Angio abgekürzt
Die Kontrastmitteldarstellung von Venen nennt man Phlebographie, die von Arterien Arteriographie.
Die Darstellung der Herzkranzgefäße heißt Koronarangiographie. Werden Krampfadern durch direkte Punktion der Krampfader dargestellt, handelt es sich um eine Varikographie.
Angiographien werden hauptsächlich benutzt, um wichtige Gefäßerkrankungen zu diagnostizieren.
- Krankheiten der Arterien:
- Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen (Gefäßverengungen, z.B. Koronare Herzkrankheit, Karotisstenose, Periphere arterielle Verschlusskrankheit)
- Akute Gefäßverschlüsse, z.B. Herzinfarkt
- Aussackungen von Gefäßen (Aneurysmata)
- Gefäßverletzungen
- Gefäßfehlbildungen
- Krankheiten der Venen:
- Thrombosen
- Krampfadern
Weiterhin benötigt man gelegentlich eine Angiografie, um für die Planung einer Operation Klarheit über den Verlauf wichtiger Blutgefäße zu haben.
Größter und einzigartiger Vorteil der Angiografie ist, dass während der Untersuchung auch Eingriffe im Gefäß vorgenomen werden können.
Verengte Gefäße können aufgedehnt (Angioplastie), Blutgerinnsel aufgelöst und Aneursymata ausgeschaltet werden. Auch können verschobene Katheter unter Umständen wieder korrekt ausgerichtet werden.
Konventionelles Röntgen
Das Wort Röntgen (nach dem Physiker Wilhelm Conrad Röntgen) steht für
- den Prozess des Durchstrahlens eines Körpers mit Röntgenstrahlen unter Verwendung eines Röntgenstrahlers,
- die Darstellung der Durchdringung des Körpers, etwa mittels eines fluoreszierenden Schirms oder eines Bildverstärkers (Durchleuchtung)
- die Aufzeichnung der Durchdringung des Körpers auf geeignetem Filmmaterial (Radiografie)
- die Aufzeichnung der Durchdringung des Körpers mittels elektronischer Sensoren, zum Beispiel CCDs (digitale Radiografie)
In der Medizin dient das Röntgen zur Feststellung von Anomalien im Körper, die im Zusammenhang mit Symptomen, Zeichen und eventuell anderen Untersuchungen eine Diagnose ermöglichen (Röntgendiagnostik).
Die unterschiedlich dichten Gewebe des menschlichen (oder tierischen) Körpers absorbieren die Röntgenstrahlen unterschiedlich stark, so dass man eine Abbildung des Körperinneren erreicht. Das Verfahren wird zum Beispiel häufig bei Verdacht auf einen Knochenbruch angewendet: zeigt das Röntgenbild eine Unterbrechung der Kontinuität des Knochens, ist der Verdacht bestätigt.
Häufig werden dem Patienten bei oder vor der Röntgenuntersuchung Kontrastmittel verabreicht. Manche Strukturen, die sich normalerweise nicht abgrenzen lassen, können so hervorgehoben werden. Zum Teil lässt sich mit Kontrastmittel auch die Funktion eines Organsystems darstellen, so etwa in der Urografie. Je nach Fragestellung bieten sich verschiedene Substanzen und Darreichungsformen an.
Sonographie (Ultraschall)
Sonografie, auch Echographie oder umgangssprachlich Ultraschall genannt, ist die Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe in der Medizin und Veterinärmedizin sowie von technischen Strukturen.
Die Sonografie ist das am häufigsten genutzte bildgebende Verfahren in der Medizin überhaupt. Ein wesentlicher Vorteil der Sonografie gegenüber dem in der Medizin ebenfalls häufig verwendeten Röntgen liegt in der Unschädlichkeit der eingesetzten Schallwellen. Auch sensible Gewebe wie bei Ungeborenen werden nicht beschädigt, die Untersuchung verläuft weitgehend schmerzfrei.
Die Sonografie ist das wichtigste Verfahren bei der Diffentialdiagnose eines Akuten Abdomens, bei Gallensteinen oder bei der Beurteilungen von Gefäßen und deren Durchlässigkeit vor allem an den Beinen. Weiterhin wird sie standardmäßig zur Untersuchung der Schilddrüse, des Herzens, der Nieren, der Harnwege und der Blase benutzt.
Die Ultraschallanwendung ist geeignet zur Erstbeurteilung und für Verlaufskontrollen, insbesondere bei medikamentösen oder strahlentherapeutischen Behandlungen bösartiger Erkrankungen.
