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Frauenklinik

Allgemeines

 

Der stationäre Aufenthalt

OP-Vorbereitung

Damit wir Sie rund um die Operation bestmöglich versorgen können, ist eine sorgfältige OP-Vorbereitung erforderlich. Diese findet meist am Vortag der Operation statt. Oft ist es möglich, dass Sie nach der Vorbereitung noch mal nachhause gehen und erst am Morgen der Operation zur stationären Aufnahme kommen.

Zur Vorbereitung gehört ein ausführliches Gespräch mit einem Anästhesisten (Narkosearzt). In diesem Gespräch werden Sie nochmals ausführlich nach Vorerkrankungen oder eventuellen Problemen bei vorausgegangenen Narkosen befragt. Außerdem erklärt man Ihnen genau die möglichen Narkosearten und welche Risiken damit gegebenenfalls einher gehen.

Im Rahmen des Gesprächs wird auch nochmals geklärt, ob Sie kürzlich Medikamente eingenommen haben, die sich negativ auf den Operationsverlauf oder die Narkose auswirken können. Dazu gehören blutverdünnende Mittel und manche Diabetestabletten. Üblicherweise wird ein EKG durchgeführt, um etwaige, möglicherweise noch nicht bekannte Herzprobleme zu erkennen.

Außerdem findet, falls noch nicht geschehen, ein ausführliches Gespräch über die Einzelheiten der Operation statt, in dem zum Beispiel erläutert wird, welche Narben zu erwarten und welche Risiken mit dem Eingriff verbunden sind.

Vor und nach der Operation wird Ihre Brust fotografiert. Während der Operation helfen diese Fotos dem Operateur, ein möglichst gutes kosmetisches Ergebnis zu erreichen, da sie einen Eindruck davon vermitteln, wie die Brüste im Stehen aussehen. Außerdem dienen Sie der Qualitätskontrolle. Sollten Sie Bedenken oder Einwände dagegen haben, fotografiert zu werden, lassen Sie es uns wissen.

Da Sie am OP-Tag nüchtern sein müssen, dürfen Sie ab dem Vorabend gegen 22 Uhr nichts mehr essen oder trinken. Sollten Sie am OP-Tag noch Medikamente einnehmen müssen, können Sie dies mit einem kleinen Schluck Wasser tun.

OP-Tag

Am Operationstag kann es vorkommen, dass Sie auf Ihren Transport in den OP-Bereich warten müssen. Um Ihnen die Wartezeit zu erleichtern, verordnet Ihnen der Narkosearzt üblicherweise ein Medikament zur Beruhigung. Möglicherweise sind Sie so sogar in der Lage, noch einige Stunden zu schlafen.

Wenn die Operation vorbei ist, werden Sie noch etwa zwei bis vier Stunden im Aufwachraum betreut. Wenn die Narkose schließlich abgeklungen ist, können sich dann in Ihrem eigenen Zimmer weiter erholen. Dann ist es auch möglich, dass Angehörige bei Ihnen sind. Sie sollten sich aber nicht zu viel Besuch vornehmen, da es sein kann, dass Sie nach der Narkose noch sehr müde sind und einfach schlafen möchten.

Physiotherapie

Damit Sie nach der Operation möglichst bald wieder mobil werden und sich frei bewegen können, werden Sie nach der Operation in einer Gruppe physiotherapeutisch angeleitet. Während Ihres stationären Aufenthaltes findet diese Krankengymnastik einmal täglich statt. Wir empfehlen Ihnen, die erlernten Übungen nach Ihrer Entlassung selbständig fortzuführen.

Psychoonkologische Betreuung

Die Behandlung der Brustkrebserkrankung ist nicht nur für den Körper eine Herausforderung. Sie greift häufig auch Ihre Psyche an. Es ist ganz normal, dass jetzt eine ganze Bandbreite von Emotionen auf Sie einstürzt: Angst, Wut, Trauer und viele Schattierungen mehr.

Jede Frau geht anders mit einer solchen Situation um. Es kann eine Hilfe sein, einen professionellen Ansprechpartner zu haben. Diese Betreuung übernimmt bei uns Herr Diplompsychologe Peter Behrla oder Frau Dr. Reichwein-Vinh (niedergelassene Frauenärztin mit Zusatzausbildung zur Psychoonkologin). Beide kommen regelmäßig zu Patientinnengesprächen ins Haus. Auch nach Entlassung ist eine Fortsetzung der Betreuung in den jeweiligen Praxen möglich.

Alternativ können Sie sich an unsere Klinikseelsorger wenden. Teilen Sie den behandelnden Ärzten oder dem Pflegepersonal mit, ob und welche Betreuung Sie wünschen.

Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung

Nach der Operation dauert es etwa acht bis zehn Tage, bis der endgültige Befund der feingeweblichen Untersuchung vorliegt. Dieser Befund ist unabdingbar für die Planung möglicher weiterer Schritte.

Sie müssen nicht zwingend bei uns bleiben, bis der Befund eintrifft. Wir vereinbaren gerne einen gesonderten Termin, an dem wir Ihnen den Befund und unseren weiteren Therapievorschlag ausführlich erläutern.

Planung der weiteren Therapie

Liegen uns alle Befunde vor, wird Ihr „Fall” in der interdisziplinären Brustkonferenz besprochen. An dieser Konferenz nehmen Ärztinnen und Ärzte der Fachrichtungen Gynäkologie, medizinische Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie und Pathologie teil. Gemeinsam wird dort ein Vorschlag für Ihre weitere Behandlung erarbeitet.

Diese Therapieempfehlung besprechen wir dann in einem detaillierten Gespräch mit Ihnen und legen dann mit Ihnen gemeinsam das weitere Vorgehen fest.