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Karotisstenose
(Verengung der Halsschlagader)

In Deutschland erleiden jährlich 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Man versteht darunter eine plötzlich einsetzende Durchblutungsstörung des Gehirns. Mehr als 30 Prozent der Schlaganfälle verlaufen tödlich. Die Hälfte der überlebenden Patienten bleibt pflegebedürftig. Jeder vierte Schlaganfall ist auf eine hochgradige Verengung der Halsschlagader zurückzuführen und kann somit durch eine Behandlung verhindert werden.

Gibt es Warnsymptome?

Es gibt sie! Häufig kommt es vor einem Schlaganfall zu Frühwarnzeichen bzw. Krankheitssymptomen, die durch vorübergehende Durchblutungsstörungen des Gehirns verursacht werden. Hierbei können Sehstörungen, Sprachstörungen oder Lähmungen (Arme oder Beine) auftreten, die sich nach Minuten oder Stunden zurückbilden. Auch vorübergehende Doppelbilder, plötzliche heftige Kopfschmerzen sowie Schwindelanfälle gehören zu den Warnsymptomen. Symptome wie diese sind Alarmsignale und bedürfen einer dringenden medizinischen Abklärung.

Was ist zu tun?

Absolut notwendig ist bei den oben genannten Symptomen eine Untersuchung der Halsschlagadern (Arteria carotis) auf Engstellen (Stenosen) durch Ultraschall (Doppler-, Duplexsonographie). Hierbei können gefährliche Verkalkungen und dadurch bedingte Engstellen der Halsgefäße festgestellt und beurteilt werden. Dies ist eine völlig ungefährliche und beliebig wiederholbare Untersuchung. Gegebenenfalls muss auch eine Röntgendarstellung der Halsschlagadern erfolgen.

Besteht eine Veränderung der Halsschlagader ist oftmals noch keine invasive Therapie erforderlich. Eine Veränderung der Lebensweise (Nikotinverzicht, Gewichtsreduktion) kann in Kombination mit speziellen Medikamenten einen Eingriff verhindern. Ist die Halsschlagader mehr als 70 Prozent eingeengt und sind bereits Vorboten eines Schlaganfalls aufgetreten, ist die Operation die wichtigste Maßnahme überhaupt um einen Schlaganfall zu vermeiden.

Wie wird eine Operation durchgeführt?

Die Operation erfolgt unter Vollnarkose. Die Halsschlagader wird über einen kleinen Schnitt am Hals freigelegt und anschließend die Engstelle ausgeschält. Je nach Befund wird ein kleiner Flicken (Patchplastik) eingenäht oder die Halsschlagader direkt vernäht.

Als Alternative zur Operation hat sich in den vergangenen Jahren die Aufdehnung der Karotisstenose durch Ballonkatheter und Stentimplantation als ein Verfahren etabliert, das in Einzelfällen und in besonderen Situationen zum Einsatz kommt. Wir entscheiden bei jedem Patienten individuell und in enger Absprache mit den Kollegen der Neurologie, welches Verfahren für den Patienten in Frage kommt. Karotisstenose (Verengung der Halsschlagader) In Deutschland erleiden jährlich 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Man versteht darunter eine plötzlich einsetzende Durchblutungsstörung des Gehirns.

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