Flexible Bronchoskopie
Die Bronchoskopie (Spiegelung der Bronchien) ist ein medizinisches Untersuchungs- und Therapieverfahren. Dabei wird ein Endoskop über Mund oder Nase eingeführt und durch die Trachea in die Bronchien der Lunge vorgeschoben.In der täglichen Routine hat die flexible Bronchoskopie heute die starre Bronchoskopie weitgehend verdrängt. Außer einigen wenigen Spezialanwendungen können alle Aufgaben der starren Bronchoskopie mit den flexiblen Instrumenten schneller, bequemer und für den Patienten schonender (keine Narkose) erreicht werden. Flexible Bronchoskope haben heute nur noch einen Durchmesser von 2 bis 3 mm. Sie können somit tiefer eingeführt werden als ein starres Bronchoskop, haben eine geringere Verletzungsgefahr und der Patient kann wach oder nur leicht sediert sein.
Blick in das Bronchialsystem (Bild zeigt einen Lungentumor, s. Pfeile)
Diagnostischer Einsatz bei
Suche nach Lungentumoren
Entnahme von Probenmaterial, Biopsie, Durchführung einer Bronchiallavage, Probenentnahme zur mikrobiologischen Untersuchung auf Keime (Bakterien, Pilze, Parasiten).
Planen der lokalen Behandlung eines Tumors, lokale Strahlentherapie
Diagnostik von Fremdkörpern, wobei deren Entfernung dennoch immer wieder den zusätzlichen Einsatz starrer Instrumente nötig macht.
Abklärung von Einengungen der Atemwege
Feststellung von Minderbelüftungen der Lunge (Atelektasen), z.B. nach einer größeren Operation
Therapeutischer Einsatz
Freispülen und Absaugen eines Schleimpfropfes aus den Bronchien, auch mit liegendem Beatmungsschlauch (Tubus)
Korrektur der Lage des Beatmungsschlauches
Fiberoptische Intubation bzw. Unterstützung bei der Punktionstracheotomie