Mit Ultraschall können krebsverdächtige Herde erkannt und erste Hinweise auf ihre Bösartigkeit gewonnen werden. Darüber hinaus sind ultraschallgesteuerte Biopsien und Zytologien (Entnahmen von Gewebeproben oder freier Flüssigkeit) durchführbar.
Interventionelle Eingriffe
Die radiologische Intervention mit minimal invasiven Eingriffe ergänzt die bildgebende Diagnostik durch erweiterte Therapiemöglichkeiten :
- Gefäßeingriffe
- PTA
- Lysebehandung
- Embolisationsverfahren
- Gallendrainage (PTCD)
- Abszeßdrainagen
- Biopsien unter sonographischer und computertomographischer Steuerung
- Interventionelle Schmerztherapie
- Facettengelenksblockade
- periradiculären Therapie
- Sympathikolyse
Nuklearmedizin
Als Nuklearmedizin bezeichnet man die medizinische Anwendung von Radiopharmaka in Diagnostik, Therapie und Wissenschaft. Ein Radiopharmakon ist ein Radionuklid oder die chemische Verbindung eines Radionuklids mit anderen Stoffen.
Wie ein Radiopharmakon in der Nuklearmedizin verwendet wird, hängt wesentlich von zwei Eigenschaften ab:
Radioaktivität (Zerfallsverhalten und entstehende Strahlung)
Pharmakokinetik (Verteilung im Organismus, Teilnahme an Körperfunktionen, Eliminierung).
Die diagnostischen Verfahren der Nuklearmedizin beruhen auf dem Nachweis von Gammastrahlung oder Vernichtungsstrahlung, die von einem in den Körper eingebrachten Radiopharmakon ("Tracer") ausgehen bzw. verursacht werden und außerhalb des Körpers messbar sind. Die bildgebenden Verfahren planare Szintigrafie, Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und SPECT (single photon emission computed tomography) beruhen auf diesem Prinzip.
Diese Verfahren bilden vorwiegend die Funktion eines Organs oder Organsystems ab, im Gegensatz zu den statischen bildgebenden Verfahren, die hauptsächlich die Struktur zeigen.
Zum Beispiel verwendet man in der Knochenszintigrafie ein Radiopharmakon (Technetium-99m-Methylendiphosphonat), das bevorzugt von knochenbildenden Zellen (Osteoblasten) aufgenommen wird. Normales Knochengewebe zeigt im resultierenden Szintigramm niedrige Aktivität, die von physiologischen Umbauprozessen herrührt. Zonen erhöhter Aktivität lassen dagegen auf verstärkten Knochenumbau und damit auf krankhafte Vorgänge schließen, die an den entsprechenden Stellen im Skelett ablaufen. Dabei kann es sich um heilende Frakturen, Krebs, gutartige Knochentumore, Arthrosen oder Knochenentzündungen handeln.
Dynamische Untersuchungen sind ein weiteres Beispiel für den funktionellen Charakter der Nuklearmedizin. Etwa wird bei der Nierenfunktionsszintigrafie eine Reihe von Bildern in Intervallen zwischen einer und 60 Sekunden über einen Zeitraum von 20 bis 40 Minuten aufgezeichnet. So lässt sich die Anreicherung und Ausscheidung des Radiopharmakons in verschiedenen Organen als Kurven aufzeichnen. Dies ermöglicht zum Beispiel die Beurteilung der Ausscheidungsleistung einer Niere im Verhältnis zur anderen.
Unsere Abteilung für Nuklearmedizin ist u. a. mit einer Doppelkopfgroßfeldgammakamera ausgestattet, mit der neben Szintigraphien aller Organe auch SPECT- und PET-Untersuchungen durchgeführt werden können.
Chefarzt:
Dr. med. Thomas Heß
Facharzt für diagnostische Radiologie
Telefon: 06431/292-4551
Telefax: 06431/292-4566
E-Mail: t.hess@st-vincenz.de
Leitender Oberarzt
Dr. Kay Becker
Facharzt für diagnostische Radiologie
Telefon: 06431/292-4551
k.becker@st-vincenz.de
Oberärzte:
Dr. med. Andrea Leidermann-Jost
Fachärztin für Diagnostische Radiologie
Telefon: 06431 / 292-4553
a.leidermann-jost@st-vincenz.de
Funktionsoberärztin:
Dr. Simone Jacoby
Telefon: 06431 / 292-4557
s.jacoby@st-vincenz.de
Weitere Fachkräfte:
Leitende medizinisch-technische Radiologieassistentin für diagnostische und interventionelle Radiologie:
Gabriele Wilhelm
Vertretung: Heinz Dorn
Leitende medizinisch-technische Radiologieassistentin für Nuklearmedizin:
Karin Hoss
Vertretung: Daniela Stillger



