Rückenmarksnahe Regionalanästhesieverfahren
Bei allen rückenmarksnahen Regionalanästhesieverfahren [Spinalanästhesie und Periduralanästhesie] müssen, um eine Blutungsgefahr in der Nähe des Rückenmarks mit möglicherweise fatale Folgen so gering wie möglich zu halten, im Bezug auf die Gabe von blutgerinnungshemmenden Medikamenten bestimmte Dinge beachtet werden. Manche Medikamente, wie z.B. ASS 100, dürfen problemlos weiter eingenommen werden. Andere Medikamente, wie Clopidogrel (Plavix® oder Iscover®) oder Ticlopidin (Tyklid®) müssen 7 bis 10 Tage vor einem geplanten rückenmarksnahen Regionalanästhesieverfahren pausiert werden. In unserem Aufklärungsgespräch werden wir, entsprechend einer induividuellen Nutzen- Risiko- Abwägung und den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin [DGAI], exakt festlegen, welche Medikamente wann abgesetzt werden müssen.
Sollte es dagegen z.B. auf Grund eines beschichteten Koronarstents nicht erlaubt sein, das Clopidogrel abzusetzen, so werden wir Ihnen eine optimierte Schmerztherapie ohne Periduralanästhesie, gemäß unseres Schmerztherapiestufenplans, anbieten.
Auch bei anderen Kontraindikationen, wie einer Infektion im Bereich der Punktionsstelle, anderen Blutgerinnungsstörungen oder bei Allergien auf Lokalanästhetika, welche die Anlage eines rückenmarksnahen Regionalanästhesieverfahren nicht erlauben, werden wir ebenfalls eine optimierte Schmerztherapie ohne Periduralanästhesie durchführen.
Insgesamt sind Komplikationen bei rückenmarksnahen Regionalanästhesieverfahren selten. Neben neurologischen Komplikationen können, insbesondere bei nicht Beachtung der Kontraindikationen, Blutergüsse oder Infektionen rückenmarksnah beobachtet werden.
Blockaden an Schlüsselbein, Schulter, Arm und Hand
- Interskalenäre Plexusblockade (ISP)
- Vertikal-Infraklavikuläre Plexusblockade (VIP)
- Axilläre Plexusblockade
Blockaden an Hüfte und Bein





