Notarztdienst
Ca. 2200 Einsätze haben die Notärztinnen und Notärzte des Limburger Krankenhauses im Jahr zu bewältigen. 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr stehen sie für die notärztliche Versorgung der Bevölkerung der Stadt Limburg und der umliegenden Städte und Gemeinden bereit. Als eines von drei Notarzteinsatzfahrzeugen im Landkreis, neben denen in Weilburg und Niederselters, ist das Limburger NEF hauptsächlich für den nordwestlichen Teil des Landkreises zuständig. Knapp 90.000 Einwohner können sich im Notfall auf die Hilfe der Limburger Retter verlassen. Dazu kommen im Bedarfsfall noch Bereiche im benachbarten Rhein-Lahn-Kreis und Westerwaldkreis sowie die Tausende von Menschen, die täglich den Landkreis auf der A 3 und den großen Bundesstraßen durchqueren.
Im Landkreis Limburg-Weilburg wird der Notarztdienst im sogenannten Rendesvouz-System betrieben. Um bei Notfällen möglichst schnell qualifizierte Hilfe leisten zu können, wird von der Leitstelle neben dem NEF auch der nächste Rettungswagen (RTW) alarmiert. Da mehr Rettungs-wagen als Notarzteinsatzfahrzeuge im Kreisgebiet stationiert sind (tagsüber 15, nachts 5), können diese in der Regel die Einsatzorte in der im Hessischen Rettungsdienstgesetz vorgeschriebenen Zeit erreichen. Die Rettungswagen sind mit zwei Rettungsassistenten besetzt, denen in Ihrem Fahrzeug, wie im NEF, ein umfangreiches medizinisches Equipment zur Verfügung steht. Die hochqualifizierten Retter sind damit in der Lage, die Patienten bis zum Eintreffen des Arztes notfallmäßig zu versorgen und oft sogar schon zu stabilisieren.
Etwa 60 % aller Einsätze sind sogenannte internistische und neurologische Notfälle, also Erkrankungen, die z.B vom Herz-Kreislauf-Atemsystem ausgehen oder das Zentrale Nervensystem (z.B. Schlaganfall) betreffen. Der Rest verteilt sich auf chirurgische Notfälle, Verkehrs- oder Arbeitsunfälle sowie zu einem geringeren Anteil auf psychiartrisch-soziale Notfallsituationen und Notfälle aus anderen medizinischen Ursachen. Auch der Anteil an Notfällen mit Kindern ist glücklicherweise relativ gering, obwohl die 20 Notärztinnen und Notärzte des St. Vinzenz-Krankenhauses selbstverständlich auch in der Notfallversorgung von Kindern ausgebildet sind.
Die ärztliche Besatzung des NEF wird in Limburg zu zwei Dritteln von der Anästhesie-abteilung, der auch die organisatorische Leitung des Notarztdienstes obliegt, und zu einem Drittel von der Medizinischen Klinik gestellt. Alle Notärztinnen und Notärzte müssen über mehrjärige klinische Erfahrung verfügen (u.a. auch auf einer Intensivstation) und spezielle notfallmedizinische Lehrgänge absolviert haben, bevor ihnen von der Landesärztekammer Hessen die „Fachkunde Rettungsdienst“ bescheinigt wird und sie im Rettungsdienst tätig werden dürfen.





