Die vertikale, infraklavikuläre Plexusblockade (VIP)
Das Nervengeflecht, welches den Arm versorgt, zieht im Verlauf unter das Schlüsselbein durch. An Hand von anatomischen Landmarken (s.Abbildungen) wird die Punktionsstelle dicht unterhalb des Schlüsselbeins festgelegt und unter Anwendung des Nervenstimulators [Link] wird in örtlicher Betäubung die Nadel in die Nähe des Nervengeflechts vorgeschoben. Nach Verabreichung des Lokalanästhetikums kommt es zu einer örtlichen Betäubung im Bereich des gesamten Arms mit Ausnahme der Schulter (s. Abbildung X).
Die VIP ist geeignet für Operationen an Unterarm, Hand, Ellenbogen und Oberarm (Ellenbogengelenksnah).
Bei veränderter Anatomie des Brustkorbs oder bei einem nicht korrekt verheilten Schlüsselbeinbruch sollte man eine VIP nicht durchführen. Ebenso wird bei unbehandelten Blutgerinnungsstörungen oder bei sich im Punktionsgebiet befindlichen Herzschrittmacher oder Port auf die VIP verzichtet.
Anlage einer vertikalen, infraklavikulären Plexusblockade im Bereich des linken Schlüsselbeins / Schematische Darstellung des Ausfallsbereich nach vertikaler, infraklavikulärer Plexusblockade
Blockaden an Schlüsselbein, Schulter, Arm und Hand
- Interskalenäre Plexusblockade (ISP)
- Vertikal-Infraklavikuläre Plexusblockade (VIP)
- Axilläre Plexusblockade
Blockaden an Hüfte und Bein





