Ernährungsambulanz
In unserer Ernährungsambulanz betreuen wir sowohl Patienten aus dem stationären Bereich als auch ambulante Patienten mit ernährungsmedizinischen Fragestellungen. Wir führen bei jedem Patienten ein individuelles Beratungsgespräch durch in dem zunächst einmal die aktuelle Ernährungssituation erfragt wird. Bei Bedarf veranlassen wir dann die notwendige apparative Diagnostik, um die korrekte ernährungsmedizinische Diagnose zu stellen. Danach wird mit dem Patienten dann ausführlich ein Behandlungskonzept besprochen.
Zur Standarddiagnostik gehört neben der Erfassung anthropometrischer Daten auch die Durchführung einer Bioimpedanzanalyse, bei der mittels eines technischen Verfahrens die Körperzusammensetzung gemessen wird.
Im Besonderen ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Ernährungsambulanz die Betreuung von mangelernährten Patienten. Hierbei handelt es sich um Menschen, die aufgrund einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung (Tumorerkrankung, Herzinsuffizienz, chronische Lungenerkrankung…) mangelernährt sind und nun einer Ernährungstherapie bedürfen. Entsprechend den Untersuchungsbefunden wird dann individuell fest gelegt welche Art der Therapie für den einzelnen Patienten die Beste ist. Zunächst einmal wird die Möglichkeit einer Ernährungsumstellung geprüft. Hierzu bekommt der Patient konkrete Tipps und Informationen. Ist eine Zusatzernährung notwendig wird geprüft ob der Patient eine Zusatznahrung trinken kann oder ob die notwendigen Kalorien in Form einer Sondenkost zugeführt werden müssen. Der Patient erhält dann eine ausführlich Aufklärung, in der Regel in Anwesenheit eines Angehörigen, über die Möglichkeiten der Sondenernährung. Stimmt der Patient dann der Sondenernährung zu wird Anlage einer PEG Sonde veranlasst. Ist eine Ernährungstherapie notwendig und der Magendarmtrakt zur Nahrungsaufnahme nicht nutzbar besteht die Möglichkeit eine parenterale Ernährung durch zu führen. Dabei werden die notwendigen Nahrungsbestandteile in Form einer speziellen Infusion über einen Katheter (Port) direkt dem Blutkreislauf zugeführt. Auch diese Ernährungstherapie kann der Patient bequem im eigenen häuslichen Umfeld durchführen.
Wir arbeiten mit mehreren Pflegediensten eng zusammen so dass eine qualifizierte häusliche Versorgung damit gewährleistet ist. Um diese Therapie der jeweiligen Krankheitssituation anpassen zu können, werden diese Patienten regelmäßig in unsere Ernährungsambulanz bestellt. Außerdem erfassen die Pflegedienste die biometrischen Daten, so dass wir die benötigte Kalorienzufuhr jederzeit erhöhen oder aber reduzieren können.
Wichtig ist uns bei der Betreuung der Patienten die individuelle Beratung. Nur so können wir auch vorhande etwaige Ängste der Patienten ansprechen und Problemlösungen erarbeiten.
Da die Mangelernährung sich sehr unterschiedlich zeigen kann führen wir sowohl interne als auch externe Informationsveranstaltungen durch. Nicht jeder mangelernährte Patient ist notwendiger weise untergewichtig. Es gibt Patienten die norm- oder sogar übergewichtig und trotzdem besteht eine Mangelsituation. Von daher bezieht sich das Beratungsangebot für mangelernährte Patienten auf alle diejenigen die ungewollt einen Gewichtsverlust von mehr als 10% ihres Körpergewichts innerhalb der letzten 6 Monate erlitten haben.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beratung und Betreuung von Patienten speziellen Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Fructose-, Lactose- Intoleranz, Zöliakie …).
Ebenso betreuen wir Patienten mit unspezifischen abdominellen Beschwerden, wie zum Beispiel chronische Durchfallerkrankung, Blähungen, Schmerzen, Gewichtsverlust … Diese Patienten haben in der Regel schon eine lange Krankengeschichte und haben ein Vielzahl von Untersuchungen durchführen lassen ohne dass aber eine relevante Ursache gefunden werden konnte. Hier stellen wir zunächst einmal die vorhanden Untersuchungsergebnisse zusammen und ergänzen diese durch eine weitere spezialisierte Diagnostik. Wenn dann eine Diagnose gestellt werden kann, erfolgt dann die Ernährungsberatung und Besprechung weiterer Therapiemöglichkeiten.
Neben der Beratung und Betreuung ambulanter Patienten bearbeiten wir konsiliarisch auch Patienten aus dem stationären Bereich und den Intensivstationen. Hierbei handelt es sich dann häufig um schwer erkrankte Patienten mit komplexen Krankheitsbildern bei denen erst über die interdiziplinäre Zusammenarbeit das Optimum für den Patienten erreicht werden kann.
Zusammenfassend ist das Ziel der Arbeit unserer Ernährungsambulanz die Verbesserung der Lebensqualität der von uns betreuten Patienten. Hierfür engagieren wir uns, und investieren Zeit in eine individuelle Patientenbetreuung.
Telefonische Auskünfte für Kollegen/ -innen und Patienten/ -innen
Leiter der Ernährungsambulanz: Dr. F. Hedrich , Frau Kranz, Frau Baumann
Tel: 06431 / 292-4585
Kontakt
Chefarzt:
PD. Dr. med
Erhard G. Siegel
Facharzt für Innere Medizin
Gastroenterologe und Diabetologe DDG
Telefon: 06431 / 292-4303
Fax: 06431 / 292
E-Mail: e.siegel@st-vincenz.de
Oberärzte:
Dr. A. Tytko
Oberärztin
Leiterin Interdisziplinäres Diabeteszentrum
Fachärztin f. Innere Medizin
Diabetologin DDG
Ernährungsmedizin
a.elouaghlidi@st-vincenz.de
Tel. 06431-2924299.
Dr. F. Hedrich
Leiter Ernährungsambulanz
FOA Diabetologie
Facharzt f. Innere Medizin
Ernährungsmedizin
f.hedrich@st-vincenz.de
Tel. 06431-2927322



